Sepp Straka tritt in Charlotte zur Titelverteidigung an
Die Aufholjagd in Miami gab ihm in den letzten Tagen Selbstvertrauen, dennoch ist er nicht ganz zufrieden mit seinem Spiel.
Am Montag jährt sich erstmalig Sepp Strakas vierter und bisher letzter PGA-Tour-Titelgewinn.
Sein Sieg beim Truist Championship war sein bisher größter als Profigolfer - allerdings auf einem Ausweichplatz. Die Stätte seines Triumphes in Philadelphia war eine Alternativlösung, da in der Woche danach im Quail Hollow Club von Charlotte das PGA Championship ausgetragen wurde. Dort geht es für den Wiener also nun ab Donnerstag um die Titelverteidigung bei diesem Signature Event.
Beim PGA Championship vor knapp einem Jahr fand sich Straka auf dem Platz nicht nach Wunsch zurecht, er verpasste den Cut um einen Schlag. Im Jahr davor war er aber immerhin Achter geworden. Die Konkurrenz im letzten, mit 20 Millionen Dollar (17,11 Mio. Euro) dotierten Test vor dem zweiten Major des Jahres ist freilich sehr groß.
Auch wenn der Weltranglistenerste Scottie Scheffler nicht antritt, ist das bei sieben der Top Ten bzw. 46 der Top 50 des FedExCup-Rankings der Fall. Als Ranking-13. sowie FedEx-Elfter braucht sich Straka in diesem Feld jedenfalls nicht verstecken.
Selbstvertrauen durch Aufholjagd in Miami
Und er bringt Selbstvertrauen in diese Turnierwoche, nachdem er am vergangenen Wochenende in Miami vom 34. noch auf den vierten Platz vorgestürmt war (mehr dazu >>>). Die Form scheint also zu stimmen, auch wenn der zweifache Olympia-Teilnehmer heuer mit noch keinem seiner Turniere restlos zufrieden war.
"Es hat sich bisher noch nicht so angefühlt, als hätte alles zusammengepasst. Ich hatte gute Ergebnisse, aber es war kein großartiges Golf." Ein Zeichen für die gehobenen Ansprüche des 33-Jährigen, in acht von zehn bestrittenen Turnieren hat er den Cut geschafft.
Womit sich Straka zufrieden zeigte, ist sein kurzes Spiel. "Das hat mich zuletzt oft im Spiel gelassen, auch wenn die Dinge sonst nicht so gut gelaufen sind." Allerdings würde er sich noch ein bisschen mehr Beständigkeit beim Putten wünschen, da sei er im Vorjahr noch ein bisschen besser dagestanden.
Beim PGA Championship in Charlotte habe er aber auch viele lange Schläge gut getroffen, erinnert sich Straka. "Ich bin kein Long Hitter, aber hier auf diesem Platz ist eine gute Länge ein großer Vorteil. Daher werde ich den Ball auch diesmal wieder gut treffen müssen."
Bedingungen für Straka von Bedeutung
Nicht unwesentlich, dass sich die Bedingungen im Quail Hollow von jenen vom Vorjahr unterscheiden werden, als der Untergrund wetterbedingt durchnässt war. Straka hat die Greens lieber hart, auch wenn es dann schwieriger zu spielen ist. "Da kommt es wirklich darauf an, wie du den Ball triffst. Da geht es nicht unbedingt um Birdies, aber um ein paar leichte Pars."
Für den Auftakt am Donnerstag ist zwar ein bisschen Regen angesagt, für danach sollte Strakas Wunsch aber in Erfüllung gehen. Um das Erreichen des Wochenendes muss er sich nicht sorgen, es wird ohne Cut gespielt.