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"Einiges drinnen" - Österreich-Duo greift bei PGA Championship an

Erstmals seit vier Jahren ist wieder ein ÖGV-Duo bei einem Major am Start. Für Wiesberger ist es das Comeback auf der größten Golf-Bühne nach vierjähriger Absenz.

"Einiges drinnen" - Österreich-Duo greift bei PGA Championship an Foto: © GETTY

Mit Sepp Straka und Bernd Wiesberger stehen ab Donnerstag erstmals seit vier Jahren wieder zwei Österreicher bei einem Golf-Major am Start.

Die beiden ÖGV-Asse schlagen bei der PGA Championship im Aronimink Golf Club in Newton Square (Pennsylvania) ab und kämpfen mit der von Scottie Scheffler und Rory McIlroy angeführten Weltelite um Topplatzierungen und Millionen-Preisgelder. "Wenn die Form so weitergeht wie die letzten Wochen, kann einiges drinnen sein", sagte Wiesberger.

Während Straka seit 2022 jedes Major-Event bestritten hat und nun seinen 20. Start bei einem der vier Topturniere vor sich hat, ist es für Wiesberger ein Comeback auf höchster Ebene.

Zuletzt hat der Burgenländer im Sommer 2022 bei den British Open aufgeteet - sowohl er als auch sein Landsmann Straka verpassten damals den Cut. Das heimische Duo hofft auf ein anderes Drehbuch in den kommenden Tagen auf dem anspruchsvollen Par-70-Kurs in Pennsylvania.

"Bonus-Turnier" für Wiesberger

Im Gegensatz zu Straka sicherte sich Wiesberger das Major-Ticket für diese Woche erst Anfang Mai, für ihn kam das eher unerwartet. "Es war heuer klarerweise relativ weit weg von meiner Saisonplanung. Aber aktuell fühle ich mich recht wohl am Platz und glaube, durchaus gut reüssieren zu können", meinte der Routinier.

Konstanz und Formanstieg beweist der neunfache Sieger auf der DP World Tour seit Anfang März, in sechs Turnieren gelangen ein Sieg sowie vier Top-15-Plätze. Durchbruch war jedenfalls der Triumph in Shanghai Ende April.

Die Folge ist nun Reisestress - von Barcelona nach Newton Square bei Philadelphia und dann wieder zurück nach Europa, wo in der letzten Mai-Woche das Heimspiel in Kitzbühel bei den Austrian Alpine Open wartet (Mehr dazu >>>).

Den Jetlag wollte Wiesberger nicht überbewerten. "Nach Westen zu reisen ist relativ einfach: Einfach gefühlt ein, zwei Abende länger aufbleiben und dann ist man auch schon im Rhythmus drinnen." Auch seine zehnte US-PGA-Championship-Teilnahme, die zugleich sein 31. Major ist, lässt ihn locker. "Es ist ein reines Bonus-Turnier für mich."

Auf Wiesberger wartet neue Spielwiese

Trotz all der Erfahrung ist für Wiesberger der Aronimink GC eine neue Spielwiese. "Den Platz kenne ich nicht. Ehrlich gesagt wusste ich bis vor drei Wochen nicht einmal, wo überhaupt gespielt wird heuer." Er habe sich "seither aber ein wenig schlau gemacht", damit er "zumindest mit etwas Vorwissen" die Proberunden bestreiten konnte.

Ähnliches gilt für Straka, der sich ebenfalls mit dem Kurs in Newton Square erst vertraut machen musste. Der gebürtige Wiener und frischgebackene 33-Jährige hat bisher eine wechselhafte Saison gespielt. Topresultate wie Platz zwei in Pebble Beach, Rang acht bei der Players Championship oder Rang vier vor knapp zwei Wochen in Miami wechselten sich mit zwei verpassten Cuts oder Resultaten jenseits der Top 40 beim Masters, beim RBC Heritage oder als Titelverteidiger bei der Truist Championship ab.

Bei seiner sechsten PGA-Championship-Teilnahme möchte Straka sein bisheriges Topergebnis - Rang sieben vor drei Jahren - toppen. Bei Wiesberger steht Platz 15 aus dem Jahr 2014 als bestes Resultat zu Buche.

Scheffler, McIlroy und Young favorisiert

US-Star Scheffler verteidigt unterdessen in Pennsylvania seinen Titel, im Vorjahr gewann der Weltranglistenerste mit fünf Schlägen Vorsprung. Dass der 29-jährige Texaner in Form ist, bewies er mit zuletzt drei zweiten Plätzen in Serie, darunter das Masters in Augusta. Den Sieg dort holte sich McIlroy, der zweitgerankte Nordire möchte nun nachlegen und seine dritte Wanamaker Trophy abräumen. Hoch im Kurs steht auch Players- und Miami-Sieger Cameron Young (USA), die Nummer drei im Ranking.

Dessen Landsmann Jordan Spieth unternimmt einen weiteren Versuch, den Karriere-Grand-Slam als erst siebenter Golfer zu vollenden. Im Blickpunkt stehen auch zwei Brüder-"Paare", die Engländer Matt und Alex Fitzpatrick sowie die dänischen Zwillinge Rasmus und Nicolai Höjgaard.

Matt gewann im April gleich zwei PGA-Turniere, das zweite in New Orleans mit seinem Bruder, der wiederum bei der Generalprobe am Wochenende in Charlotte Vierter wurde - zwei Plätze hinter Nicolai.

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