Endstand
4:0
3:0 , 1:0
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Spanien auf Kurs: Ist ein neues Traum-Duo geboren?

Der amtierende Europameister beweist eindrucksvoll, dass man wohl einer der heißesten Kandidaten auf den WM-Titel ist. Zwei Spieler stechen heraus.

Die "Furia Roja" liefert die perfekte Antwort!

Die spanische Nationalmannschaft hat es ihren Kritikern gezeigt, die nach dem 0:0 zu Beginn gegen Kap Verde den Europameister schon fast abgeschrieben hatten, zumindest was den Gewinn des Weltmeistertitels angeht.

Gegen Saudi-Arabien lieferte man eine blitzsaubere Vorstellung ab, war in jeder Phase dominant, ließ hinten nichts zu, erspielte sich vorne zahlreiche Chancen und verwertete vier davon auch (>>> zum Spielbericht).

Zwei Spieler stechen aus starkem Kollektiv heraus

Wesentlichen Anteil am Erfolg hatten vor allem zwei Spieler: Mikel Oyarzabal und Lamine Yamal. Ersterer, nachdem er im ersten Spiel in den ersten 30 Minuten keinen einzigen Ballkontakt hatte und übers ganze Spiel noch blass gewesen war, glänzte diesmal mit einem Doppelpack und einer Vorlage.

Zweiterer, nach Verletzungsproblemen erstmals seit April wieder in einer Startelf, traf ebenfalls. Sorgte zudem für zahlreiche gefährliche Flanken, leitete Aktionen ein und spielte kluge Pässe.

So stand es bereits zur Pause 3:0, weshalb Trainer Luis de la Fuente es sich leisten konnte, die beiden zur Halbzeit schon wieder rauszunehmen. Dementsprechend zufrieden konnte der Chefcoach nach dem Spiel Fazit ziehen:

"Wir hatten eine außergewöhnliche erste Halbzeit und auch eine gute zweite. Das ermöglicht uns, unseren Schwung beizubehalten und für die wichtigen Spiele, die vor uns liegen, gerüstet zu sein. Uruguay wird ein schwieriger und sehr harter Gegner sein", sprach er schon das mögliche Finale um Platz eins in der Gruppe an.

Vorausgesetzt, die Südamerikaner punkten gegen Kap Verde in der Nacht auf Montag (>>> zum Liveticker).

Lamine ist in perfekter Verfassung, um ganze Spiele zu bestreiten. Und was soll man zu Oyarzabal sagen?

Luis de la Fuente über seine beiden Topstars.

Zufriedener Trainer

Man habe das Hauptaugenmerk vor allem auf das vertikale Angriffsspiel gelegt, das habe an diesem Tag sehr gut funktioniert: "Wir haben es mit den Spielern besprochen und waren uns alle einig, dass wir mehr Vertikalität und Intensität brauchen. Das hat man an unseren Schüssen gesehen, vom ersten Moment an, als wir den Gegner unter Druck gesetzt und in seinen eigenen Strafraum gedrängt haben."

De la Fuente sah nicht nur Oyarzabal und Yamal als Matchwinner, sondern verteilte auch noch an andere Spieler Lob: "Rodri hat ebenfalls ein fantastisches Spiel gemacht, beide Innenverteidiger (Pau Curbasi, Aymeric Laporte, Anm.) waren außergewöhnlich. Lamine ist in perfekter Verfassung, um ganze Spiele zu bestreiten. Und was soll man zu Oyarzabal sagen?"

Oyarzabal: "Nur eine Kleinigkeit"

Oyarzabal: "Nur eine Kleinigkeit"
Lamine Yamal und Mikel Oyarzabal überzeugten beim klaren 4:0-Erfolg.
Foto: ©IMAGO / ZUMA Press Wire

Die beiden überragenden Spieler dieser Partie übten sich danach in Bescheidenheit. "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Letztes Mal hatte ich eine kleinere Rolle, war weniger eingebunden, und heute hatte ich die Möglichkeit, der Mannschaft mehr zu helfen. Letztendlich ist es nur eine Kleinigkeit, über die ihr alle reden könnt, ich messe dem keine große Bedeutung bei", so Oyarzabal.

Der 29-Jährige von Real Sociedad wurde als Spieler der Partie ausgezeichnet, traf immerhin zweimal, legte den ersten Treffer auf, traf zudem die Latte und hätte mit etwas Glück auch vier oder fünf Tore schießen können.

Im ersten Spiel gegen Kap Verde wurde der Mittelstürmer noch scharf kritisiert. Auch weil er in den ersten 30 Minuten keinen einzigen Ballkontakt hatte. Diesmal hatte er nach 30 Minuten schon drei Scorer.

Yamal traf erstmals bei einer WM

Nicht weniger besonders war das Match für Yamal, der zum zweiten Mal bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz kam, zum ersten Mal dabei in der Startelf stand, und nach nicht einmal zehn Minuten bereits sein erstes WM-Tor erzielte. Es wird nicht sein letztes gewesen sein.

"Während der letzten Weltmeisterschaften saß ich in der Schule. In meinem ersten Spiel von Beginn an gleich zu treffen, fühlt sich wie ein Traum an", staunte Yamal, der das Tor seiner Mutter, seiner Freundin, Familie, Freunden, allen die im Stadion waren sowie auch allen in Mataro, wo er aufgewachsen war, widmete.

Mit seinem Treffer wandelte Yamal im Übrigen auf historischen Spuren, vor ihm erzielte nur die brasilianische Legende Pele das erste Tor in einem WM-Spiel und war dabei 18 Jahre oder jünger (>>> mehr Infos).

Die Highlights im Video:

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