Reifer Max Verstappen zeigt Titel-Fähigkeiten

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Mit seinem vierten Rennsieg beim Grand Prix von Österreich hat Max Verstappen viele Kritiker Lügen gestraft.

Zu Saisonbeginn warfen den 20-Jährigen wiederholte Fehler in der Weltmeisterschaft zurück, dazu zweifelten Experten ob seiner Uneinsichtigkeit an der Lernfähigkeit des Youngsters.

Mit den Plätzen drei und zwei in Kanada und Frankreich fuhr Verstappen wieder in die positiven Schlagzeilen. In Österreich schnappte er sich mit dem langersehnten Heimsieg für die "Bullen" schließlich zum ersten Mal seit dem Mexiko-Grand-Prix des Vorjahres den Siegerpokal.

"Ich hatte das Vertrauen in meine Stärken immer. Das war nie ein Problem", tönte Verstappen im LAOLA1-Interview am Beginn des Wochenendes gewohnt selbstbewusst.

Die Art und Weise seines Sieges in der Steiermark lässt an dieser Aussage keinerlei Zweifel aufkommen.

Vater Jos: "Das macht ihn zu einem Großen"

Wie die Red-Bull-Mannschaft im Auto hat auch Verstappen in Spielberg die richtige Balance in seinem Fahrverhalten gefunden.

Am Rennbeginn zeigte er gegen Kimi Räikkönen die nötige Aggressivität und verschaffte sich eine wichtige Ausgangslage für den späteren Sieg.

"So, wie er Räikkönen überholt hat, das ist Max. Nichts anderes wollen wir von ihm sehen. Das wird ihn zu einem ganz Großen machen", analysiert der sonst meist gestrenge Vater Jos.

Nach dem Boxenstopp unter dem virtuellen Safety Car zeichnete sich Verstappen als Reifenflüsterer aus und fuhr den Sieg mit der nötigen Cleverness nach Hause.

Wurz: "In Führung ist er eiskalt"

"Er war da unglaublich. Er konnte schnell fahren und dabei die Reifen schonen. Trotz ziemlich heftiger Vibrationen hat er die Führung super gemanagt", analysiert Motorsport-Berater Helmut Marko im ORF.

"Ich habe einfach versucht, mein bestmögliches Rennen zu fahren. Ob man dann am Ende gewinnt, liegt nicht immer in der eigenen Hand. Für meinen Teil habe ich immer gefühlt, dass ich alles unter Kontrolle habe", so der strahlende Sieger gelassen.

Verstappen-Mania! Die besten Bilder vom Österreich-GP in Spielberg:

Bild 1 von 36 | © GEPA
Bild 2 von 36 | © GEPA
Bild 3 von 36 | © GEPA
Bild 4 von 36 | © GEPA
Bild 5 von 36 | © GEPA
Bild 6 von 36 | © GEPA
Bild 7 von 36 | © GEPA
Bild 8 von 36 | © GEPA
Bild 9 von 36 | © GEPA
Bild 10 von 36 | © GEPA
Bild 11 von 36 | © GEPA
Bild 12 von 36 | © GEPA
Bild 13 von 36 | © GEPA
Bild 14 von 36 | © GEPA
Bild 15 von 36 | © GEPA
Bild 16 von 36 | © GEPA
Bild 17 von 36 | © GEPA
Bild 18 von 36 | © GEPA
Bild 19 von 36 | © GEPA

Die besten Bilder vom Qualifying in Spielberg:

Bild 20 von 36 | © getty
Bild 21 von 36 | © getty
Bild 22 von 36 | © GEPA
Bild 23 von 36 | © getty
Bild 24 von 36 | © getty
Bild 25 von 36 | © getty
Bild 26 von 36 | © getty
Bild 27 von 36 | © getty
Bild 28 von 36 | © getty
Bild 29 von 36 | © GEPA
Bild 30 von 36 | © GEPA
Bild 31 von 36 | © GEPA
Bild 32 von 36 | © GEPA
Bild 33 von 36 | © GEPA
Bild 34 von 36 | © GEPA
Bild 35 von 36 | © GEPA
Bild 36 von 36 | © GEPA

Für ORF-Co-Kommentator Alexander Wurz hat Verstappen durch seine Vorstellung am Red Bull Ring klar gezeigt, welche Fähigkeiten in ihm stecken, wenn er ein Rennen bestimmen kann.

"Liegt er in Führung, ist er eiskalt drauf. Dass er den Speed hat, ist unbestritten. Dazu hat er auch das Verständnis dafür, das Auto so zu bewegen, dass er ihm die Freiheit lässt, um die Reifen zu schonen. Dennoch kann er gleichzeitig angasen. Das macht er perfekt", findet der 44-Jährige.

Berger begeistert: "Ein Champion der Zukunft"

Auch bei Gerhard Berger hat die Verstappen-Show am Sonntag Eindruck hinterlassen: "Max ist ein klarer Champion der Zukunft. Er muss sich noch ein wenig seine Hörner abstoßen, macht da und dort Fehler. Aber das ist normal."

Vater Jos meint zu erkennen, dass sein Sohn die Grenzen immer besser auslotet: "Er braucht manchmal noch etwas Feintuning, aber das macht er gerade."

Wie weit es in der Fahrer-WM noch für Verstappen nach vorne gehen kann, ist nach neun von 21 Saisonrennen schwer abzuschätzen. Der Rückstand auf Leader Vettel beträgt satte 53 Punkte, dafür liegt der Niederländer jetzt nur noch drei Punkte hinter seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo auf Platz fünf. (Der gesamte WM-Stand>>>)

"Wir haben nie aufgegeben. Jetzt sind wir in einem Lauf", strotzt Verstappen vor Selbstvertrauen und will den WM-Traum noch nicht aufgeben: "Wir brauchen noch etwas mehr Power aus dem Motor, dann können wir mitkämpfen."

Nächste Sensation schon in Silverstone?

Für Berger ist klar: "Er hat in der WM jetzt schon Riesensprünge nach vorne gemacht. Ich glaube, er wird das eine oder andere Mal in diesem Jahr schon noch aufzeigen."

Möglicherweise bereits kommendes Wochenende in Silverstone, wo Verstappen vor zwei Jahren als Zweiter schon einmal auf dem Podest stand.

"Normalerweise ist es für uns schwer dort, weil es viele schnelle Kurven gibt. Aber hier in Österreich hat man uns den Sieg auch nicht zugetraut", spitzt Verstappen schon auf die nächste Überraschung in Großbritannien.

Wurz traut sie den "Bullen" allemal zu: "Es ist eine Aero-Strecke und es geht auch dort um die Reifen, mit denen sie gut zurecht kommen. Generell rückt alles enger zusammen. Mit der Motivation des Sieges hat Red Bull jetzt mehr Selbstvertrauen. Somit werden wir auch in Silverstone ein spannendes Rennen erleben."


Textquelle: © LAOLA1.at

Spielberg: Vettel trotz WM-Führung nicht zufrieden

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare