Neuer nimmt nach "undankbarer Situation" keine Schuld auf sich
Deutschland musste im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador eine 2:1-Niederlage hinnehmen, zudem stand Schlussmann Neuer nach dem zweiten Treffer in der Kritik. Nun äußert er sich.
Deutschland musste gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel eine 2:1-Niederlage hinnehmen (zum Spielbericht >>>).
Bereits in der zweiten Minute brachte Sane seine Nation in Führung, der Treffer war jedoch sehr umstritten und sorgte für viel Aufruhr. Bei der Entstehung hatte Aleksandar Pavlović seinen Fuß auf Kopfhöhe von Ecuadors Pedro Vite, dennoch wurde das Tor anerkannt.
Aufregung um Deutschland-Treffer: "Entscheidung ist ein Witz" >>>
In der neunten Minute musste das Team durch Angulo das 1:1 hinnehmen und es kam noch schlimmer. Runde 15 Minuten vor Ende der Partie (77.) traf Plata nach einer Ecke per Kopf zum 2:1.
Neuer nach 2:1 in der Kritik
Manuel Neuer war geschlagen, stand jedoch danach in der Kritik. Er selbst sieht sich nicht in der Schuld, betonte er. Er habe sich richtig verhalten. "Ich muss auf das schauen, was vor mir passiert, wo der Ball ist und was mit dem Ball passiert. Wenn ich anfange, im Fünfer auf Brustwarzen-Höhe die Bälle rumzupatschen, dann wäre es möglicherweise ein Eigentor gewesen, also auf gar keinen Fall", sagt der Schlussmann.
Der 40-Jährige erklärt, dass es eine normale Kopfballverlängerung gewesen sei, und ergänzt: "Jeder Torwart, der schon mal gespielt hat, der weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen muss und den versuchen muss, auch so zu fangen." Der Ball hätte laut ihm überall hin verlängert werden können.
Nagelsmann: "Müssen wir anders verteidigen"
Auch Trainer Nagelsmann meldet sich nach dem Spiel gegen Ecuador zu Wort und gibt seinem Schützling keine Schuld: "Der erste Ball war super schwer, der geht vorher durch die Beine. Beim zweiten Tor ist es extrem schwierig zu reagieren. Der Ball wird am kurzen Pfosten verlängert, der Spieler kommt dann aus seinem Rücken. Das war eine undankbare Situation, das müssen wir anders verteidigen."
Bitter für den Torwart: Während der ganzen WM wurde er sieben Mal gefordert, vier Schüsse landeten im Tor und kein Spiel blieb er ohne Gegentreffer.