Während der WM: Dauer der Public Viewings verlängert
Die Parlamentsparteien haben sich einstimmig für eine Ausdehnung der zulässigen Dauer für Public-Viewing-Veranstaltungen ausgesprochen.
Bald ist Fußball-WM und Österreich ist dabei - viele Leute wollen die Spiele dabei bei Public Viewings sehen.
Nun sind sich die Parlamentsparteien im Tourismusausschuss am Donnerstag einig gewesen und haben einen Gesetzesantrag vorgelegt, um die zulässige Dauer für Public-Viewing-Veranstaltungen von vier auf sechs Wochen zu verlängern.
Einstimmig haben sich ÖVP, FPÖ, SPÖ, NEOS und Grüne dann auch dafür ausgesprochen. Grund ist die lange Dauer der kommenden Fußball-WM.
Zwar sind zwei der drei Vorrundenspiele zu nachtschlafender mitteleuropäischer Sommerzeit, der Schlager gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien ist aber zu einer Top-Sendezeit angesetzt (22. Juni, 19:00 Uhr MESZ).
"Gute Chance für gute Stimmung, das Geschäft und den Tourismus"
Fans hoffen freilich, dass nach drei Spielen nicht die Heimfahrt der Austro-Mannschaft ansteht, sondern erst ein richtiger Erfolgslauf beginnt. Wäre dem so, könnten die Public-Viewing-Kassen klingeln.
Eine Ausdehnung des rechtlich zulässigen Zeitraums auf sechs Wochen schaffe die notwendige Flexibilität für Veranstalter und Behörden, ohne die bestehende Systematik der Gewerbeordnung wesentlich zu verändern, heißt es in der Begründung des Gesetzesantrags laut Aussendung der Parlamentskorrespondenz.
Die Verlängerungsmöglichkeit für Public Viewings sei eine gute Chance für gute Stimmung, für das Geschäft und für den Tourismus, sagte demnach Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP).
Noch keine Lösung für späte Anstoßzeiten
Abgesehen vom Argentinien-Match fallen die Anstoßzeiten für die ÖFB-Spiele ziemlich ungünstig aus. Österreichs WM-Auftakt gegen Jordanien steigt um 6:00, das Duell mit Algerien um 4:00.
Wie sich das auf Öffnungszeiten von Bars oder die Möglichkeit von Public Viewings auswirkt, ist noch unklar. In anderen Ländern wurden bereits Ausnahmeregelungen durchgesetzt. Das ist in Österreich bislang nicht passiert.
Laut WKW-Spartenobmann Dominik Schmid gebe es in Wien also noch keine Regelungen für längere Öffnungszeiten, wie die "Krone" berichtet.