Spaniens De la Fuente: "Diese Generation ist ein Vorbild"
Luis de la Fuente ist Welt- und Europameister mit Spanien. Nach dem WM-Titel ist der Teamchef "sehr stolz" auf seine Mannschaft.
Welt- und Europameister, seit 38 Spielen ungeschlagen und damit einen Weltrekord aufgestellt - Spanien ist das Maß aller Dinge im Fußball.
Die "Furia Roja" thront 16 Jahre nach dem letzten und bislang einzigen WM-Titel wieder an der Spitze dieser Welt, nachdem vor vier Jahren gegen Marokko bereits im Achtelfinale Schluss war.
De la Fuente formte eine Familie
Die Amtszeit von Luis Enrique ging damit zu Ende, an seiner Stelle übernahm Luis de la Fuente die Iberer. Und der 65-Jährige formte sie in den folgenden vier Jahren zur stärksten Nation der Erde.
"Ich bin sehr stolz auf diese Generation von Fußballern, die mit dieser Spielidee groß geworden und ihr immer treu geblieben sind. Die Mannschaft ist eine Familie, ein Kollektiv von großartigen Spielern. Ich bin stolz, dass ich sie auf dieser Reise begleiten durfte", sagt er.
De la Fuente arbeitete bereits im spanischen Nachwuchs jahrelang mit den heutigen Weltmeistern zusammen, wurde mit der U19- und U21-Auswahl Europameister. In beiden Teams war etwa Goalie Unai Simón dabei.
Ein Geduldsspiel im Finale
Damit der Traum vom Gewinn der zweiten Weltmeisterschaft in der spanischen Fußball-Geschichte zur Realität wurde, war Geduld gefragt.
"Natürlich hätten wir gerne viel früher gewonnen, doch Emiliano Martinez hat dies verhindert", spricht er dem argentinische Keeper ein Lob aus.
Spanien war gegen Argentinien überlegen, Lionel Messi und Co. völlig abgemeldet. Doch vorne fehlte Spanien zumeist die zündende Idee, auch Jungstar Lamine Yamal agierte glücklos.
"Wir haben immer wieder versucht, ein Tor zu erzielen, aber es ist uns nicht gelungen. Doch das ist ein WM-Finale – selbst gegen zehn Mann am Ende mussten wir leiden. Aber wir leiden gerne, und ich sage es noch einmal: Wir waren auf alles vorbereitet", so de la Fuente.
Ein Vorbild für den spanischen Sport und die Jugend
Auch auf den großen Jubel, als der eingewechselte Ferran Torres in der 106. Minute das Siegtor erzielte. Nur in den Schlussminuten musste "La Roja" noch etwas zittern, mit Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
"Ich kann dir nicht wirklich sagen, wie ich mich fühle. Ich kann nur sagen: Es hat sich gelohnt. Natürlich bin ich momentan sehr emotional", sagt der gleichzeitig ruhig wirkende Teamchef.
Er hätte viel mit den Spielern gesprochen, die zu ihm meinten: "'Boss, wir haben alles gewonnen.' Das ist großartig", strahlt der 65-Jährige aus Haro, einer Kleinstadt im Norden Spaniens.
Abschließend sagt de la Fuente: "Diese Spielergeneration ist ein Vorbild für den spanischen Sport, für die spanische Jugend. Gemeinsam sind wir viel stärker, und deshalb vergessen wir niemanden."