Marach/Pavic fixieren Platz eins im ATP-Ranking

Marach/Pavic fixieren Platz eins im ATP-Ranking Foto: © getty
 

Oliver Marach schreibt österreichische Tennis-Geschichte!

Mit seinem Partner Mate Pavic zieht er ins Halbfinale des Doppel-Bewerbs von Paris-Bercy ein. Damit steht fest, dass Marach/Pavic das Tennis-Jahr als Nummer eins des ATP-Doppel-Rankings beenden werden. Zuvor ist das noch keinem anderen Österreicher gelungen.

Der Steirer und der Kroate hatten den Grundstein für diesen Erfolg mit dem Titel bei den Australian Open gelegt.

Marach/Pavic eröffneten das Jahr schon mit Titeln in Doha und Auckland, ehe in Melbourne ein Karriere-Höhepunkt für den 38-jährigen ÖTV-Davis-Cup-Spieler folgte. Beinahe wäre in Rotterdam noch ein vierter Titel en suite dazugekommen. Der 38-jährige ÖTV-Davis-Cup-Spieler holte mit Pavic dann auch noch den Titel in Genf und erreichte u.a. auch in Roland Garros das Endspiel, Marachs drittes Major-Doppel-Finale. Schon in Wimbledon 2017 hatten die beiden mit dem Finale ihr großes Potenzial gezeigt.

Marach: "Da hätte ich mir auf die Birne gegriffen"

"Es war ein unglaubliches Jahr", freut sich Marach. Doch das Jahr als Nummer eins zu beenden, das war nicht einmal ein Traum. "Wenn man mir das letztes Jahr jemand gesagt hätte, dass wir am Ende des Jahres Nummer eins sind, hätte ich mir auf die Birne gegriffen."

Wer nun erwartet, dass sich ein großer Geldregen aus Bonuszahlungen von Sponsoren über das Duo ergießt, wird enttäuscht. "Das wäre schön, aber das spielt es leider nicht", meine der in Panama lebende Marach lachend. "Wir haben eigentlich nur einen Sponsor, der uns ein Budget gibt, und das ist nicht auf Bonus ausgelegt. Im Doppel ist es halt sehr schwer Sponsoren zu finden. Die einzigen, die das haben, sind die Bryan-Brothers."

"Lustige Geschichte" in Paris

In Paris-Bercy lebt die Chance auf einen weiteren Turniersieg. Das topgesetzte Duo des ATP-1000-Turniers setzt sich im Viertelfinale gegen John Isner/Neal Skupski (USA/GBR) mit 7:6(6), 6:7(4), 12:10 durch. Marach/Pavic verwerten nach knapp zwei Stunden ihren fünften Matchball. Im Halbfinale bekommt es das österreichisch-kroatische Duo mit Granollers/Ram (ESP/USA) zu tun.

Wie Dominic Thiem könnten sie ebenso wie dieser am Samstag das zweite Paris-Finale nach Roland Garros im gleichen Jahr erreichen. "Ja, das ist eine lustige Geschichte. Ich bin froh, dass wir das noch rübergebogen haben", sagt Marach. Gegen John Isner/Neal Skupski (USA/GBR) hatten sie auch einen Matchball abgewehrt.

Viel Zeit zum Feiern blieb also nicht. Und auch die Medien-Aufmerksamkeit wird sich wohl wie so oft in Grenzen halten. "Ich bin eh nicht so einer, ich muss jetzt nicht in den Medien sein. Ich spiele hauptsächlich für mich und schaue, dass ich meine Ziele erreiche."

Nun gilt es, den ohnehin maroden Körper ("Ich schlucke seit Wien jeden Tag Voltaren") noch bis inklusive London über die Saison rüberzuretten. Marach kämpft aktuell mit einer angeschlagenen Schulter.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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