User Endzone: Prägend für die nächsten 15 Jahre

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Da sind wir wieder!

Auch nach Week 9 in der NFL gibt es viel zu besprechen. Gut also, dass es ab dieser Saison die "User Endzone" gibt - das NFL-Format von EUCH für EUCH.

Zwei User geben in verschiedenen Kategorien ihre Expertisen, Meinungen und Ansichten zum besten.

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und gerne auch Anregungen, schließlich will auch dieses Format weiterentwickelt werden.

Die Hosts in Week 9: "MatB" und "mundafinga".

USER MUNDAFINGA:

Arizona Cardinals (5-3) vs. Miami Dolphins (5-3) 31:34

Es war das Duell zweier junger Quarterbacks, die die nächsten 15 Jahre der Liga maßgeblich mitprägen dürften, zumindest wenn es nach den Fans dieser beiden Teams geht.

Auf der einen Seite Tua Tagovailoa, der hawaiianische Rookie der Dolphins in seinem zweiten Spiel von Beginn an. Auf der anderen Seite Kyler Murray, einer der aufregendsten Quarterbacks und ligaweit gefährlichsten Runner in seinem zweiten Jahr. Letzterer spielt sich langsam aber sicher in die MVP-Konversation.

Im Laufspiel kaum zu stoppen setzt er auch im Passspiel, vor allem als Deep Passer, regelmäßig Akzente, gegen Miami kamen vier Touchdowns auf gerade einmal fünf Incompletions. Tua hingegen musste erstmals selbst liefern, nachdem in seinem ersten Start letzte Woche die Defense und die Special Teams den Sieg fast im Alleingang klargemacht hatten. Und er lieferte.

Den Anfang machte zwar wieder die Defense mit einem Fumble Return-Touchdown, danach zeigte der Miami QB mit 20 von 28 Pässen für 248 Yards und 2 Touchdowns jedoch eine tadellose Leistung. Auch bei einigen Scrambles und designten Runs wirkte er fit und gesund, keine Anzeichen von fehlender Mobilität aufgrund seiner schweren Hüftverletzung aus seiner letzten College-Saison.

Ebenfalls eine sehr starke Leistung zeigte Cornerback Xavien Howard, der Star-Wide-Receiver DeAndre Hopkins fast komplett aus dem Spiel nahm, nur 3 Catches für 30 Yards zuließ. Und auch Jason Sanders - Mr. 100 Prozent - hat sich eine Erwähnung verdient. Der Dolphins-Kicker steht in dieser Saison bei 17 von 17 Field Goals und 21 von 21 Extrapunkten, hat nun saisonübergreifend 20 Field Goals in Serie getroffen und auch in diesem Spiel mit zwei Field Goals aus 50+ Yards, darunter dem Game Winner, Nervenstärke bewiesen.

Im Endeffekt machten Kleinigkeiten den Unterschied aus in diesem offenen Schlagabtausch, den am Ende die Dolphins mit 34:31 für sich entschieden. Und damit ist nicht nur das verschossene Field Goal von Zane Gonzalez kurz vor Ende der regulären Spielzeit zum möglichen Ausgleich gemeint.

Cardinals-Head-Coach Kingsbury hat sich mit einigen Entscheidungen bei 3rd & 4th Down rückblickend nicht mit Ruhm bekleckert, ebenso sorgte ein mentaler Fehler von Wide Receiver Andy Isabella kurz vor der Halbzeitpause für einen Unterschied von mindestens 3 Punkten, als er bei 3rd Down bereits ein neues 1st Down sicher hatte, beim Versuch Gegenspielern auszuweichen aber "freiwillig" wieder Yards verlor und den Dolphins den Ball zurückschenkte.

Eines haben Kingsbury, Isabella und viele andere Spieler der Cardinals, genau wie ihre Pendants auf Seiten der Dolphins gemeinsam: Sie sind noch jung, machen Fehler, werden aber stetig besser. Der Pfeil zeigt bereits kurzfristig bei beiden Teams deutlich nach oben, beide stehen bei 5-3 und sind mitten im Playoff-Rennen. Und wenn die Entwicklung (vor allem jene der beiden jungen Quarterbacks) so weiter geht, werden beide Teams auch langfristig Jahr für Jahr ein Wörtchen um die Playoffs und mehr mitreden, im Optimalfall für die nächsten 15 Jahre.

