Einbürgerung: März 2020 (Tschechien)
Größte Erfolge:
Dritter Platz bei den Olympischen Spielen 2026 im Big Air
Dreifacher Medaillengewinner bei den X-Games (2x Silber, 1x Bronze)
5-facher Weltcupsieger
Gesamtweltcupsieger 2024/25 im Park & Pipe
Der 21-jährige Freestyle-Skier wurde in Prag geboren und machte regelmäßig Skiurlaub in Österreich. Im Alter von zehn Jahren zog er mit seiner Familie nach Kaprun und strebte eine Karriere als Skirennläufer an.
Später verschlug es ihn jedoch zum Freestyle, wo er bereits mit 15 Jahren unter tschechischer Flagge den Titel bei den Olympischen Jugendspielen holte. Seit diesem Zeitpunkt folgten viele weitere Erfolge im Big Air und Slopestyle.
Emese Hunyady
Einbürgerung: 1988 (Ungarn)
Größte Erfolge:
3-fache Olympiamedaillengewinnerin über 300 bzw. 1.500 m (1x Gold, 1x Silber, 1x Bronze)
3-fache Mehrkampf-WM-Medaillengewinnerin (1x Gold, 2x Silber)
3-fache WM-Medaillengewinnerin über 1.000 bzw. 1.500 m (1x Gold, 2x Bronze)
3-fache EM-Medaillengewinnerin (1x Gold, 1x Silber, 1x Bronze)
12-fache Weltcupsiegerin
Mehrfache Österreichische Meisterin
Hunyady wurde 1966 in Budapest geboren und begann mit dem Eiskunstlauf, ehe sie nach sechs Jahren einen Wechsel zum Eisschnelllauf vollzog. Nach ihrer Hochzeit mit dem österreichischen Eisschnellläufer Thomas Nemeth im Jahr 1988 trat sie ebenfalls für Rot-Weiß-Rot an.
Die Olympiasiegerin von 1994 feierte zahlreiche große Erfolge und wurde zu einer der besten Athletinnen des Landes, ehe sie 2003 mit 37 Jahren ihr Karriereende bekannt gab.
Michail Botwinow
Einbürgerung: 1997 (Russland)
Größte Erfolge:
2-facher Olympiamedaillengewinner (1x Silber über 30 km Freistil, 1x Bronze über 50 km Freistil)
2-facher WM-Medaillengewinner (1x Gold 4 x 10 km Staffel, 1x Bronze 50 km Freistil)
2 Einzel-Weltcupsiege
Sieger im Distanzweltcup 1998/99
Der gebürtige Russe bestritt nach Streitigkeiten mit dem Verband 1997 sein erstes Langlauf-Rennen für Österreich. Bis er 2007 seine Karriere beendete, gewann Botwinow u.a. zwei Olympia-Medaillen.
2012 wurde er aufgrund einer Falschaussage im Doping-Skandal rund um Walter Mayer zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt. Botwinow gründete später eine Sportartikel-Handelsfirma, die 2018 in Konkurs ging.
Kate Allen
Einbürgerung: 2002 (Australien)
Größte Erfolge:
Olympiasiegerin Triathlon (2004)
2-fache Vize-Europameisterin über Kurzdistanz (2004, 2007)
2-fache Österreichische Meisterin über die Langdistanz (2003, 2005)
Österreichische Meisterin über die Kurzdistanz (2003)
Allen wuchs in Australien auf, ehe sie das Schicksal nach Österreich verschlug. Bei einer Reise 1995 lernte sie im Kitzbüheler Schwimmbad den damals 18-jährigen Triathleten Marcel Diechtler kennen, den sie 1999 heiratete.
Dieser überzeugte Allen, 1996 an ihrem ersten Triathlon teilzunehmen. Sie trainierte weiter, ehe ihr 2000 der Durchbruch gelang. Die heute 55-Jährige brach Ironman-Rekorde und nahm an Olympischen Spielen teil. 2009 beendete sie ihre Karriere.
