NEWS

Hadjar geopfert: Verstappen rechtfertigt Taktik

Im Spa-Qualifying musste die Nummer zwei aus taktischen Gründen auf den Kampf um die Top-Zeiten verzichten. Verstappen profitierte von dieser Strategie.

Hadjar geopfert: Verstappen rechtfertigt Taktik Foto: © IMAGO / PsnewZ

Im Finale des Qualifyings von Spa-Francorchamps konnte der vierfache Weltmeister Max Verstappen dank der Mithilfe von Teamkollege Isack Hadjar die erste Startreihe buchen.

Die Rennstrecke des Grand Prix von Belgien besitzt im Vergleich zum restlichen Rennkalender einen sehr hohen Vollgas-Anteil mit langen Geraden-Passagen. Mit den aktuellen aerodynamischen Regularien ist das dichte Hintereinanderfahren durch die verringerte "Dirty Air" erleichtert.

Damit wurde der Effekt des Windschattens noch einmal größer. Das man sich diesen Effekt nicht nur im Rennen im Zweikampf zunutze machen kann, hat Red Bull im Qualifying gezeigt.

Das Ergebnis des Qualifyings von Spa Francorchamps >>>

Zwei Red Bull im Tandem

Bereits im ersten "Outing" wurde versucht, Verstappen durch den Windschatten nach vorne zu ziehen. Hadjar fuhr fast die gesamte Runde vor seinem Teamkollegen. Mit Beginn des dritten Sektors ließ sich der Franzose etwas zurückfallen, bis Verstappen aufschloss.

Gemeinsam fuhr man wie auf Schienen auf die letzte Schikane zu, bis Hadjar seinem mit Geschwindigkeitsüberschuss anrauschendem Teamkollegen die Bahn frei machte. Die Taktik zahlte sich aus.

Auch im letzten Versuch kam die Taktik zur Anwendung, kurz wurde es sogar knapp: Verstappen schloss wesentlich dichter auf als im vorherigen Versuch. Nur wenige Meter hintereinander fuhren die Red-Bull-Fahrer bei rund 300 km/h im Tandem.

Verstappen verbesserte seine Zeit erneut, wodurch er das Qualifying als Zweiter hinter dem übermächtig wirkenden Antonelli belegte.

Ein günstiges Opfer?

"Ohne ihn wäre ich vielleicht Fünfter oder Sechster geworden. Wir sind zufrieden, dass wir in der ersten Reihe stehen und wie wir das als Team umgesetzt haben", verkündete Verstappen anschließend gegenüber der Presse.

Hadjar selbst fuhr durch seine Dienste an Verstappen allerdings keine gültige Zeit im letzten Quali-Abschnitt und wurde Zehnter. Das Opfer war allerdings gering.

Beim Boliden des Franzosen wurde vorab das gesamte Antriebspaket ausgetauscht. Ganze 30 Strafplätze wurden ihm aufgebrummt.

Dementsprechend wäre Hadjar unabhängig von seinem Ergebnis im Qualifying als Letzter beim Rennen an den Start gegangen. Das Rennen im LIVE-Ticker von LAOLA1 >>>

Ergebnis des Qualifyings:

Kommentare