Pittsburgh Steelers (8-0, 24:19-Sieg gegen die Dallas Cowboys)

Es sind diese Spiele, in denen man eigentlich nur verlieren kann. Die Steelers kommen als einziges ungeschlagenes Team mit 7-0 in dieses Spiel und treffen auf die Dallas Cowboys, die bei ihrem vierten Quarterback angekommen sind, der durch eine verletzungsgebeutelte O-Line beschützt wird und deren Defense zum absoluten Bodensatz der Liga gehört. Doch wieder einmal bestätigt sich: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen! Wenn auch nur fast in diesem konkreten Fall.

Das vermeintlich größte Mismatch - Steelers D-Line gegen Cowboys O-Line - lief völlig anders als erwartet. Zwar konnte Cowboys-Quarterback Garrett Gilbert einigermaßen unter Druck gesetzt werden, dieser löste das jedoch sehr ordentlich, nicht zuletzt mit einigen Scrambles. Und gegen das Laufspiel sah die sonst so starke Laufverteidigung von Pittsburgh (wie schon letzte Woche gegen die Ravens) schlecht aus, 144 Rushing Yards standen am Ende zu Buche. Das eigene Laufspiel hingegen produzierte nur 46 Yards und wurde nach der Halbzeit nahezu aufgegeben, wohlgemerkt gegen die schlechteste Laufverteidigung der Liga.

Stattdessen musste es Big Ben richten, der nach einem Hit gegen das Knie kurz vor der Hälfte angeschlagen wirkte und sich kaum bewegen konnte, aber gut beschützt wurde (kein Sack). So stand es zur Hälfte 13:9, nach drei Vierteln 19:9 für die Texaner, ehe Roethlisberger im letzten Viertel 2 Touchdown-Pässe auf Juju Smith-Schuster und Eric Ebron warf und auf 24:19 stellte.

Um es nochmal spannend zu machen, verzichtete Head Coach Tomlin bei 4th & 1 an der Cowboys 15-Yard-Line mit 43 Sekunden auf der Uhr unerklärlicherweise auf ein Field Goal. Da Dallas aber nichts mehr zustande brachte, muss er sich keine Fragen zu dieser kuriosen Entscheidung gefallen lassen und darf sich über den besten Saisonstart in der Franchise-Geschichte und seine 14. Saison ohne negativen Record freuen.

Wie man den 8. Sieg in Serie geholt hat, wird in 1-2 Wochen niemand mehr hinterfragen, und Steelers-Fans wissen, dass gerade solche Spiele gegen haushohe Underdogs in den letzten Jahren bisweilen auch mal verloren wurden.

Christian McCaffrey (RB - Carolina Panthers - 69 Rushing-Yards, 1 TD - 82 Receivings-Xards, 1 TD)

An dieser Stelle sollte eigentlich wieder Dalvin Cook mit 252 Scrimmage Yards und 2 Touchdowns stehen. Aber aus Gründen der Abwechslung (wer will schon jede Woche dasselbe lesen?) habe ich mich für CMC entschieden.

Man kann den Panthers nicht vorwerfen, dass Sie McCaffrey nach seiner sechswöchigen Verletzungspause zu langsam wieder herangeführt hätten. Mit 28 Touches war das Workhorse sofort wieder Dreh- und Angelpunkt in der Offense von Carolina. 151 Scrimmage Yards und 2 Touchdowns standen am Ende im Statistikbogen, damit hat er seit 2019 drei Spiele mehr mit 150+ Yards als jeder andere Spieler in der Liga, und das trotz 6 Wochen Auszeit.

In seinen 3 Spielen heuer kommt er auf 374 Scrimmage Yards und 6 Touchdowns, damit wäre er auf Kurs für 2000 Yards und absurde 32 Touchdowns auf eine ganze Saison hochgerechnet.

Trotz alledem hat es für keinen Sieg gegen die Kansas City Chiefs gereicht. Ein sehr mutiger Auftritt gegen den großen Favoriten inklusive Fake Punt und drei 4th Down-Conversions wurde am Ende nur durch ein (zugegebenermaßen extrem langes) verschossenes Field Goal nicht belohnt.

Damit stehen die Panthers nach der vierten Niederlage en suite bei 3-5, interessanterweise wurden alle 3 Spiele mit McCaffrey verloren. Der Star-Running Back hat sich in der Schlussphase an der Schulter verletzt und ist Stand heute für das nächste Spiel fraglich.

Sollte McCaffrey das Spiel kommende Woche verpassen, würden somit Dalvin Cooks Chancen steigen, es wieder in diese Kategorie zu schaffen.

