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Felbermayr: "Ziel ist ganz klar, die F1 Academy zu gewinnen"

Die Oberösterreicherin möchte möglichst viele Punkte gegen die gesamtführende Red-Bull-Juniorin Palmowski aufholen.

Felbermayr: "Ziel ist ganz klar, die F1 Academy zu gewinnen" Foto: © IMAGO / PsnewZ

Eine Woche nach ihrem ersten Ausflug in einem Formel-1-Boliden will Emma Felbermayr im Titelkampf der F1 Academy wieder wertvolle Punkte sammeln.

Das rot-weiß-rote Motorsport-Aushängeschild peilt beim Debüt der Frauenserie in Silverstone bei den Rennen am Samstag (19:05 Uhr) und Sonntag (11:00/jeweils live ORF Sport +) die Rückkehr auf das oberste Podest an, in der Meisterschaft liegt die Oberösterreicherin vor der dritten von sechs Stationen des Jahres auf dem zweiten Platz.

Ein Traum ging in Erfüllung

"Es ist noch alles drin", sagte die Audi-Nachwuchsfahrerin am vergangenen Wochenende im Rahmen des Formel-1-Grand-Prix in Spielberg, wo sie bei den Boxenstopp-Übungen ihres Teams im Cockpit sitzen durfte. Das sei etwas "ganz Besonderes" gewesen, betonte Felbermayr im APA-Gespräch.

"Nicht viele haben die Möglichkeit, in so ein Auto zu steigen. Das ist ein Traum, das zumindest einmal zu fühlen, auch wenn ich selber nicht gefahren bin." Denn der Bolide wird bei den Tests von Mechanikern zum Reifenwechsel gerollt, Felbermayr musste zur richtigen Zeit bremsen und den Überblick behalten.

Ob die erste Kostprobe Lust auf mehr gemacht hat? "Es ist natürlich der Traum", sagte Felbermayr. "Zurzeit ist aber ganz klar das Ziel, die F1 Academy zu gewinnen. Dann denke ich einfach Schritt für Schritt weiter."

In der exklusiven Frauenserie mit Formel-4-Autos ist sie derzeit 25 Punkte hinter der in Führung liegenden britischen Red-Bull-Juniorin Alisha Palmowski. "Die ersten zwei Rennen haben gezeigt, dass Alisha und ich ein bisschen weiter vorne sind. Es wird nicht einfach, aber ich will es ja auch nicht einfach haben."

Felbermayr in der Formel 4 gegen Männer im Einsatz

Im Qualifying habe sie noch Schwächen, gab Felbermayr zu. In den Rennen war die 19-Jährige besonders beim Saisonauftakt in Shanghai flott unterwegs, wo sie im Hauptrennen zum Sieg gefahren war.

Wenige Wochen vor ihrem ersten Silverstone-Gastspiel war Felbermayr zudem in der britischen Formel 4 gegen männliche Konkurrenten auf dem Traditionskurs im Einsatz, um Übungskilometer zu sammeln. Neben der F1 Academy fährt sie außerdem regelmäßig in der italienischen Formel 4 ebenfalls gegen junge Männer um Punkte.

"Das ist für mich aber eine Lernmeisterschaft", erklärte Felbermayr. Es sei immer schwierig, zwischen zwei Meisterschaften zu wechseln, ihr Fokus liege derzeit auf der F1 Academy.

Nach dem Saisonende soll der Schritt in ein schnelleres Auto folgen, in eine Meisterschaft zwischen der Formel 4 und Formel 3. "Da gibt es mehrere Optionen mit einigen guten Meisterschaften wie etwa die Formula Regional. Die Academy ist nicht mein Endziel."

Französin Pin als Kandidatin für F1-Einsätze

Das ist freilich die Formel 1. Der Weg in die Königsklasse ist aber ein langer, und für Frauen in einer von Männern dominierten Sportart ein besonders schwerer. Dass in Zukunft eine Frau in einem Formel-1-Cockpit sitzen könnte, hält Felbermayr für realistisch.

"Ich glaube schon, dass es auf jeden Fall möglich ist, wenn eine mit Talent und allen Voraussetzungen kommt", sagte sie. Zum Beispiel Mercedes-Entwicklungsfahrerin Doriane Pin, Academy-Champion 2025. Die 22-jährige Französin drehte bei einem Test im April in Silverstone insgesamt 76 Runden in einem "Silberpfeil".

Für Felbermayr lautet erst einmal das Motto, die eigenen Fähigkeiten weiter zu verbessern. Ihre Debüt-Saison in der F1 Academy mit dem zehnten Gesamtrang sei eine komplette Lernkurve gewesen, betonte sie.

"Meine Starts waren eine Katastrophe. Ich konnte da manchmal den Moment noch nicht so genießen", erklärte die Welserin, die für das Team Rodin Motorsport antritt. Nun kämpft sie um den Titel.

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