news

User Endzone: So geht Rivalität

Metcalfs Show. Cook außerirdisch. Tuas Debüt. User Endzone:

User Endzone: So geht Rivalität Foto: © getty

Da sind wir wieder!

Auch nach Week 8 in der NFL gibt es viel zu besprechen. Gut also, dass es ab dieser Saison die "User Endzone" gibt - das NFL-Format von EUCH für EUCH.

Zwei User geben in verschiedenen Kategorien ihre Expertisen, Meinungen und Ansichten zum besten.

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und gerne auch Anregungen, schließlich will auch dieses Format weiterentwickelt werden.

Die Hosts in Week 8: "Snoob" und "marver711".

USER MARVER711:

Pittsburgh Steelers (7-0) vs. Baltimore Ravens (5-2) 28:24

Noch nie in der langen Tradition dieses hitzigen Duells kamen die Kontrahenten vor der Partie auf einen kombinierten Record von 11-1 - so gut waren beide Teams vor einer Begegnung also noch nie unterwegs.

Und es war das erwartet spannende Spiel mit zwei teils sehr dominanten Defenses. Lamar Jackson warf mit seinem ersten Pass direkt einen Pick-Six in die Arme von Robert Spillane. Jackson und seine Offense fanden bis zur Halbzeit dank der Mithilfe der Steelers (mit einem fragwürdigen 'Unnecessary Roughness Call' gegen Minkah Fitzpatrick sowie einem Fumble von Chase Claypool) zurück in die Spur und führten mit 17:7.

Die Steelers-Offense wirkte in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt. Mitte des letzten Viertels gingen die Steelers dank eines TDs von Claypool mit 28:24 in Führung. Die Defense hielt anschließend noch zwei Drives stand und brachte den Sieg für die Steelers über die Zeit.

Lamar Jackson zeigte in diesem Spiel mehr Schatten als Licht. Zwei Fumbles, zwei unnötige INTs, und in der ein oder anderen Situation war er vielleicht noch zu sehr auf den eigenen Run fixiert. Das Spiel hatte jedoch alles, was man sich von einer Defensiv-Schlacht und einer Rivalry erwartet.

Miami Dolphins (4-3, 28:17-Sieg gegen die LA Rams)

Seinen ersten Passversuch als Starter hat sich Tua Tagovailoa sicher anders vorgestellt. Kurz vor dem Pass wurde der Ball vom überragenden Aaron Donald freigeschlagen, der Fumble von den Rams recovert.

Die Dolphins und Tua steigerten sich aber und führten zur Halbzeit bereit mit 28:10, ließen im zweiten Durchgang auch nur noch einen TD zu.

Die Stats von Tua lesen sich mit 12/22 Pässen, 93 Yards und einem TD nicht überragend, wenn es dennoch für einen Sieg reicht, ist es jedoch umso schöner.

Die Defense der Dolphins wird immer stärker und scheint sich gefunden zu haben. Vor allem die Secondary gefällt mir immer mehr. Die Dolphins haben nun schon zwei Spiele Vorsprung auf die Patriots in der eigenen Division und sind mit einem Spiel weniger noch einen Sieg hinter den Bills. Vielleicht sehen wir ja die Dolphins dieses Jahr tatsächlich schon in den Playoffs.

Hier könnten ebenso die Falcons stehen, die nach gefühlten fünf Jahren mal wieder ein Spiel im letzten Viertel gewinnen konnten....

D-Line Pittsburgh Steelers

Es gab hier mehrere Alternativen wie etwa Mahomes vs. Jets, Wilson vs. 49ers... Schlussendlich wurde es die ganze  D-Line der Steelers. Es wäre unfair, hier einen einzelnen Spieler rauszupicken.

4 Sacks, 2 INTs und eine Pick-Six brachte die Defense als ganzes zusammen. Die Front der Steelers um Tuitt, Watt, Heyward, Dupree und Co. liefert derzeit jede Woche ab! Sie sorgt für ständigen Druck beim gegnerischen Quarterback und lässt auch gegen den Run sehr wenig zu. Wenn eine Line derart dominiert, ist es wahnsinnig schwer, ein Spiel zu gewinnen. Nach dem schon starken Vorjahr dachte man eigentlich, dass die Defense nicht noch einmal derart abliefern kann und es zumindest zu einer kleinen Regression kommen wird.

