Endstand
31:27
10:3 , 7:10 , 14:14 , 0:0
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Diese zwei Teams bestreiten Super Bowl LX

Die Seahawks gewinnen den Schlagabtausch im NFC Championship Game gegen die Los Angeles Rams - und folgen damit den New England Patriots in die Super Bowl.

Diese zwei Teams bestreiten Super Bowl LX Foto: © GETTY

Die Seattle Seahawks spielen am 9. Februar (00:30 Uhr, MEZ) in Santa Clara um den zweiten Super-Bowl-Titel ihrer Franchise-Geschichte!

Die topgesetzte Mannschaft in der NFC setzt sich am Sonntag im NFC Championship Game mit 31:27 gegen die Los Angeles Rams durch.

Sowohl Sam Darnold als auch Matthew Stafford werfen für über 340 Yards und drei Touchdowns, am Ende schaffen es die Seahawks jedoch, sich ihren Divisionsrivalen vom Leib zu halten.

In Super Bowl LX bekommen es die Seahawks mit den New England Patriots zu tun. Die Patriots setzten sich zuvor im AFC Championship Game gegen die Denver Broncos durch >>>

Zuletzt stand Seattle in der 2014er-Saison im NFL-Endspiel, dort unterlag man jedoch ausgerechnet den New England Patriots.

SO LIEF DAS SPIEL:

Das Spiel beginnt mit einem "Three and Out" aus Sicht der Rams.

Viel besser läuft es im ersten Drive der Seahawks: Ein 51-Yard-Pass von Sam Darnold zu Rashid Shaheed bringt Seattle schnell in die Redzone, nur vier Plays später drückt Kenneth Walker der Ball mit einem 2-Yard-Lauf zur schnellen 7:0-Führung für die Seahawks über die Linie.

Ein ähnlicher Dosen-Öffner, um den Drive so richtig zu laufen zu bringen, haben ein paar Minuten später auch die Rams: Matthew Stafford findet dabei seine Lieblingsanspielstation Puka Nacua für eine 44-Yard-Completion.

Recht viel mehr gelingt danach jedoch nicht. Nach drei aufeinanderfolgenden Incompletitions wird Rams-Kicker Harrison Mevis aufs Feld geholt. Dieser verwertet sein 44-Yard-Field-Goal zum 3:7.

Die Seahawks bewegen den Ball auch in ihrem zweiten Drive sehr gut und finden sich nach sieben Spielzügen bereits in der gegnerischen Redzone wieder. Dort macht die Rams-Defense jedoch dicht, weshalb auch Seattles Kicker ausrücken muss: Jason Myers' 27-Yard-Field-Goal sorgt dafür, dass die Seahawks wieder mit einem Touchdown in Führung liegen.

10:3. 54 Sekunden noch zu spielen im ersten Viertel.

Auch die Rams-Offense arbeitet sich im folgenden Drive rasch in die gegnerische Hälfte vor, haben jedoch Glück, den Drive überhaupt mit drei Punkten abschließen zu dürfen, nachdem Stafford bei 3rd & 10 von DeMarcus Lawrence gesackt wird und der Rams-Quarterback dabei den Ball verliert. Sein Offensive Lineman Kevin Dotson ist jedoch zur Stelle und wirft sich auf das Spielgerät.

Mevis sieht sich daraufhin einem 50-Yard-Kick ausgesetzt, verwertet diesen jedoch sicher - womit die Rams ihren Rückstand auf 6:10 verkürzen. 12:11 Minuten im zweiten Viertel noch auf der Uhr.

In weiterer Folge gelingt es auch der Rams-Defense das erste Mal, einen Punt zu erzwingen - auch dank eines Sacks von Braden Fiske.

Die Rams-Offense nützt die Vorlage der eigenen Defense aus und lässt den ersten Touchdown folgen: Stafford führt sein Team binnen 7:23 Minuten 87 Yards das Feld hinunter - abgeschlossen wird der Drive mit einem 9-Yard-Pass zu Running Back Kyren Williams.

13:10 für Los Angeles. 1:55 Minuten noch zu spielen im zweiten Viertel.

Obwohl in weiterer Folge jeweils ein Punt von beiden Teams folgt, bleibt genügend Zeit auf der Uhr für Seattle, um das Spiel in der ersten Halbzeit ein weiteres Mal zu drehen.

