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"Ich gegen den Platz" - Straka gibt sein Kitzbühel-Debüt

Zuletzt spielte der Österreicher 2018 in seiner Heimat, danach bewies er sich auf der großen Golfbühne.

"Ich gegen den Platz" - Straka gibt sein Kitzbühel-Debüt Foto: © IMAGO / Icon Sportswire

In Kitzbühel dreht sich zum Mai-Ausklang alles um Golf und da im Speziellen um Sepp Straka.

Österreichs Nummer eins ist in der Gamsstadt bei der mit 2,75 Mio. Dollar (2,36 Mio. Euro) dotierten Austrian Alpine Open das große Zugpferd.

Trainingsrunden, eine Golf-Gala und Autogrammeschreiben stehen auf dem Programm, bevor am Donnerstag das DP World Tour-Turnier beginnt. "Das wird etwas Neues für mich sein. So im Mittelpunkt war ich wahrscheinlich noch nie", vermutete Straka. Der 33-Jährige schlägt nach achtjähriger Pause wieder auf heimischem Boden ab.

Seit Rang 43 beim Shot Clock Masters 2018 im Diamond Country Club von Atzenbrugg hat sich Straka auf den ganz großen Golf-Bühnen PGA-Tour, Ryder Cup und Olympia international einen Namen gemacht. "Als ich damals in Atzenbrugg gespielt habe, da haben mich die meisten Menschen nicht gekannt. Das wird jetzt ein neues Erlebnis sein für mich."

Rückkehr zum Ursprung

Es ist auch ein wenig eine Rückkehr zu den Ursprüngen, zumindest was Österreichs Topturnier betrifft. "Ich bin als Kind in Fontana (Golfclub in Oberwaltersdorf südlich von Wien, Anm.) aufgewachsen und habe dort immer zugeschaut, als es dort die Austrian Open gegeben hat. Ich habe sehr viele Erinnerungen ans Turnier", erzählte Straka.

Aus dieser Zeit stammt auch eines seiner Idole. "Für uns war das immer der Markus Brier. In Fontana sind wir immer mit ihm mitgegangen."

Ein paar Jahre später stand der Wiener selber im Starterfeld. Straka erspielte sich 2017 in Atzenbrugg als Siebenter der Lyoness Open seinen ersten ordentlichen Preisgeldscheck über 25.800 Euro. "Das war mein erstes gutes, großes Golfturnier, das ich gespielt habe als Profi."

Er habe damals in einem Flight mit Bernd Wiesberger gegolft. "Die Fans waren super. Ich freue mich auf dieselbe Atmosphäre von damals."

Straka wehrt Erwartungen ab

In den GC Kitzbühel-Schwarzsee-Reith kommt Straka mit der Empfehlung von vier PGA-Turniersiegen, zwei Ryder-Cup-Triumphen und einem bisher erspielten Preisgeld jenseits der 30-Millionen-Dollar-Marke.

Der Weltklassespieler ist dementsprechend mit einer großen Erwartungshaltung konfrontiert, die er aber abwehrt. "Gewinnen wäre natürlich super und ist immer das ultimative Ziel. Aber das kann man leider nicht erzwingen."

Um die Chancen zu verbessern, hat Straka vergangene Woche im Training an seinem Spiel gefeilt. Im Vordergrund stand die Arbeit mit dem Driver und dem Putter, da sich dort zuletzt Fehler eingeschlichen hatten.

Die Enttäuschung, den Cut bei der PGA Championship nahe Philadelphia verpasst zu haben, hat der ÖGV-Golfer zügig verarbeitet. "Ich schiebe es schon relativ schnell beiseite. Generell stört mich mehr, dass mein Spiel nicht wirklich in einer Position ist, dass ich dort vorne mitspielen habe können." Es fehle aber grundsätzlich nicht sehr viel.

"Ich gegen den Platz"

Dass in Kitzbühel die Siegchance aufgrund der nicht ganz so hochkarätigen Konkurrenz wie auf der PGA-Tour größer sein könnte, relativierte Straka. Im Mittelpunkt stehe der Golfkurs, nicht die Startliste. "Es ist immer ich gegen den Platz. Es werden bei dem Turnier genauso gute Spieler, die man vielleicht nicht ganz so gut kennt, dabei sein. Man muss sich einfach auf den Platz vorbereiten und versuchen, sein eigenes Spiel zu bringen."

Mit der "Spielwiese" unweit des Schwarzsees muss sich der gebürtige Wiener in den kommenden Tagen erst vertraut machen. Höhenlage, Gras oder Fairway-Längen werden in den Trainingsrunden abgecheckt.

"Das Umstellen sind wir gewohnt, weil wir ja jede Woche in einer anderen Stadt sind und auf anderen Gräsern spielen. Das wird alles früh in der Woche gemacht, am Donnerstag bin ich das hoffentlich alles schon gewohnt." Eine große Hilfe dabei ist sein Caddy Duane Bock, der Straka seit gut zwei Jahren zur Seite steht. "Der hat wirklich viel für mich gemacht in meinem Spiel. Beim Wind kennt er sich besser aus als fast jeder andere."

Straka wünscht sich Schwab

Straka freut sich indes auf seine ÖGV-Kollegen wie Bernd Wiesberger oder Maximilian Steinlechner, da man normalerweise auf unterschiedlichen Touren abschlägt. "Mit dem Max habe ich noch nicht gespielt, aber ich verfolge seine Karriere, er hat ein wahnsinniges Talent", meinte Straka.

Er würde sich einen speziellen Flight wünschen. "Ich würde sehr gerne mit Matthias Schwab spielen. Mit dem bin ich schon lange befreundet und habe ihn jetzt schon ein paar Jahre nicht gesehen."

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