Gefühlt ist die Steelers Front derzeit aber sogar noch stärker! Mit solchen Leistungen der Steelers D-Line könnte es dieses Jahr wirklich weit gehen. Zu erwähnen wäre außerdem noch LB Robert Spillane, der gegen die Ravens mit 10 Tackles, 2 Passes defended, einer INT und eben dem Pick-Six groß aufspielte.

Detroit Lions (3-4, 21:41-Niederlage gegen die Indianapolis Colts)

Auch wenn es in der Vorwoche noch für einen Sieg gegen die im vierten Quarter nicht existenten Falcons gereicht hat, gab es diese Woche gegen die Colts absolut nichts zu holen.

Matt Patricia, der aktuelle Head Coach, wurde als Defensivspezialist geholt und sollte eine Patriots-ähnliche Defense installieren. Das funktioniert bis dato überhaupt nicht. Über 40 Punkte gegen eine nicht gerade überragende Colts-Offense ist einfach deutlich zu viel. Spieler wie etwa Trey Flowers und Desmond Trufant sollten die Defense eigentlich stabilisieren, liefern aber nicht wie gewünscht ab. Auch die eigene Offense kann nicht wie gewohnt abliefern und hat dieses Jahr Sand im Getriebe.

Es sieht nach einer weiteren Saison im grauen Mittelfeld aus. So wird's sicher auch für Matt Patricia und seinen Head-Coach-Posten nach der Saison eng...


USER SNOOB:

San Francisco 49ers (4-4) vs. Seattle Seahawks (6-1) 27:37

Mit großer Spannung habe ich dieses Duell erwartet, mit dem Spiel Ravens-Steelers war es für mich in den Top zwei der Spiele an diesem Wochenende.

Die Hawks sind seit Beginn der Saison in einer sehr guten Form, das Duo Wilson/Metcalf scheint im Moment unaufhaltbar zu sein. Wilson wird als Favorit für den MVP der Regular Season gehandelt, eine Ehre, die ihm trotz überragendem Play in den letzten Jahren immer wieder verwehrt wurde. Und Metcalf scheint in seinem zweiten Jahr nochmal einen Sprung nach vorne gemacht zu haben.

Auf der anderen Seite des Matchups standen die 49ers, die letzte Woche über die New England Patriots drübergefahren sind. Das Laufspiel war trotz Verletzung von Mostert sehr effektiv, und auch Garoppolo hat gegen die Pats zu überzeugen gewusst. Über die Klasse von Kittle braucht man sich mittlerweile nicht zu wundern, er gehört zu den besten (wenn nicht DER beste) Tight Ends der Liga.

Und so war ein Spitzenspiel zu erwarten, welches nur teils erfüllt wurde, aber für die Zuschauer trotzdem unterhaltsam war.

Das Spiel nahm erst langsam Fahrt auf, die ersten drei Possesions endeten in einem Punt. Im zweiten 49ers-Drive gab es direkt zwei Schrecksekunden für die Fans der Niners. Zuerst fumbelte Rookie-RB Hasty den Ball bei einem Lauf. Beim Versuch den Ball zu recovern war Brooks von den Hawks allerdings mit einem Körperteil im Aus und somit wurde nach einem Review entschieden: Der Fumble ging 'out of bounds' und der Ball blieb bei San Francisco.

Doch die Freude über den "Doch-nicht-Turnover" hielt nicht lange an. Im nächsten Play warf Garoppolo einen Pass auf Kittle, der intercepted wurde. Der TE hatte keine Chance auf den Catch, der Ball wurde in seinen Rücken geworfen. Dies läutete den ersten Drive des Spiels ein, der zu Punkten führen sollte.

Und hier wurde das erste Mal an diesem Abend die Klasse von DK Metcalf gesehen. An der 47-Yard-Linie aufgestellt, lief er eine einfache Crossing Route und fing den Ball in der Mitte des Feldes. Was danach passierte, war pure Athletik des angehenden WR-Superstars. Nicht nur, dass er seinem Bewacher entwischte, er umlief gleichzeitig auch zwei weitere Verteidiger und wurde dabei immer schneller. Bei diesem Touchdown sah man seine Schnelligkeit, bei seinem zweiten TD an diesem Abend konnte er seine Größe und Stärke gut einsetzen. Eine einfache Post Route hat ausgereicht, um mit seinem Körper den Ball vom Verteidiger zu separieren. Trotz einer Flag gegen den Defender hielt er den Ball zum TD fest. Mit 12/15 Catches für 161 Yards und 2 TDs war Metcalf definitiv einer der Matchwinner für die Hawks.