Tom Brady (QB Tampa Bay Buccaneers)

Man kann Brady sicher nicht allein die Schuld an diesem Desaster geben, aber er steht stellvertretend für diesen blamablen Auftritt von Tampa Bay.

Brady fand überhaupt nicht ins Spiel, übersah oder verfehlte mehrfach offene Receiver und führte eine der heißeren Offenses der letzten Wochen zu gerade Mal 194 (!) Total Yards und 13 First Downs (1 von 9 bei 3rd Down). Das 3:38 gegen die New Orleans Saints war die höchste Niederlage überhaupt für den sechsfachen Super Bowl-Sieger.

Zum ersten Mal in seiner langen Karriere verlor er beide Spiele der Regular Season gegen einen Gegner in der eigenen Division, womit Tampa Bay im Grunde bereits zwei Spiele hinter New Orleans ist. Und als wäre das nicht genug, ist sein langjähriger Rivale Drew Brees durch seine vier Touchdown-Pässe im direkten Duell in der "NFL Career Touchdown Passes"-Liste wieder an ihm vorbeigezogen (564 zu 561).

Das alles kam eher überraschend, zuletzt wirkten die Buccaneers wie das deutlich stärkere Team und waren dementsprechend Favorit bei den Buchmachern. Doch das Play-Calling von Arians bringt Brady immer wieder in lange 3rd Downs, die für den in diesem Spiel extrem starken Pass Rush der Saints ein gefundenes Fressen waren, so stand der G.O.A.T. bei 46 Prozent seiner Dropbacks unter Druck. Die Star Receiver haben vermehrt Probleme, Separation zu kreieren.

Und das Laufspiel? Mit gerade einmal fünf Rushing Attempts haben die Bucs in diesem Spiel einen 87 Jahre alten Rekord für die wenigsten Rush Attempts gebrochen.

Die Defense - ihres Zeichens eine Top 5-Defense - hatte keine Chance, die gut geölte Maschine Saints-Offense zu stoppen. Brees bediente zwölf (!) verschiedene Receiver und muss in diesem System nicht viel mehr als ein Ballverteiler sein. Womöglich macht sich der Ausfall von Tampas D-Liner und Run Stopper Vita Vea langsam doch bemerkbar.

Und unter dem Strich sind Divisions-Duelle immer noch ein Stück weit unvorhersehbarer als andere Duelle. Trotzdem wirft dieser Auftritt Fragen auf und die Buccaneers auf der Liste der NFC-Favoriten hinter die Seahawks und die Saints zurück.


USER MATB:

Was kann man sich Schöneres für die User Endzone vorstellen als diese Woche? "mundafinga" als bekennender Cardinals-Fan darf "seine" Cards in seinem Game of the Week begleiten. Meine Vorliebe zu den Bills und weniger zu Josh Allen sollte hier auch schon bekannt sein. Und die Bills sind auch die logische Wahl als mein Game of the Week.

Buffalo Bills (7-2) vs. Seattle Seahawks (6-2) 44:34

Die Vorzeichen waren eigentlich nicht so, wie es das Ergebnis am Ende aussagte. Die Seahawks kamen mit dem vermeintlichen MVP dieses Jahres (bis jetzt) Russell Wilson und einer 6-1-Bilanz ins Bills-Stadium nach Orchard Park. Die Bills samt Josh Allen schwächelten die letzten Spiele trotz einer 6-2-Bilanz.

Bei diesen Vorzeichen schwante mir Böses - man kann aber schon sagen, ich wurde eines Besseren belehrt, nein ich wurde sogar mitgerissen. Das Spiel hatte alles, was man sich im Football wünscht, viele Punkte, viele Big Plays, viele Defense-Momente, Blitze was das Zeug hält. Ich kann nur jedem raten, der die Möglichkeit hat, schaut es euch relive an.

Die Bills starteten wie aus der Pistole geschossen, zur Hälfte des ersten Viertels stand es bereits 14:0. In dieser Tonart ging es weiter, zur Pause stand es 24:10, was mehr als die halbe Miete für dieses Spiel war. Nur kurz musste jeder Bills-Fan zittern, bei 20:27 war es ein One Scoring Game, doch Josh Allen rückte es mit seinem TD-Run wieder gerade.

Was von diesem Spiel bleibt: Wilsons Status als möglicher MVP erhielt nach Week 7 wieder einen Kratzer, mit 2 Interceptions, 2 Fumbles und 5 Sacks war es auch bei 390 geworfenen Yards keine gute Vorstellung.