Entscheidend ist ein 42-Yard-Pass von Darnold zu Jaxon Smith-Njigba, der Seattle in Field-Goal-Range bringt. Die Seahawks trachten jedoch nach mehr - und wieder ist es Smith-Njigba, der liefert. Darnold findet seinen Lieblings-Receiver im Eck der Endzone für einen 14-Yard-Touchdown-Pass.

17:13 für die Seahawks - und das 34 Sekunden vor Ende der Halbzeit.

Der folgende Versuch der Rams, nochmal in Field-Goal-Range zu kommen, misslingt, weshalb es mit 17:13 für Seattle in die Halbzeit-Pause geht.

Auch das dritte Viertel beginnt ganz nach dem Geschmack der Seahawks - und das obwohl man nach fünf Plays punten muss. Allerdings macht sich hier die Special-Teams-Schwäche der Rams wieder bemerkbar: Los-Angeles-Returner Xavier Smith lässt den Ball fallen und Dareke Young schmeißt sich für Seattle auf den Fumble.

Damit dürfen die Seahawks direkt an der gegnerischen 17-Yard-Linie weitermachen - und scoren auf Anhieb. Darnold findet seinen Receiver Jake Bobo in der Endzone, der den Ball fängt und auf 24:13 für Seattle stellt.

Es ist erst Bobos vierter Catch in der laufenden Saison.

Vom Fehler des eigenen Special-Teams angestachelt marschiert die Rams-Offense im folgenden Drive in Windeseile übers Spielfeld - und verkürzt mit einem 4-Plays-Touchdown-Drive.

Eröffnet wird der Drive mit einem 40-Yard-Pass von Stafford zu Colby Parkinson. Dazwischen macht auch Davante Adams mit einem 29-Yard-Catch sehr viel Raumgewinn. Den Schlusspunkt setzt dann wieder Adams mit einem gefangenen 2-Yard-Touchdown.

Los Angeles verkürzt auf 20:24. 9:41 Minuten zu spielen in Viertel Nummer drei.

Seattle lässt die Rams allerdings nicht so richtig rankommen, denn gleich im nächsten Drive lässt Sam Darnold den nächsten Touchdown folgen.

Diesmal brauchen die Seahawks 4:49 Minuten, um den Ball in der gegnerischen Endzone unterzubringen. Am Ende ist es ausgerechnet Ex-Ram Cooper Kupp, der den 13-Yard-Pass fängt und Seattles Führung wieder auf 31:20 ausbaut.

4:52 Minuten noch auf der Uhr im dritten Quarter.

Der Schlagabtausch setzt sich auch in weiterer Folge fort. Ein 35-Yard-Pass zu Davante Adams bringt die Rams schnell in die Spielfeldmitte.

Dort sieht es zunächst so aus, als könnten die Seahawks einen Punt erzwingen - eine dumme Taunting-Strafe gegen Riq Woolen sorgt jedoch dafür, dass L.A. einen First Down geschenkt bekommt und doch nicht punten muss.

Gleich im nächsten Spielzug bestraft Stafford die Seahawks-Defense mit einem 34-Yard-Pass zu Puka Nacua, der sich mit dem Ball über die Goal-Line drückt.

Die Rams verkürzen auf 27:31. Im dritten Viertel sind zu diesem Zeitpunkt noch 2:06 Minuten offen.

Ein Sack von Kamren Kinchens zwingt Seattle im folgenden Drive zu einem Punt an der Mittellinie - womit die Rams den Ball zurückerhalten.

Matthew Stafford bleibt weiter am Drücker und führt seine Mannschaft beinahe 90 Yards übers Spielfeld bis an die gegnerische Endzone. Davor nimmt der Routinier unter anderem auch ein Mal seine Beine in die Hand, um bei 4th & 1 einen First Down zu erlaufen.

Allerdings fehlt dem Rams-Drive letztlich das Happy End. Die Seahawks-Defense macht in der Redzone die Tür zu, zwingt L.A. in einen vierten Versuch - nachdem man vier Punkte zurückliegt, spielen sie diesen auch aus. Jedoch ohne Erfolg.

