Toronto mit starkem Pöltl erkämpft Playoff-Ausgleich
Der Wiener zeigt eine sehenswerte Leistung, sein Team kann die Serie ausgleichen.
Die Toronto Raptors haben am Sonntag auch das zweite Heimspiel der ersten Playoff-Runde in der NBA gegen die Cleveland Cavaliers gewonnen und im "best of seven" damit auf 2:2 gestellt.
Der Wiener Jakob Pöltl lieferte beim hart erkämpften 93:89 mit zehn Punkten und sechs Rebounds seine bisher stärkste Leistung in der K.o.-Phase ab. Hinzu kamen je ein Assist, Steal sowie Block in 20:55 Einsatzminuten. Pöltl sprach von einem "Wahnsinns-Spiel".
Bis zum Ende hoch spannend
Die Zuschauer in Toronto erlebten ein Spiel mit überschaubaren Trefferquoten, aber einen echten Play-off-Fight. Die Raptors verwerteten 31 von 97 Würfen (32 Prozent), die Gäste aus Ohio 32 von 87 (36,8 Prozent).
Noch düsterer sah es mit 4 von 30 (13,3 Prozent Toronto) bzw. zehn von 40 (25 Prozent Cleveland) aus der Distanz aus. Die Partie blieb bis ins Finish hoch spannend. Entscheidend war letztlich ein 17:5-Lauf der Raptors in den letzten fünf Minuten.
"Keine gute offensive Performance"
"Es war von beiden Teams keine gute offensive Performance", sagte Pöltl. Aber die Raptors seien ein Kollektiv, "das defensiv auf jeden Fall einiges wettmachen kann". Er gehe mit "sehr viel Selbstvertrauen" aus dem Spiel heraus, so der Center.
Er erhalte zwar "ein bisschen weniger Minuten als gewohnt, aber Collin (Murray-Boyles, Anm.) spielt bis jetzt eine sehr, sehr starke Serie. Ich versuche, das meiste aus meinen Minuten zu machen, sowohl offensiv als auch defensiv alles am Court zu lassen, in jeder Minute mit Vollgas zu spielen", ließ der heimische NBA-Pionier wissen.
Scottie Barnes und Brandon Ingram erzielten je 23 Punkte für die Kanadier. Donovan Mitchell und James Harden brachten es auf 20 bzw. 19 Zähler für die Gäste.
Spiel fünf der Serie steigt am Mittwoch in Cleveland. Die Raptors werden weiterhin nicht auf Immanuel Quickley zurückgreifen können. Der Spielmacher laboriert an einer Oberschenkelverletzung.