Nach einem Austausch von Touchdowns und Punts beider Teams ging es in die Halbzeit. Zu diesem Zeitpunkt stand es 7:13 aus Sicht der 49ers, alles war noch möglich.

Im dritten Viertel übernahmen die Hawks jedoch komplett das Kommando und zogen den Niners uneinholbar davon. Während Seattle aus drei Drives ein Field Goal und zwei Touchdowns erzielte, musste San Francisco zwei Mal punten und verlor einen Fumble beim Kick Return. Aus diesem Loch konnten sich die Niners nicht mehr ziehen, das Spiel war aus der Hand gegeben. Da reichte auch eine beherzte Leistung (18/25, 238 Yards, 2 TDs) von Back-Up QB Nick Mullens nicht aus, um die 49ers auf die Siegerstraße zu bringen.

Zu allem Unglück mussten sowohl Garoppolo, als auch Kittle das Spiel verletzt verlassen, beide mit Knöchelverletzungen. Diese Entwicklung wird im Laufe der kommenden Woche zu verfolgen sein, da ein längerer Ausfall beider Spieler die Chancen der Niners auf das Erreichen des Playoff erheblich senken würde. Auch könnte die bereits erwähnte gute Leistung von Mullens erneut eine QB-Diskussion bei San Francisco auslösen. In dieser Phase der Saison sind solche Themen innerhalb einer Mannschaft sehr störend.

Was bleibt, ist eine Seahawks-Mannschaft, die weiter marschiert - angeführt von einem Wilson, der zurecht als MVP der Season gehandelt wird, und DK Metcalf, der offenbar Woche für Woche immer besser wird. Die 49ers auf der anderen Seite mussten eine deutliche Niederlage einstecken, verloren zwei Schlüsselspieler und konnten den Schwung aus dem Patriots-Spiel vor einer Woche nicht mitnehmen. Beim sehr schweren Schedule der Niners (Packers, Saints, Rams, Bills) und den Verletzungen wird es nicht einfacher, zu mehr Siegen zu kommen.

Cincinnati Bengals (2-5-1)

Eigentlich hatten diese Woche nicht viele die Bengals auf der Win-Seite erwartet. Immerhin ging es gegen die bei 5-1 stehenden Titans, die mit Derrick Henry den wohl aktuell besten Running Back in ihren Reihen haben. Und mit Ryan Tannehill ist auf Seite der Titans auch ein guter Quarterback am Werk. So musste man eher von einer Niederlage ausgehen. Was die Bengals aber an diesem Wochenende abgeliefert haben, war sehenswert.

Joe Burrow zeigt immer mehr, wieso er als erster Spieler in diesem Draft-Jahrgang gezogen wurde. Eine saubere und überlegte Leistung seinerseits führte die Bengals zum zweiten Sieg in dieser Saison. Burrow hatte am Ende des Spiels 26/37 Pässe für 249 Yards und zwei Touchdowns zu Buche stehen. Das Wichtigste aber war, dass er keine kostspieligen Turnover produzierte. Damit kann man von einer guten Leistung sprechen.

Auch defensiv wussten die Bengals gegen die Titans zu überzeugen. Zwar konnten sie nicht alle Playmaker unter Kontrolle halten (Corey Davis überzeugte mit acht Catches für 128 Yards und einem Touchdown), doch den wichtigsten hatte man unter Kontrolle (eine Statline von 122 Yards Rushing und einem Touchdown muss man gegen Henry heutzutage als Erfolg ansehen). Neben den beiden eben erwähnten Spielern konnte sich bei Tennessee keiner in der Offensive entscheidend einbringen. Wenn man sich die Leistungen von Tannehill und Co. in dieser Saison ansieht, durfte mehr erwartet werden, als nur 20 Punkte gegen eine Bengals-Defense, die wahrlich nicht zu den Elite Groups in der NFL zählt.

