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Mit Ass im Ärmel: Straka betritt bei US Open Neuland

Der Österreicher fühle sich mit seinem Spiel vor seiner sechsten US-Open-Teilnahme gut. Scheffler hat den Karriere-Grand-Slam vor Augen.

Mit Ass im Ärmel: Straka betritt bei US Open Neuland Foto: © IMAGO / Icon Sportswire

Im Osten der New Yorker Insel Long Island geht ab Donnerstag die 126. Ausgabe der Golf US Open über die Bühne.

Gastgeber ist der geschichtsträchtige Shinnecock Hills Golf Club in Southampton. Scottie Scheffler hat beim dritten Major des Jahres den Karriere-Grand-Slam vor Augen.

Mit von der Partie ist auch Sepp Straka. Österreichs Nummer eins steht vor seiner sechsten US-Open-Teilnahme. "Ich freue mich schon, mit meinem Spiel fühle ich mich ganz gut", meinte der 33-Jährige.

Straka gibt Premiere auf dem Platz

Straka betritt auf dem windanfälligen und mit Bunkern übersäten Dünen-Linkskurs in den vornehmen Hamptons Neuland, hat aber kompetente Unterstützung im Team.

"Auf dem Platz habe ich noch nicht gespielt. Aber der 'Dewey' ist dort aufgewachsen, er kennt ihn sehr gut", sagte der ÖGV-Golfer mit Blick auf seinen Caddy Duane "Dewey" Bock. Der 56-Jährige stammt aus East Hampton, das keine 25 km vom diesjährigen US-Open-Austragungsort entfernt liegt, und versorgt Straka mit Infos aus erster Hand. "Ich habe gehört, der Platz ist sehr schwer, aber auch sehr fair", meinte der Weltranglisten-19.

Der 1891 gegründete, exklusive Golfclub ist einer der ältesten der Vereinigten Staaten sowie Gründungsmitglied der USGA und steht in der Liste der US-Kulturdenkmäler.

Zum sechsten Mal findet hier das US-Open-Major statt. Zuletzt war das 2018 der Fall. Damals gewann Brooks Koepka.

Ein Jahr später gab Straka seine Major-Premiere, als geteilter 28. erreichte er vor sieben Jahren seine bisher beste US-Open-Platzierung.

Straka und die Major-Flaute

Bei fünf Teilnahmen verpasste der gebürtige Wiener allerdings dreimal den Cut, so auch im Vorjahr. Generell ist es bei den Majors zuletzt nicht gut gelaufen für den zweifachen Ryder-Cup-Champion.

Bei den letzten sechs Großevents 2025 und 2026 schaffte Straka kein Top-40-Resultat und verpasste dabei viermal den Sprung ins Wochenende, so zuletzt auch bei der PGA Championship im Mai.

Der zweifache Olympiateilnehmer ist dennoch zuversichtlich, die Form sei nicht schlecht. "Das Ball-Striking ist ganz gut. Ich würde gerne ein bisschen besser putten, aber das ist schwer zu erzwingen", meinte Straka, der im Training zuletzt am kurzen Spiel gefeilt hat.

"Aber sonst ist eigentlich alles ganz gut beieinander." Ein gutes Ergebnis würde auch ein wichtiger Schritt Richtung Qualifikation für das PGA-Tour-Play-off im August bedeuten.

Scheffler und der Karriere-Grand-Slam

Auf Long Island werden die Augen vor allem auf Scheffler gerichtet sein. Die Nummer eins der Welt greift erstmals nach dem Karriere-Grand-Slam, dem zweifachen Masters-Sieger aus Texas fehlt nach den Triumphen im Vorjahr bei der PGA und der Open Championship nur noch die US Open.

"Ich würde gerne meine nationale Meisterschaft gewinnen. Ich freue mich darauf, nach Shinnecock zu kommen und es hoffentlich zu schaffen", sagte Scheffler. Genau an seinem 30. Geburtstag am Sonntag könnte der Olympiasieger von Paris den Karriere-Meilenstein als erst siebenter Golfer erreichen.

Auch wenn Scheffler heuer siegtechnisch noch nicht an seine überragenden Vorjahre anschließen konnte, seine Konstanz an der Spitze ist dennoch bemerkenswert.

Das letzte Mal einen Cut auf der Tour verpasst hat der US-Star vor vier Jahren. Sein letzter Erfolg datiert indes vom Jänner im kalifornischen La Quinta. Als Titelverteidiger an den Start geht J.J. Spaun.

"Es wird kein einfaches Golf werden. Ich glaube, das Wichtigste bei den US Open ist, widerstandsfähig zu sein und alle Schläge einzustecken, die auf einen einprasseln", erklärte der Kalifornier sein Erfolgsrezept.

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