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"Wieso nicht?" - Wiesberger hofft auf Jubiläumssieg in Kitzbühel

Der Burgenländer peilt den zehnten Streich auf der DP World Tour an: "Wenn man zum richtigen Zeitpunkt locht, dann wieso nicht?"

"Wieso nicht?" - Wiesberger hofft auf Jubiläumssieg in Kitzbühel Foto: © IMAGO / Naushad

Eine der heißesten heimischen Golf-Aktien bei der Austrian Alpine Open diese Woche ist Bernd Wiesberger.

Der Routinier hat vor einem Monat in Shanghai seinen neunten Titel auf der DP World Tour eingefahren. In Kitzbühel holt der 40-Jährige nun - 14 Jahre nach seinem Heimsieg in Atzenbrugg - zum zehnten Streich aus. "Wenn man zum richtigen Zeitpunkt ein paar Putts locht, dann wieso nicht?", hält Wiesberger alles für möglich.

"Es kann schnell gehen"

"Golf ist ein verrückter Sport. Ich habe vor meinem Sieg in China auch einen Cut in Indien verpasst. Es kann schnell gehen", sagte der Burgenländer im APA-Gespräch.

Auch in Tirol sollen die Birdies fallen.

"Entspannt bleiben und auf sein eigenes Können vertrauen, dann passieren gute Golfschläge, dann gehen die Putts rein, und dann steht auf einmal nicht mehr geteilter 45., sondern geteilter 13. und hin und wieder auch die Eins da", erklärte Wiesberger seine Ergebnisse der letzten Monate.

Bei Heimturnier ist das "Adrenalin schon höher"

Auch für Österreichs aktuelle Nummer 2 - in der Weltrangliste ist Straka 18., Wiesberger 210. und der Tiroler Maximilian Steinlechner 282. - haben Heimturniere einen besonderen Stellenwert. Da sei "das Adrenalin schon ein bisschen höher".

"Wenn man am Platz ist und vor heimischem Publikum spielt, die einen anfeuern und wollen, dass man als Österreicher gut spielt, ist das definitiv ein Mehrwert für uns. Hoffentlich zeigt sich das auch in den Ergebnissen am Ende der Woche."

Grundsätzlich wolle er den Rummel "so gut wie möglich abfedern und Spaß haben am Golfplatz. Das ist alles, was ich mir vornehme".

Premiere für Wiesberger

Der Kurs in der Nähe des Schwarzsees ist jedenfalls Neuland. "Ich war noch nie dort", sagte Wiesberger, der am Sonntag angereist ist und seit Montag den Platz sowie seine Roughs und Greens abcheckt.

"Das ist definitiv das westlichste Golfturnier, das ich jemals in Österreich gespielt habe. Und es ist natürlich für mich auch schön, immer wieder neue Golfplätze in Österreich spielen zu dürfen und vor allem dann im Zuge eines Heimturniers."

Planungssicherheit nach China-Erfolg

Bei seinem letzten Wettkampf - der PGA Championship in den USA vor zwei Wochen - hatte Wiesberger den Cut verpasst. Das nahm der in Bad Tatzmannsdorf lebende Routinier gelassen.

"Es waren wirklich sehr, sehr schwere zwei Golftage und kein großes Malheur. Ich habe das eigentlich nur als Bonus-Turnier genommen." Seitdem habe er im Training versucht, "ein paar Sachen beim Putten, die sich ein bisschen eingeschlichen haben, auszubügeln".

Sein emotionaler Sieg in China - der erste nach fünf Jahren - hat Wiesberger wieder einige Türen geöffnet und zu einem neuen Turnierplan geführt.

Nun hat der Ryder-Cup-Spieler von 2021 Zugang zu den Topevents der Tour. "Und so auch mit einer relativ großen Wahrscheinlichkeit zumindest Abu Dhabi", sagte der aktuell 17. im Race to Dubai. Das seien Erleichterungen, die mehr Planungssicherheit geben würden.

In Abu Dhabi findet Anfang November das erste, mit neun Millionen Dollar dotierte Play-off-Turnier der Tour statt, eine Woche später das Finale in Dubai. Doch zunächst einmal liegt der Fokus auf den Austrian Alpine Open in Kitzbühel.

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