Endstand
2:1
1:1 , 1:0
NEWS

Aufregung um Deutschland-Treffer: "Entscheidung ist ein Witz"

Leroy Sané brachte Deutschland bei der 1:2-Niederlage gegen Ecuador früh in Führung. Dass der Treffer trotz eines Foulspiels anerkannt wurde, sorgt für Verwunderung und Kritik.

Deutschland kassiert gegen Ecuador im abschließenden Gruppenspiel der WM 2026 eine überraschende 1:2-Niederlage (zum Spielbericht>>>).

Tabellarisch hatte der Ausrutscher für Deutschland keine Bedeutung mehr – der Gruppensieg stand bereits vor dem Anpfiff fest. Diese Teams stehen im Sechzehntelfinale >>>

Dennoch ist die 1:2-Niederlage ein Dämpfer für die WM-Stimmung: Weniger wegen des Ergebnisses als vielmehr aufgrund der Art und Weise des Auftritts. Die DFB-Elf agierte über weite Strecken mutlos, ideenlos und uninspiriert.

Aufregung um Sane-Treffer

Dabei begann die Partie für Deutschland eigentlich nach Maß. Bereits in der zweiten Minute brachte Leroy Sané die Nagelsmann-Elf mit einem schönen Abschluss in Führung.

Der Treffer hätte jedoch beinahe für einen der größeren Schiedsrichter-Aufreger dieser WM gesorgt – insbesondere, wenn Ecuador die Partie am Ende verloren hätte.

Aleksandar Pavlović hatte in der Entstehung des Tores seinen Fuß nämlich auf Kopfhöhe von Ecuadors Pedro Vite. Schiedsrichterin Tori Penso verzichtete jedoch auf eine Überprüfung des Treffers und erkannte den Treffer an. Auch der Video-Assistent sah in dem Zweikampf offenbar keinen Regelverstoß und griff nicht ein.

Für zahlreiche Experten war das eine klare Fehlentscheidung. "Das Tor hätte niemals zählen dürfen", urteilte etwa Frank Buschmann im "ORF". Auch Mats Hummels kam bei Magenta zum gleichen Schluss: "Der Treffer darf einfach nicht zählen."

"Kleine Mannschaft werden benachteiligt"

Noch deutlicher wurde der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe gegenüber der "Bild". "Diese Entscheidung ist natürlich ein Witz. Zu unseren Gunsten, wir freuen uns, aber objektiv müssen wir sagen: Das ist nicht akzeptabel", so der 52-Jährige.

"Man kann versuchen, den Ball in zwei Metern Höhe zu spielen, wenn kein Gegner in der Nähe ist. Wenn man den Gegner auf zwei Metern Höhe am Kopf trifft, dann ist es ein klares Foulspiel. Man gewinnt den Eindruck, dass die kleinen Mannschaften benachteiligt werden", so Gräfe weiter.

Der umstrittene Treffer im VIDEO:

Kommentare

JETZT NEU: Diskutiere mit den LAOLA1-Usern bei Live-Events in unserem neuen LAOLA1-Chat!