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Kaum Rekordleistungen bei den umstrittenen Enhanced Games

Das scharf kritisierte Event blieb hinter den Erwartungen der Veranstalter.

Kaum Rekordleistungen bei den umstrittenen Enhanced Games Foto: © IMAGO / Beautiful Sports

Die umstrittenen Enhanced Games, bei denen verbotene Dopingmittel zugelassen waren, sind bei ihrer Premiere am Sonntag in Las Vegas hinter den Erwartungen der Veranstalter zurückgeblieben.

Im Zuge der 22 Wettkämpfe im Schwimmen, Gewichtheben und der Leichtathletik wurden zwar zahlreiche persönliche Bestleistungen erbracht, eine Flut von Resultaten, die gültige Weltrekorde übertrafen, gab es aber nicht. Das Event war von zahlreichen Seiten scharf kritisiert worden.

Fast alle griffen zu

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten in den acht Wochen vor der Veranstaltung Zugang zu Dopingmitteln wie beispielsweise Testosteron, Wachstumshormonen und Epo. 38 der 42 Athleten machten nach Angaben der Veranstalter unter medizinischer Begleitung davon Gebrauch. Was genau sie zu sich genommen haben, wurde nicht bekanntgegeben.

Mitgeteilt wurde jedoch, dass 91 Prozent Testosteron und 79 Prozent Wachstumshormone bekommen hätten. Zu dem Quartett, das nicht zu den ansonsten verbotenen Substanzen gegriffen hatte, gehörte laut seiner Aussage der ehemalige Sprint-Weltmeister Fred Kerley. Der US-Amerikaner gewann die 100 Meter in 9,97 Sekunden.

Schwimmer im verbotenen Anzug mit "Weltrekord"

Über 50 Meter Kraul schlug Kristian Gkolomeev nach 20,81 Sekunden an. Der Grieche war damit schneller als der offizielle Weltrekord von 20,88 Sekunden und bekam eine Million US-Dollar Bonus zusätzlich zu den 250.000 US-Dollar für den Sieg. Neben der Einnahme von Dopingmitteln zur Leistungssteigerung waren im Schwimmen auch noch die bei sonstigen Bewerben seit 2010 verbannten Ganzkörperanzüge erlaubt gewesen.

Die Veranstaltung wurde unter anderem vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und Anti-Doping-Agenturen scharf kritisiert. "Die Macher der Enhanced Games wollen vielleicht schnelles Geld verdienen, aber dieser Gewinn geht auf Kosten von Kindern auf der ganzen Welt, die glauben, dass sie Dopingmittel nehmen müssen, um ihre Träume zu verwirklichen", hatte USADA-Chef Travis Tygart betont.

Das österreichische Sportministerium und die NADA Austria bezeichneten die Spiele als fragwürdiges Spektakel, bei dem "Rekorde", Reichweite und wirtschaftliche Interessen über die Gesundheit von Athletinnen und Athleten gestellt würden.

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