Verstappens WM-Führung "ohne Wert"

Verstappens WM-Führung Foto: © getty
 

Perfekt! So kann man den Grand Prix von Monaco für Red Bull Racing und WM-Anwärter Max Verstappen zusammenfassen.

Der Niederländer hat nach einer dominanten Vorstellung nicht nur seinen ersten Sieg im Fürstentum gefeiert, sondern sich damit auch die Führung in der Weltmeisterschaft geholt - zum ersten Mal in seiner Karriere überhaupt.

Außerdem verdrängt Red Bull Mercedes von der Spitze der Konstrukteurs-WM und thront erstmals seit den Zeiten der Serien-WM-Titel wieder an der Spitze. Noch länger liegt sogar die letzte Honda-WM-Führung zurück, nämlich sage und schreibe 30 Jahre. Für das "Bullen"-Imperium und ihren großen WM-Hoffnungsträger Verstappen also ein in mehrerer Hinsicht historischer Tag.

"Es war ein Wahnsinns-Tag. Von einem Sieg in Monaco habe ich schon als kleiner Bub geträumt", jubelt Verstappen, der nach dem Aus von Charles Leclerc quasi die Pole Position erbte.

Ferrari wäre ein starker Gegner gewesen, geben die "Bullen" zu, aber "hier weißt du nie, was passiert". Nach kurzem Zittern am Start legte Verstappen ein fehlerfreies Rennen hin.

"Max hat von Beginn weg alles unter Kontrolle gehabt. Er hat sprichwörtlich den ganzen Nachmittag kontrolliert: Er war schnell, wenn er sein musste, hat auf die Reifen aufgepasst. Eine phänomenale Performance", lobt Motorsportchef Helmut Marko seinen Schützling bei "ServusTV" in den höchsten Tönen.

Mercedes hat Verstappen geholfen

Zum reibungslosen Rennverlauf des Niederländers hat auch Mercedes beigetragen, wie Verstappen zwischen den Zeilen durchblicken lässt.

"Es ging einfach darum, eine gute Lücke für den Stopp zu finden. Die anderen kamen früh, das hat es für mich etwas leichter gemacht." Heißt so viel wie: Der frühe Stopp Hamiltons, der eine Kettenreaktion auslöste, hat Verstappen in die Karten gespielt. "Danach hatten wir es durchwegs unter Kontrolle."

"Wir führen beide Meisterschaften an. Besser geht es nicht", jubelt auch Helmut Marko. Verstappen liegt nach dem fünften Saisonrennen vier Punkte vor Rivale Hamilton, in der Kontrukteurs-Wertung beträgt der Vorsprung von Red Bull auf Mercedes gerade einmal einen Punkt.

WM-Führung: Verstappen bleibt cool

Verstappen nimmt die erste WM-Führung seiner Karriere aber locker. Nun gehe es vor allem darum, das Momentum zu nutzen. "Natürlich ist es großartig, nach den letzten zwei Rennen, wo die Lücke größer wurde, zurückzuschlagen. Es wäre gut, so weiterzumachen", meint der Niederländer. "Es wäre schön, wenn es am Ende der Saison auch so wäre."

"Max verdient die Führung, aber sie ist ohne Wert, wenn noch so viele Rennen folgen."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner

Auch Teamchef Christian Horner bremst die Euphorie etwas: "Max verdient die Führung, aber sie ist ohne Wert, wenn noch so viele Rennen folgen."

Gerade einmal fünf von den geplanten 23 Rennen sind gefahren. Der Konter von Mercedes und Hamilton wird wohl nicht lange auf sich warten lassen, dessen ist sich auch Verstappen bewusst. "Wir müssen weiter hart arbeiten, auf normalen Strecken sind die Mercedes die, die es zu schlagen gilt", merkt der WM-Leader an. 

Wolff wünscht sich, "dass wir die WM um einen Punkt gewinnen"

Bei den Silberpfeilen ist ähnliches über Red Bull und Verstappen zu hören. "Sie werden sehr hart zu schlagen sein. Wir können uns definitiv nicht noch so ein Wochenende wie dieses erlauben", erklärt Hamilton nach dem verpatzten Wochenende in Monaco. Der Rekord-Weltmeister betont, dass am Ende jeder einzelne Punkt in der WM zählt. 

Einen Zusatzpunkt holte sich Hamilton in Monaco für die schnellste Rennrunde. Mercedes-Teamchef Toto Wolff wünscht sich daher mit einem Augenzwinkern, "dass wir am Ende die WM um einen Punkt gewinnen". 

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