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No Party, no Problem
Am 50. Todestag des österreichischen Sporthelden Jochen Rindt, der 1970 nahe der Parabolica-Kurve wegen einer gebrochenen Bremswelle in seinem Lotus verunglückt war und später als bisher einziger posthum Weltmeister wurde, setzt Hamilton einen weiteren Meilenstein. Der sechsfache Weltmeister legt auf dem Vollgas-Kurs in Norditalien in 1:18,887 Minuten und einem Schnitt von 264,362 km/h die schnellste Formel-1-Runde aller Zeiten (bisher Kimi Raikkönen 2018) hin.
"Es war eine fantastische Leistung des ganzen Teams, vor allem was das Timing angeht", befindet Hamilton nach der 94. Pole Position seiner Karriere. Er will mit dem riesengroßen Vorsprung nicht gerechnet haben und zeigt sich überrascht - vor allem nach der Regeländerung. Das Verbot der "Party Mode" genannten Motoreneinstellung änderte augenscheinlich nichts an der Dominanz von Mercedes. "No party. No problem", twittert das Mercedes-Team nach getaner Arbeit.
"Es ist das erste Rennen post Party Mode und unsere Abstände sind gleich geblieben oder sogar besser gegenüber dem einen oder anderen Kontrahenten, der dieses Thema vorangetrieben hat", sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Einmal mehr stellt sich die Frage, wer die heuer schwarz lackierten Silberpfeile eigentlich stoppen soll.
Wolff beantwortete die in seiner Vorausschau auf das Rennen indirekt: "Wir sollten über die gesamte Renndistanz deutlich schneller sein. Wir können diesen Mode jetzt das ganze Rennen fahren, was wir vorher nicht konnten."
Vettel bleibt im Stau hängen
Ferrari erlebt just in der Heimat den nächsten Tiefschlag. Zum ersten Mal seit 1984 schafft es kein Roter in Monza unter die ersten zehn in der Startaufstellung.
Schon in der ersten Qualiphase patzt der Kommandostand: Vettel landet in seiner vermeintlich schnellsten Runde unverhofft im Windschattenpoker einiger Nachzügler - und bleibt im Stau stecken. "Ich konnte da nicht viel machen", schüttelt der Deutsche den Kopf und spricht von schlechtem Timing.
Die Aussichten auf eine erfolgreiche Aufholjagd bei seinem letzten Monza-Auftritt für Ferrari sind trüb. "Wir sind ein bisschen schneller als die Autos um uns herum. Aber es wird schwer, Boden gut zu machen."