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Rapid erwartet kein Umbruch, aber die Suche nach einer Sache

"Noch akzeptabel", lautet des Trainers Saisonfazit. Er weiß, woran er mit seiner Truppe arbeiten will. Die wird sich kaum so stark verändern, wie mancher Fan hofft.

Rapid erwartet kein Umbruch, aber die Suche nach einer Sache Foto: © GEPA

Eine Saison mit enormen Höhen und Tiefen endet für den SK Rapid genau da, wo die Schlussfolgerung den Klub hinhievt: Irgendwo in der Mitte.

Dass ein fünfter Platz samt gerade noch errungenem Europacup-Startplatz "nicht der Anspruch sein" darf, war eine Mahnung für die nächste Saison. Vor der nun eine Pause steht. Für die Spieler länger als für andere Beteiligte.

"Nicht viel mehr als noch akzeptabel", war das Prädikat von Johannes Hoff Thorup für die Saison. Soweit er sie beurteilen durfte: Also seit seiner Ankunft im Winter.

Die beiden Teilziele eines Einzugs in die Meistergruppe und des Erlangens eines europäischen Startplatzes wurden jeweils haarscharf erreicht. "Aber mehr als akzeptabel ist die Saison für mich nicht, weil es viele Tiefs auf dem Weg gab", unterstrich der Däne.

Zehn aus Acht

Und gab ehrlich zu: Die Hoffnung war eigentlich, die schneller abzuschütteln. Aufwärtstrends hielten selten länger als ein Spiel, das sei nun auch der erste erklärte Anspruch an die nächste Spielzeit: "Aus zehn Spielen acht gute zu machen, denn dann sind wir in einer anderen Position und werden andere Möglichkeiten haben."

Dass die trotz aller negativen Gefühle beim ersten Fazit auch in dieser Saison da waren, wollte Hoff Thorup nicht aus der Erinnerung geraten lassen: Dass das Heimspiel gegen Sturm ein Kampf um die Tabellenspitze war, und die Meisterträume zumindest theoretisch bis zur LASK-Auswärtsfahrt noch einen machbaren Aspekt hatten.

Nie wirklich schlechter?

Letztlich fehlte zur Realisierung: Die Konstanz. Es wird das Schlüsselwort des Blicks nach vorn.

"Die Konstanz, Spiele nicht zu verlieren, wenn du besser als der Gegner bist", lag vor allem die Heimniederlage gegen Hartberg dem Trainer noch schwer im Magen.

"Diese Inkonstanz begleitete uns die meiste Zeit der Saison. Das müssen wir ändern. Und ich glaube, dass Konstanz nur aus einer klaren Identität kommt. Die müssen wir den Spielern noch geben."

Wir wollen Stabilität. Wir wissen, wie wichtig es für das Teamgefüge ist, dass jetzt nicht zu viel passiert.

Markus Katzers Absage an einen Umbruch (via "Sky")

Dass die Saison für seinen neuen Klub nicht besser lief, wollte Hoff Thorup nur am Handeln in den eigenen Reihen festmachen, nicht an der Konkurrenz: "Bei allem Respekt zu den anderen Teams hatte ich nie das Gefühl, dass wir komplett an die Wand gespielt wurden. Wir hatten einfach keine ausreichenden Lösungen für das Geschehen. Es lag also an uns - wir müssen besser sein."

Freilich wollte der Trainer das nicht als frontale Kritik an seinen Spielern verstanden wissen, denen er eine gewisse "mentale Fragilität" angesichts des Saisonverlaufs einräumte, auch wenn prinzipiell einfach mit ihnen zu arbeiten sei.

Konstanz und Umbruch werden nicht zusammengehen...

Inwiefern sich das Aufgebot, mit dem er arbeitet, nun verändern wird? Ein Thema für verschlossene Türen.

Europacup-Einnahmen werden fraglos helfen, auch Transfererlöse wird es genügend geben: "Wir haben auch die Aufgabe, Spieler für den nächsten Schritt zu entwickeln. Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir keine Spieler hätten, an denen andere Vereine Interesse anmelden."

Gerade beim schon so betonten Schlagwort "Konstanz" wäre ein Kahlschlag freilich nicht angebracht, so viel Wunsch nach Veränderung am teuersten Kader aller Zeiten von außen auch herangetragen wird.

Zielspieler und -positionen gibt es aber schon.

...und deswegen gibt es keinen Umbruch

Besagte Pause wird daher nicht nur für Hoff Thorup, sondern auch Markus Katzer kürzer bis non-existent. Auch, wenn Letzterer bei "Sky" dringenden Bedarf nach einer anmeldet: "Es war wirklich nervenaufreibend und hat extrem viel Energie gekostet", gibt der Sportdirektor hinsichtlich des Auf und Ab der letzten Monate zu.

Dass der durch ihn zusammengestellte, teuerste Kader der Vereinsgeschichte nicht besser abschnitt, dieser Feststellung wich er leicht aus: "Der teuerste Kader war es auch deshalb, weil wir zum Schluss richtig gut verkauft haben. Für den Klub war es wichtig, mal diesen Step zu machen, weil es uns auch in dieser Transferperiode helfen wird, dass wir solche Preise vorher schon einmal bekommen haben."

Aber man werde reflektieren, was danach gemacht wurde. "Es ist ein Learning, wie lange die späten Transfers gebraucht haben, sich zu integrieren. Das sind Dinge, die man in zukünftige Entscheidungen mitnehmen muss."

Eine Ankündigung, diesen Sommer schon früh Nägel mit Köpfen zu machen?

Einem radikalen Umbruch erteilt auch "Mecki" gleich eine Absage: "Wir werden einige Dinge machen, aber keinen absoluten Umbruch, denn wir wollen Stabilität. Wir wissen, wie wichtig es für das Teamgefüge ist, dass jetzt nicht zu viel passiert."

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