Shamil Borchashvili
Einbürgerung: 2017 (Tschetschenien)
Größte Erfolge:
Dritter bei den Olympischen Spielen 2020 (bis 81 kg)
Dritter bei den Weltmeisterschaften 2022 (bis 81 kg)
Dritter bei den Europaspielen 2019 (Mixed-Team)
Dritter bei der Judo-EM 2024 (bis 81 kg)
Österreichischer Staatsmeister (2020)
Der Judoka darf seit 2017 für Österreich antreten, nachdem er Tschetschenien im Alter von neun Jahren verließ. Er feierte viele Erfolge, unter anderem eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Bei der WM 2025 bestritt Borchashvili seinen letzten Kampf.
Avital Carroll
Einbürgerung: 2022 (USA)
Größte Erfolge:
2-fache Bronzemedaillengewinnerin bei Weltmeisterschaften (Moguls, Dual Moguls)
Vize-Juniorenweltmeisterin (Moguls)
Die 29-jährige Freestyle-Athletin wurde in Amerika geboren. Ihre Großmutter Elfi Hendell kam in Wien zur Welt. 2018 startete sie zum ersten Mal im Weltcup, rund vier Jahre später wechselte Carroll zum ÖSV.
Carroll holte 2023 die erste Medaille im Moguls-Bewerb für Rot-Weiß-Rot. Drei Jahre später nahm sie an den Olympischen Spielen teil, für einen Podestplatz reichte es jedoch nicht.
Alexandri-Schwestern
Einbürgerung: 2014 (Griechenland)
Größte Erfolge der Zwillinge Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri:
4-fache WM-Medaillengewinnerinnen (2x Gold, 2x Bronze)
5-fache EM-Medaillengewinnerinnen (1x Gold, 2x Silber, 2x Bronze)
4-fache Europaspiele-Medaillengewinnerinnen (2x Gold, 1x Silber, 1x Bronze)
Erfolge von Vasiliki Alexandri:
2-fache Vizeweltmeisterin
5-fache EM-Medaillengewinnerin (2x Gold, 3x Bronze)
Die Familie Alexandri besteht aus drei Schwestern, die sich alle dem Synchronschwimmen verschrieben haben.
Mit 16 Jahren erhielten sie die Staatsbürgerschaft, in ihrer Heimat Griechenland sahen sie keine sportliche Zukunft. Anna-Maria und Eirini-Marina treten im Duett an, ihre Schwester Vasiliki im Solo.
Nach zahlreichen Erfolgen für Österreich werden die Alexandris in Zukunft wieder für ihr Heimatland antreten.
Sofia Polcanova
Einbürgerung: 2010 (Moldau)
Größte Erfolge, Einzel:
3-fache EM-Medaillengewinnerin (2x Gold, 1x Bronze)
Österreichische Meisterin (2017, 2018)
4-fache Europe Top 16 Medaillengewinnerin (1x Silber, 3x Bronze)
Doppel:
Vize-Weltmeisterin
3-fache EM-Medaillengewinnerin (1x Gold, 2x Silber)
Vierfache Österreichische Meisterin
Mixed:
3-fache EM-Medaillengewinnerin (2x Silber, 1x Bronze)
Österreichische Meisterin 2017/18
Mannschaft:
Zweite bei der EM 2014
Die Tischtennisspielerin wurde in Moldau geboren, übersiedelte jedoch im Alter von 14 Jahren nach Linz. 2010 erhielt sie die Staatsbürgerschaft und feierte unzählige Erfolge für Österreich.
2022 wurde Polcanova als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Zwei Jahre später schaffte der ÖTTV-Star als erste rot-weiß-rote Athletin den Einzug ins Olympia-Viertelfinale.
Liu Jia
Einbürgerung: 1998 (China)
Größte Erfolge:
5-fache EM-Medaillengewinnerin (1x Gold, 2x Silber, 2x Bronze)
5-fache Junioren-Europameisterin
2-fache Champions-League-Siegerin mit Linz AG Froschberg
Deutsche Pokalsiegerin
Deutsche Meisterin
Mehrfache Staatsmeisterin
Siege im Europe Top 16 bzw. Top 12
Liu Jia kam 1997 nach Österreich, wo sie beim TTC Linz AG Froschberg aufgenommen wurde. Nach vielen Titeln bei der Junioren-EM folgten weitere große Erfolge, unter anderem in der deutschen Bundesliga.