Im Gegenzug zu Wilson zeigte Josh Allen eine MVP-Vorstellung (und das aus meinem Mund). Zugegeben bei den ersten 3 TD-Drives wurde es ihm ziemlich leicht gemacht von der gegnerischen Defense. Am Ende des Tages 415 Yards und 3 TD, hinzu kommt ein selbst erlaufener TD bei 7 Sacks.

Für mich war aber nicht Allen Star des Spiels, sondern die von mir in den letzten Wochen so viel gescholtene Defense der Bills. 2 Interceptions, 2 FF, und 5 Sacks standen am Ende des Tages zu Buche. Ich bin schon gespannt, wie viele Gegner sich dieses Defense-Konzept gegen die Hawks zu Herzen nehmen.

Mein Star des Spiels:

A.J. Klein, 2 Sacks, 1 FF selbst recovert, immer mit Druck auf Wilson

New Orleans Saints (6-2, 38:3-Sieg bei den Tampa Bay Buccaneers)

Die Wahl fiel mir hier leicht, aber fast wären hier die Jets gestanden, hätten, ja hätten sie die Patriots geschlagen, was mehr als im Bereich des Möglichen lag.

Ich möchte hier nicht zu viel auf die Bucs und Brady eingehen, die hat ja mein Partner "mundafinga" schon "zerlegt" hat, sondern auf eine fast fehlerlose Leistung der Saints.

Das Retourspiel nach Woche eins, viele sahen die Bucs nun weiter als damals und dementsprechend auch als klaren Favoriten. Die Saints auf ihrer Seite haben die starken Vorschusslorbeeren noch nicht bestätigen können, und fielen aus der Riege der SB-Anwärter.

Drew Brees meldet sich mit seinen Saints und einer fehlerlosen Vorstellung in diese Riege zurück. Nach einem fulminanten 38:3-Erfolg, bei dem zur Pause bei 31:0 die Messe bereits gelesen war. Und das ohne richtigen #1-Receiver, das blinde Verständnis zwischen Drew Brees und Michael Thomas muss sich nach dessen Pause erst wieder finden.

Brees zeigte dennoch eine starke Vorstellung mit 222 Yds und 4 TDs. Er packte wieder lange Würfe aus, die ihm viele nicht mehr zutrauten. Hinzu kam, dass Taysom Hill in diesem Game endlich wieder funktionierte. Es hatte den Anschein, dass sich viele Teams auf ihn schon eingestellt hatten, die nächsten Wochen werden zeigen ob Sean Payton seine Rolle wieder neu entworfen hat.

Den Rest an diesem Abend machten die Defense und Tom Brady. Es war fast immer viel Druck auf Brady. Seine Receiver konnten ihm auch nicht helfen. Das Covern der Saints suchte seines Gleichen, und da macht auch Tom Brady Fehler, was die 2. und 3. Interception zeigt, dort war eigentlich niemand außer den Saints-Verteidigern.

Nach diesem Spiel sind die Bucs auf dem Boden der Realität und die Saints zurück bei den SB-Anwärtern. Wir alle kennen die NFL ,und es kann sich von Woche zu Woche ändern.

Star der Saints in diesem Spiel:

Defense der Saints & Taysom Hill

Davante Adams (WR - Green Bay Packers - 173 Receiving-Yards, 1 TD)

Viele denken sich nun vielleicht "what??". Sicherlich könnte hier auch ARod stehen, oder auch Josh Allen (oben mehr) oder...

Ich habe mich für Davante Adams entschieden, da mir ja "mundafinga" CMC und Dalvin Cook bereits weggeschnappt hat, tja wer zuletzt kommt, den bestraft das Leben (;-)).

Für mich ist Adams die letzten Wochen der Spieler der NFL. Als Alleinunterhalter auf Receiver-Seite der Packers, oft in Doppeldeckung, dennoch bekommt er nicht nur die Bälle, nein er fängt sie auch. Mit gekonnten Moves lässt er die Verteidiger aussteigen und spielt dann seinen Speed aus. Einer der komplettesten Receiver in der NFL. Die Stats der letzten 3 Wochen:

Week 7: 13 Receptions, 196 Yds, 2 TD
Week 8: 7 Receptions, 53 Yds, 3 TD
Week 9: 10 Receptions, 173 Yds, 1 TD

QB Nick Foles und seine Chicago Bears

Für viele war es der berechtigte Wechsel von Mich Trubisky zu Nick Foles. Für mich als etwas Außenstehenden war es nicht logisch.