Stafford versucht den Ball zu Terrance Ferguson zu befördern, Devon Witherspoon springt aber dazwischen und erzwingt den Turnover on Downs.

Seattle bleibt 31:27 in Führung. Nur mehr 4:54 Minuten im letzten Viertel zu spielen.

Seattles Offense wird an der eigenen 28-Yard-Linie in einen wichtigen dritten Versuch gedrängt. Darnold findet Kupp mit einem Pass für einen neuen First Down - allerdings ist es eine mehr als knappe Entscheidung. Rams-Head-Coach Sean McVay entscheidet sich gegen eine Challenge - womit Seattle im Ballbesitz bleibt.

Nachdem Los Angeles alle Timeouts verbrennt, schafft es die Rams-Defense immerhin, nochmal einen Punt zu erzwingen.

25 Sekunden bleiben auf der Uhr, als Matthew Stafford sieben Yards vor der eigenen Endzone das Feld betritt, um doch noch irgendwie ein Touchdown-Wunder heraufzubeschwören. Dieses bleibt allerdings aus: Nach Staffords letztem Pass zu Nacua läuft die Uhr aus.

DAS BEDEUTET ES FÜR BEIDE TEAMS:

Die Seattle Seahawks ziehen erstmals seit zwölf Jahren wieder in die Super Bowl ein! Zu Beginn der 2010er Jahren standen die Seahawks in zwei aufeinanderfolgenden Jahren in der Super Bowl, konnten jedoch bloß jene in der Saison 2013 für sich entscheiden, 2014 unterlag man im Endspiel den New England Patriots.

Jene Patriots sind auch am 9. Februar (00:30 Uhr) in Santa Clara die Gegner. Interessant: Mit Mike Vrabel (New England) und Mike Macdonald (Seattle) kommt es dort zum Duell zweier Head Coaches, die erst das erste Jahr bei ihren Teams im Amt sind.

Was Macdonald in Seattle geleistet hat, verdient höchsten Respekt. Binnen eines Jahres hat er nicht nur eine Top-3-Defense aus dem Boden gestampft, sondern den Seahawks auch wieder unbändigen Siegeswillen eingehaucht.

Mit Sam Darnold als Quarterback kommt natürlich eine ganz besondere Geschichte dazu. Der ehemalige Nummer-3-Pick des 2018er-Drafts wurde nach seiner Zeit bei den New York Jets bereits als "Bust" abgestempelt und pendelte in den weiteren Jahren bei den Carolina Panthers und San Francisco 49ers zwischen Bank und ein bisschen Spielzeit, ehe er 2024 bei den Minnesota Vikings den Durchbruch schaffte. Seattle hat zugeschlagen im vergangenen Frühling und erntet nun die Früchte.

Anders die Situation bei den Los Angeles Rams, wo Matthew Stafford seit vielen Jahren als einer der besten Quarterbacks der Liga gilt. Heuer darf sich der 37-Jährige womöglich die erste MVP-Trophäe seiner Karriere abholen, für den erneuten Einzug in die Super Bowl reichte es jedoch nicht. Immerhin darf sich Stafford darüber hinwegtrösten, dass er sich 2021 gemeinsam mit Sean McVay bereits zum Super-Bowl-Sieger krönen durfte.

Interessant wird zu sehen sein, wie oft wir Matthew Stafford auf dieser Bühne noch antreffen werden. Mit 37 Jahren ist er doch in einem Alter, wo man schon langsam über ein mögliches Karriereende nachdenkt.

SEATTLE SEAHAWKS:

Name

Passing Yards

Rushing Yards

Receiving Yards

Sam Darnold

346 (3 TDs)

9

Kenneth Walker

62 (1 TD)

49

George Holani

4

27

Jaxon Smith-Njigba

153 (1 TD)

Rashid Shaheed

51

Cooper Kupp

36 (1 TD)

Jake Bobo

17 (1 TD)

A.J. Barner

13

LOS ANGELES RAMS:

Name

Passing Yards

Rushing Yards

Receiving Yards

Matthew Stafford

374 (3 TDs)

16

Kyren Williams

39

22 (1 TD)

Blake Corum

55

24

Puka Nacua

4

165 (1 TD)

Davante Adams

89 (1 TD)

Colby Parkinson

62

Tyler Higbee

12


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