Dalvin Cook (RB - MIN – 30 Rushes, 163 YDS, 3 TDs / 2 Catches, 63 YDS, 1 TD)

Was war das bitte für eine Leistung? War Cook letzte Woche nicht Out weil verletzt? Gab es nicht unter der Woche Zweifel an seinem Einsatz vs. Packers? Diese Leistung ist wohl die allerbeste Art und Weise, die man bei der Rückkehr auf das „Gridiron“ haben kann. Beim Verfolgen des Spiels hatte man das Gefühl, dass außer Cook niemand auf der Seite der Vikings gespielt hat, dies aber auch nicht musste. Stellvertretend für die Leistung hier der schönste der vier Touchdowns.

Die Statistik für Cook diese Woche ist zum Zunge schnalzen. 226 „Yards from Scrimmage“ und sage und schreibe 4 Touchdowns sollten für den NFC Player of the Week reichen. Für meine Wahl des Spielers der Woche reicht es auf jeden Fall

New York Jets

Nachdem ich in Week 4 bereits angedeutet habe, dass sich die Jets diesen Platz hier verdient hatten, sind sie heute meine Wahl als Loser of the Week. Und dies hat nur bedingt mit der Niederlage gegen groß aufspielende Chiefs zu tun.

Okay, man muss sich dann auch nicht so abschießen lassen ohne wirkliche Gegenwehr. Weder konnte man T. Kelce (8/109/1) in Schach halten noch hat man ein Mittel gegen Tyreek Hill (4/98/2) gefunden. Insgesamt hat man nichts gegen die Chiefs ausrichten können. Man hatte in der zweiten Halbzeit das Gefühl, dass Kansas das Spiel als Trainingseinheit sieht und Spielzüge ausprobiert. P. Mahomes beendete das Spiel mit 416 Yards, 5 Touchdowns und wurde vorzeitig durch Chad Henne ersetzt.

Und dann bleibt noch die Frage, was die Jets in der Halbzeit machen. Normalerweise passen die Coaches die Taktik an, motivieren ihre Spieler und sorgen mit ihren Ansprachen für meist verbesserte Leistungen nach der Pause. Doch von dem ist bei den Jets nichts zu sehen. Letzte Woche hat man nach dem Break gerade einmal 4 Yards erspielt, diese Woche sah es nicht viel besser aus. In der gesamten zweiten Halbzeit konnte man nur zwei First Downs und insgesamt 63 Yards erzielen. Das führte zu fünf Three-and-Outs. An dieser Stelle muss man die Coaching-Qualitäten von Adam Gase hinterfragen.  

Mittlerweile sollte auch dem Letzten klar sein, dass die Jets um den 1st Round Pick im kommenden Draft spielen, um sich eventuell Trevor Lawrence zu holen. Manch ein Scout spricht vom QB der Clemson Tigers als „generational talent“. Und wenn sich dies bewahrheiten sollte, stehen die Jets vor der schweren Entscheidung, ob sie das Investment in Sam Darnold aufgeben wollen und den kompletten Neustart wagen oder nicht. Darnold hat bewiesen, dass er im Stande ist ein NFL Team zu führen, jedoch stellt sich die Frage, ob das bei den Jets möglich ist. Und dann weiß man auch nicht, wie sich der nächste Rookie schlagen würde. Bei den Cardinals ist dieses Risiko aufgegangen, als man J. Rosen weggetradet hat, nachdem man K. Murray 1st overall gepickt hat. Dies muss aber nicht immer gut gehen.


PETER ALTMANN:

SENF DER WOCHE:

1.) Hoffentlich geht es euch allen gut - in Wien und überall sonst. Das hat natürlich absolute Priorität. Es gab schon einfachere Zeiten.

2.) Ich habe das Brady/Belichick/Patriots/Newton-Thema bislang weitestgehend vermieden. Ich denke, an wen dieses Fernduell bislang geht, muss man nicht näher ausführen. Wie mies sich Cam Newton jedoch seit seiner Rückkehr von seiner Covid-Erkrankung schlägt, ist allerdings geradezu irritierend.

Wie er das richtungsweisende Division-Duell gegen Buffalo mit seinem Fumble mehr oder weniger im Alleingang wegwarf, zeugt davon, dass er einerseits übermotiviert ist, es allen zu zeigen, zweitens dazu derzeit jedoch nicht in der Lage ist - ob nur mental oder auch körperlich sei dahingestellt.