Klar, Trubisky ist jetzt nicht der Top-QB, aber die Bears standen bei 3-0. Die Siege waren gegen Lions, Giants und Falcons. 6 Wochen später stehen die Bears nur noch bei 5-4. Darunter ein Sieg gegen die Bucs.

In den letzten Wochen zeigt die Tendenz mit 3 Niederlagen klar nach unten. Schien es noch so, als könnten die Bears die Packers in der Division etwas fordern, ist von dem nichts mehr zu sehen. Die Packers dürften die Division schon so gut wie in der Tasche haben und die Bears sehe ich nicht mal als Playoff-Kandidat.

Das größte Problem in Illinois: Sie können kein Kapital aus ihren Zahlen schlagen. Schon vorige Woche bei der OT-Niederlage gegen die Saints lagen sie ziemlich gleichauf mit den Saints. Diese Woche hatten die Bears um 150 Total Yards mehr, bei den Passing Yards standen 319 gegenüber 136. Derrick Henry bei 68 Yards zu halten, ist mehr als eine Super-Leistung der Defense.

Wenn man all diese Zahlen liest, würde man denken: ein klarer Erfolg der Bears. Aber weit gefehlt, es setzte wieder eine Niederlage. Nach meiner Analyse fehlt hier irgendwo ein Playmaker in der Offense – ein Davante Adams zum Beispiel. Was man schon sagen kann: Nick Foles ist es nicht, auf RB oder WR Fehlanzeige.

PETER ALTMANN:

SENF DER WOCHE:

1.) "mundafingas" Einschätzung, dass Tua vs. Kyler die nächsten 15 Jahre prägen wird, kann man sich durchaus anschließen (sollte vor allem Kyler Murray mit seiner Spielweise durchhalten). Schade, dass sie nur alle vier Jahre aufeinandertreffen, wenn sie uns nicht mit einer Super Bowl verwöhnen, was ich mir durchaus vorstellen könnte. Teil 1 dieser "Rivalität" war Must-See-TV, davon konnte man nicht die Augen lassen. Und ja, mit Lamar Jackson, diesem einem halbwegs Guten in Kansas City und, und, und... gibt es diverse Kandidaten, die die nächsten 15 Jahre prägen könnten.

Dass mit Brees und Brady an diesem Wochenende zwei jener Spielmacher ein direktes Duell (ihr letztes?) ausfochten, welche die letzten 15 (und mehr) Jahre prägten, passt so gesehen aus nostalgischen Gründen nicht so schlecht ins Bild, wenngleich man sich nicht eine derartige Einbahnstraße erhofft hätte.

2.) Zwei Fun Facts hat mir "mundafinga" noch mit auf den Weg gegeben. Lamar Jackson hat erstmals in seiner NFL-Karriere gewonnen, nachdem er zur Halbzeit hinten lag (bisher 0-6 inklusive Playoffs).

Und wirklich merkwürdig: Giants-Quarterback Daniel Jones hält nun bei einer Bilanz von 4-0 gegen Washington - und 1-16 gegen den Rest der NFL. Das könnte viele 2-16-Saisonen für die New Yorker geben.

3.) Soll man nach dem Beinahe-"Triumph" gegen New England eigentlich lachen oder weinen mit den New York Jets? Ich weiß es wirklich nicht.

4.) Dalvin Cook Superstar! Was der gute Herr zuletzt aufgeführt hat, ist atemberaubend und soll durch die folgenden Zeilen keineswegs geschmälert werden.

Aber: Die Detroit Lions hatten bei seinem 70-Yards-TD nur zehn Mann auf dem Feld, wofür sie gerade medial zurecht veräppelt werden. Besonders dämlich: Letzte Woche beim Debakel gegen Indy ist ihnen das sogar zwei Mal passiert.

Als ob nicht mehr alle hören würden, was Head Coach Matt Patricia so sagt...

5.) Jake Luton! DER Spielzug dieser Woche gelang selbstredend dem Rookie-QB der Jacksonville Jaguars, dem bei seinem zweiten NFL-Pass-Versuch das gelang, was ihr unten im Video sehen könnt.

Luton ist ein Sechstrunder 2020, sein "Rivale" Gardner Minshew ist ein Sechstrunder 2019. Also eine Kompetenz haben die Verantwortlichen in Jacksonville zumindest: Sie haben den Bill-Belichick-Kurs zum richtigen Scouting von "Sechstrunden-QBs" erfolgreich abgeschossen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Valentino Lazaro: Ein Traumtor, von dem er als Kind geträumt hat

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