FIFA-Mitglieder erhalten auch Anteile
Neben dem Mehrheitsgesellschafter, der FIFA, und potenziellen Investoren können auch alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände Anteile an dem Unternehmen bekommen – das geschieht im Zuge des FIFA Fast Forward Programme (FFFP).
Mit einer "freiwilligen Teilnahme" daran würden sie Zugang zu einem einmaligen Kapitalbetrag von 20 Mio. US-Dollar erhalten. Die Anteile können behalten oder verkauft werden.
Trump-Verbindung bei möglicher Investorengruppe
Zu den Plänen seien auch Personen aus dem Umfeld der US-Regierung von Donald Trump einbezogen worden, hieß es in dem "Times"-Artikel unter Berufung auf mehrere mit dem möglichen Deal vertraute Quellen.
Die Investitionspläne würden bereits seit mehreren Monaten vorbereitet und müssten noch genehmigt werden, hieß es in der "Financial Times". Nach Angaben der Zeitung führe Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, Gespräche darüber, den Einstieg über seinen Fonds Thrive Eternal anzuführen.
Ein FIFA-Sprecher bestätigte, dass erwartet wird, dass Thrive die Führung der geplanten Investorengruppe übernehmen werde. Die FIFA arbeitet nach Angaben des Sprechers bei ihren Plänen mit der Investmentbank JPMorgan zusammen.
So könnte Infantino auch nach 2031 noch eine Rolle spielen
Ein solcher Deal könnte auch Auswirkungen auf Infantinos Aufgaben bei der FIFA haben: Sollte das Modell umgesetzt werden, könnte der 56-Jährige nach dem Ende seiner bis 2031 erwarteten letzten Amtszeit als FIFA-Präsident das neue Unternehmen als Commissioner oder Geschäftsführer leiten.
Es sei aber noch nie darüber gesprochen worden, ob Infantino nach Ablauf seiner letzten Amtszeit ein solches Amt übernehme, sagte ein FIFA-Sprecher.
Der FIFA-Präsident und die FIFA-Verwaltung müssten jedoch – sofern es genehmigt wird – führende Rollen in dieser Einrichtung einnehmen, um gemäß den Statuten des Weltverbandes die Kontrolle über jede Tochtergesellschaft zu behalten.
Ähnliche Pläne hatte Infantino schon im Jahr 2018 verfolgt, als er für die Klub-WM und eine weltweite Nations League einen Milliarden-Deal unter Beteiligung saudi-arabischer Investoren anstrebte. Dieses Geschäft erhielt innerhalb der FIFA aber keine ausreichende Unterstützung und kam daher nicht zustande.