Red Bull und Verstappen am Boden! "Es war besonders schlecht"
Ein Krisenszenario mit ungewisser Zukunft setzt sich beim Austro-Rennstall früh fort. Verstappen und Co. müssen sogar gegen die Mittelfeld-Teams kämpfen.
Der Blick in die Gegenwart ist kein guter, aber auch die Zukunft wird nicht einfach.
Red Bull Racing kämpfte in den letzten Jahren zunächst mit Mercedes und danach gegen McLaren stets um Rennsiege. Nur zwei Saisonrennen nach dem großen Reglement-Umbruch in der Formel 1 ist der österreichische Rennstall aber in einer tiefen Krise angekommen.
Vor allem für Max Verstappen verliefen die Rennen in Australien und China äußerst bescheiden. Nach einer Schadensbegrenzung in Melbourne und dem sechsten Rang konnte der Niederländer den Grand Prix in Shanghai beim Premierensieg von Kimi Antonelli erst gar nicht beenden und stellte seinen Boliden nach 46 Runden in der Box ab.
Verstappen mit Fragezeichen: "Ich verstehe es nicht"!
Bereits in der Startphase hatte er wieder mit großen Problemen zu kämpfen. Der Niederländer verlor, obwohl er vom McLaren-Destaster vor dem Rennen profitierte, einige Plätze und fiel aus den Top-10 hinaus.
"Ich habe keine Leistung (am Start). Sobald ich die Kupplung loslasse, ist der Motor weg. Ich verstehe es nicht!", berichtet der vierfache Champion.
Fortan blieb er nicht nur gegen Mercedes und Ferrari chancenlos, sondern konnte nicht einmal den Haas-Boliden von Oliver Bearman überholen. Letztlich schied er nach Problemen mit der ERS-Kühlung zehn Runden vor dem Rennende auch noch aus.
"Es ist keine Überraschung, dass wir nicht an Mercedes, Ferrari oder McLaren dran sind. Aber dieses Wochenende war besonders schlecht", fügte der Red-Bull-Star hinzu.
Verstappen weiterhin kritisch: "Sie verstehen nichts von Racing"
Obwohl der Frust an der Leistung seines Boliden kaum abnimmt, scheint der Niederländer auch weiterhin nicht an Kritik gegenüber dem neuen Reglement zu sparen.
"Vielleicht gefällt es manchen Fans, aber diese Fans verstehen nichts vom Racing", meinte Verstappen nach dem Grand Prix.
Immerhin gab es einen kleinen Teilerfolg bei Red Bull zu verbuchen. Isack Hadjar holte, nach dem Motorschaden in Melbourne und dem 15. Platz beim China-Sprint am Vortag, nun mit dem achten Rang seine ersten Punkte als Red-Bull-Pilot.
Allerdings ist der Blick auf die WM-Tabelle nach nur zwei von 22 Rennen äußerst ernüchternd. Red Bull liegt in der Konstrukteurswertung mit 12 Zählern punktegleich mit den Racing Bulls auf dem fünften Platz. Mercedes (98) und Ferrari (67) bewegen sich dabei förmlich in einer anderen Welt.