2022 beendete die sechsfache Olympiateilnehmerin ihre Karriere, 2023 folgte jedoch ein Comeback. Sie spielte daraufhin für den Pariser Verein Saint-Denis.
Im Jahr 2025 trat sie die Position als Vizepräsidentin des österreichischen Tischtennisverbands an. Genau ein Jahr später erfolgte ihr Rücktritt.
Ivica Vastic
Einbürgerung: 1996 (Kroatien)
Größte Erfolge:
2x Österreichischer Meister
4x Österreichischer Cupsieger
3x Österreichischer Supercup-Sieger
2x Österreichischer Vizemeister
1x Österreichischer 2. Liga-Meister
2x Österreichischer Torschützenkönig
2x 2. Liga-Torschützenkönig
Vastic wurde in Split geboren. 1991 wechselte der gebürtige Kroate erstmals nach Österreich, ehe es für ihn in die deutsche Bundesliga ging. 1994 folgte der Transfer zu Sturm Graz und 1996 das Debüt für den ÖFB.
Nach einem kurzen Abstecher nach Japan feierte er mit der Wiener Austria einen Cupsieg und das Comeback im Nationalteam, für das er 2008 bei der EM das einzige Tor Österreichs erzielte. Mit Ende der Saison 2008/09 gab Vastic seinen Rücktritt bekannt.
Vastic coachte nach seiner aktiven Zeit die Wiener Austria und den SV Mattersburg.
Bernd Krauss
Einbürgerung: 1981 bis 1984 (Deutschland)
Größte Erfolge:
2x Österreichischer Meister
1x Österreichischer Cupsieger
Der ehemalige Fußballer spielte unter anderem bei Borussia Dortmund. 1977 wechselte er zu Rapid, wo seine Zeit nach 191 Spielen und 18 Toren vorbei war. 1990 beendete Krauss seine Karriere bei Borussia Mönchengladbach.
Zuvor stand der heute 68-Jährige 22 Mal für den ÖFB am Feld, unter anderem bei der WM 1982 in Spanien. 1984 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft jedoch wieder an.
Viktor Szilagyi
Einbürgerung: 1997 (Ungarn)
Größte Erfolge:
2x EHF-Pokalsieger
3x Deutscher Meister
2x DHB-Pokalsieger
2x Super-Cup-Sieger
1x Champions-League-Sieger
1x EHF-Champions-Trophy-Sieger
2x Europapokalsieger der Pokalsieger
1x Österreichs Handballer des Jahres
Mit sieben Jahren zog Szilagyi nach Österreich, wo er im Zeitraum von 18 Jahren auf 203 Handball-Länderspiele kam. Zudem lief der gebürtige Ungar unter anderem für einige deutsche Vereine auf (TSV Bayer Dormagen, TUSEM Essen, THW Kiel).
2015/16 fungierte er als sportlicher Leiter vom Bergischen HC. 2016 kam es dort zum Comeback. Kurz darauf zog er sich eine schwere Verletzung zu, die das Ende seiner Karriere besiegelte.
2018 folgte ein Job bei THW Kiel als sportlicher Leiter und später als Geschäftsführer.
Lisa Schulte
Einbürgerung: 2015 (Deutschland)
Größte Erfolge:
Silber bei den Olympischen Spielen 2026 in der Teamstaffel
Weltmeisterin 2024 im Einzel
2-fache Vizeweltmeisterin im Rennrodel-Einsitzer der U23
2-fache Medaillengewinnerin bei der Rennrodel-Junioren-WM (1x Gold in der Teamstaffel, 1x Bronze im Einzel)
Die 25-jährige gebürtige Deutsche ist seit 2009 in Tirol wohnhaft. Seit 2015 ist sie Österreicherin. Sie nahm in der Saison 2018/19 erstmals an einem Weltcup-Rennen teil.
Im Jugendbereich gewann Schulte etliche Titel, ehe sie 2021/22 erstmals am Weltcup-Podest stand. Ein Jahr später folgte der WM-Titel, 2026 dann die erste Olympia-Medaille.
Mirna Jukic-Berger
Einbürgerung: 2000 (ehemaliges Jugoslawien)
Größte Erfolge:
12-fache Kurzbahn-EM-Medaillengewinnerin (2x Gold, 8x Silber, 2x Bronze 100/200 m Brust)
6-fache EM-Medaillengewinnerin (3x Gold, 1x Silber, 2x Bronze 50/100/200 m Brust)
Dritter Platz bei der Kurzbahn-WM 2002 (200 m Brust)
2-fache WM-Bronzemedaillengewinnerin (200 m Brust)
Olympia-Dritte 2008 (100 m Brust)
Die ehemalige Schwimmerin musste 1991 im Alter von fünf Jahren aus ihrer Heimatstadt Vukovar aufgrund des Kroatienkrieges weggehen.
1999 folgte ein Umzug nach Wien; sie erhielt daraufhin die Staatsbürgerschaft. Beim SC Austria Wien spezialisierte sich die heute 39-Jährige auf die Disziplinen Brust und Lagen, in denen sie unzählige Erfolge erzielte.
2010 beendete die dreifache Sportlerin des Jahres mit 24 Jahren ihre Karriere. Mittlerweile arbeitet sie als Moderatorin und Integrationsbotschafterin sowie im Bundesministerium für Sport.
Dinko Jukic
Einbürgerung: 2000 (ehemaliges Jugoslawien)
Größte Erfolge:
Dritter Platz bei der Kurzbahn-WM (400 m Lagen)
2-facher EM-Medaillengewinner (200 m Lagen, 4 x 200 m Freistil)
4-facher Kurzbahn-EM-Medaillengewinner (200/400 m Lagen, 200 m Schmetterling)
Wie auch seine Schwester Mirna Jukic zog der Schwimmer 1999 nach Wien, wo auch er für den SC Austria Wien schwamm.
Seine Karriere endete 2012 nach großen Erfolgen. Zum Ende hin kam es jedoch immer wieder zu Uneinigkeiten mit dem Verband.
Enzo Diessl
Einbürgerung: 2020 (Deutschland/Italien)
Größte Erfolge:
U23-Europameister (110 m Hürden)
U20-Europameister (110 m Hürden)
3-facher Österreichischer Staatsmeister (110 m Hürden, 200 m)
Der gebürtige Argentinier hat einen deutschen Vater und eine argentinische Mutter, seine Urgroßmutter ist Italienerin. Als Kind lebte er in vielen verschiedenen Ländern, ehe es 2011 nach Österreich ging. Seit 2020 ist Diessl für Österreich startberechtigt.
Die Spezialdisziplin des 21-Jährigen ist der 110-Meter-Hürdenlauf. Nach einigen internationalen Erfolgen durfte der Athlet des SU Leibnitz als Highlight auch bei den Olympischen Spielen in Paris teilnehmen, er scheiterte jedoch in der Hoffnungsrunde.
Atte Tolvanen
Einbürgerung: 2024 (Finnland)
Größte Erfolge:
1x Österreichischer Meister
1x win2day ICE Hockey League-Meister
1x Playoff-MVP
Der gebürtige Finne ist ein sicherer Rückhalt beim EC Red Bull Salzburg und hütet auch in Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft das Tor. Der 31-Jährige spielt seit 2021 für die "Bullen". Seither durfte er vier Meistertitel bejubeln (einen seit der Einbürgerung).
Umar Dzambekov
Einbürgerung: 2018 (Tschetschenien)
Größte Erfolge:
2x Österreichischer Meister (Halbschwergewicht)
Mehrere Turniererfolge
Erreichen des Amateur-WM-Achtelfinales
Der 28-jährige Boxer verließ 2004 Tschetschenien und kam nach Österreich, wo er an vielen internationalen Turnieren teilnahm und Erfolge feierte.
2021 wurde er jedoch nach interner Kritik am österreichischen Boxverband lebenslang gesperrt, was nach rund zwei Monaten jedoch für nichtig erklärt wurde.
Aktuell boxt er in den USA und zählt zu den erfolgreichsten österreichischen Halbschwergewicht-Boxern und hat sich auch weltweit einen Namen gemacht.