Mexiko Mexiko MEX
Südafrika Südafrika RSA
Endstand
2:0
1:0 , 1:0
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Rote Karten, Pfiffe, Gänsehaut: Ein turbulenter WM-Auftakt

Südafrika hat im ganzen Spiel keine richtige Torchance, ist im Nachhinein aber nicht mal so unzufrieden. Am Ende stehen nur mehr 19 Spieler am Feld.

Rote Karten, Pfiffe, Gänsehaut: Ein turbulenter WM-Auftakt Foto: © IMAGO / Anadolu Agency

Zwei Tore, drei Rote Karten: Das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika bot einiges an Aufregern. Schlussendlich setzte sich der Co-Gastgeber verdientermaßen mit 2:0 durch (>>> zum Spielbericht).

Die Mexikaner diktierten das Spiel eigentlich über die gesamte Spielzeit, von Südafrika kam offensiv fast gar nichts, während man defensiv schwere Fehler machte.

Rot, Rot und nochmal Rot

Historisch war die Partie aber nicht besonders aufgrund ihrer Tore, sondern vielmehr aufgrund der Anzahl der Roten Karten.

Minute 49, Yaya Sithole legt als letzter Mann Brian Gutierrez knapp vor dem Strafraum, Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio zeigt ihm die Rote Karte wegen Torraubs.

Minute 84, auch Themba Zwane sieht Rot, nachdem er Roberto Alvarado mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen hat.

Einmaliges Eröffnungsspiel

Damit noch nicht genug, sieht auch noch Mexikos Cesar Montes in der 92. Minute die rote Karte, nachdem er ebenfalls als letzter Mann Khuliso Johnson Mudau gefoult hat.

Es war das erste Mal in einem Eröffnungsspiel und überhaupt erst das vierte Mal in einem WM-Spiel, dass es drei Glattrote Karten in einer Partie gab - das letzte Mal gab es das 1998.

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Mit dem späten Platzverweis gegen Kapitän Montes gingen seine Mitspieler nicht unbedingt d’accord.
Foto: ©IMAGO / ZUMA Press Wire

Bei den Mexikanern hatte man über weite Strecken des Spiels das Gefühl, dass eigentlich sogar noch mehr gehen würde.

Jubel und Pfiffe von eigenen Fans

Das sahen zumindest viele der Fans so, welche die eigene Mannschaft trotz Führung in der zweiten Hälfte immer wieder auspfiffen, weil es nach ihrem Geschmack nicht schnell genug nach vorne ging.

Darin sah Julian Quinones, der mit seinem Treffer in der neunten Minute für das erste Tor dieser Weltmeisterschaft sorgte, im Interview danach auch die größte Verbesserungsmöglichkeit für die nächsten Spiele:

"Ich glaube, wir sollten ein stärkeres Pressing machen, ansonsten haben wir es gut gemacht. Aber wir müssen einfach dranbleiben und brauchen stärkeres Pressing, das ist wirklich ausschlaggebend, daran werden wir arbeiten."

Südafrika-Trainer überraschend positiv

Von Südafrika hingegen hörte man trotz der mauen Leistung durchaus zufriedene Worte. "Ich glaube, mein Team hat gut gespielt. Mexiko war eigentlich richtig verzweifelt mit dem Ball, sie haben nicht gewusst, wie sie sich Raum schaffen sollen. Beim nächsten Spiel müssen wir besser spielen, wenn wir den Ball haben. Das war heute nicht so gut", meinte Trainer Hugo Broos.

"Wenn man gegen den Gastgeber spielt, hat man großen Druck."

Man sei dann aber besser ins Spiel gekommen, habe allerdings zwei schwere Fehler gemacht, die nicht passieren dürften. Sein Torhüter pflichtete ihm bei: "Wenn man Fehler macht, trägt man auch die Strafe davon. Mit zwei Leuten weniger haben wir trotzdem weitergekämpft", so Ronwen Williams.

Große Anspannung bei beiden

Bei beiden Mannschaften lastete auch die Spannung des Eröffnungsspiels schwer auf den Schultern, besonders bei den Mexikanern galt es, den hohen Erwartungen gerecht zu werden.

"Natürlich waren wir ziemlich aufgeregt, da waren viele Gefühle, die uns überwältigt haben, aber wir haben ein gutes Spiel gemacht", zeigte sich Verteidiger Israel Reyes erleichtert. "Ich habe noch nie solch eine Gänsehaut gehabt, als ich aufs Feld gegangen bin."

Die nächste Gelegenheit für Gänsehaut gibt es für die Mexikaner in einer Woche gegen Südkorea, für Südafrika gibt es dann gegen Tschechien wieder die Chance, etwas mitzunehmen.

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