Denn eines sei klargestellt: Cam in Normalform zählt ohne Zweifel zur Elite der Liga. Die gravierenden Verletzungsprobleme der vergangenen Jahre könnten ihm jedoch einen Teil seiner Superkräfte geraubt haben - und dazu gehört auch sein normalerweise immenses Selbstbewusstsein. Aber ist es auszuschließen, dass Newton wieder zu "alter" Form findet?

Ich halte es stets für gefährlich, Könner, von denen man weiß, was sie theoretisch drauf haben, frühzeitig abzuschreiben, wenn es gerade mal nicht läuft. Also sollte man weder Cam, noch Belichick (den schon gar nicht!!!!!!!!) frühzeitig in die Pension schreiben. Beiden sind bessere Zeiten zuzutrauen. Die Frage ist, ob noch in dieser Saison und gemeinsam - diesbezüglich darf man zumindest skeptisch sein.

3.) Apropos irritierend: Die Offense der Dallas Cowboys seit dem Saisonende von Dak Prescott ist schlichtweg erbärmlich. Dass man sich nicht um einen tauglichen Backup-QB bemüht hätte, kann man den Texanern nicht vorwerfen, auch wenn Andy Dalton vorerst maßlos enttäuscht.

Das nicht gänzlich unbedeutende Duell im Schneckenrennen um die NFC-East-Krone startete Nummer drei Ben DiNucci - ein Rookie, der in der 7. Runde gezogen wurde. Der letzte Rookie-Siebtrunder, der ein Spiel startete, war 2005 ein gewisser Ryan Fitzpatrick, dessen relativ erfolgreicher Karriere-Verlauf nicht stellverstretend für so spät im Draft gewählte Spielmacher steht. Diese gehen meist als No-Names in die NFL-Geschichte ein.

DiNucci einen Vorwurf zu machen, wäre lächerlich. Es gab schon talentiertere Greenhorns, die nicht gut aussahen. Aber dass Dallas Handlungsbedarf auf der QB-Position hat, steht außer Frage. Und trotz Horror-Bilanz (2-6) ist man voll im Rennen um den Division-Titel und somit eine Playoff-Teilnahme. Also täte es sich schon auszahlen, eine Alternative zu/Konkurrenz für Dalton aufzutreiben.

Man stelle sich etwa jemanden wie Fitzpatrick mit diesen Offense-Kollegen vor... Hui!

4.) Es gibt sicherlich viele, die an Jimmy Garoppolo glauben. Ich gehöre nicht wirklich dazu.

Genauso wie es Franchises gibt, die aus der Genialität ihres Spielmachers zu wenige Titel herausgeholt haben, weil der restliche Kader nicht gut genug war (beispielsweise die Colts mit Peyton Manning oder derzeit die Packers mit Aaron Rodgers), hat in der jüngeren Vergangenheit einigen Teams ein halbwegs tauglicher QB gefehlt, um mehr zu erreichen - die Rex-Ryan-Jets mit Mark Sanchez kommen mir da spontan in den Sinn, oder auch die Chicago Bears, die immer wieder gute Kader hatten, aber nun schon ziemlich lange unter unterdurchschnitlichen Spielmachern leiden (mit Rex Grossman muss man erst einmal in die Super Bowl kommen...).

Die San Francisco 49ers haben derzeit ein Spieler-Fundament, das Super-Bowl tauglich ist. Der Roster zählt zur absoluten NFL-Elite. Die aktuelle Phase, in der man trotz einer absurden Anzahl verletzter Spieler halbwegs kompetitiv ist und immer wieder neue Akteure in der Tiefe des Rosters findet, beweist, dass die Final-Teilnahme der Vorsaison keine Eintagsfliege gewesen sein muss.

Dass Garoppolo mal stark und mal eher weniger (wie in Seattle) agiert, ist hier eine Blockade, die immer offensichtlicher wird. Sein Kontrakt ist praktischerweise team-freundlich, die 49ers könnten sich ohne große finanzielle Verluste trennen. Nun fehlt der QB verletzungsbedingt. Eine Phase, in der sich das nicht gerade Risiko-scheue Management der Niners überlegen sollte, wie man diese Personalie löst.

5.) Patrick Mahomes, Justin Herbert, Drew Lock - die AFC West könnte in Sachen Quarterbacks auf viele Jahre hinaus Spaß machen. Falls es bei Lock aus irgendeinem Grund doch nichts mit der großen Karriere wird, dann eben ab zu Dancing Stars:


Kommentare