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Klopp-Poker: Ex-Weltmeister warnt den DFB

Der ehemalige Bayern-Star kritisiert das Vorgehen des DFB im Bundestrainer-Poker um Jürgen Klopp.

Klopp-Poker: Ex-Weltmeister warnt den DFB Foto: © IMAGO / DeFodi Images

Bastian Schweinsteiger hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei der Suche nach einem neuen Bundestrainer zur Ruhe und Besonnenheit aufgerufen.

Der Weltmeister von 2014 sieht die starke Fokussierung auf Jürgen Klopp kritisch und fordert, sich bei der Trainersuche breiter aufzustellen.

Als "ARD"-Experte vor dem WM-Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko stellte Schweinsteiger die Frage, ob der DFB überhaupt einen Plan-B habe.

"Hat der DFB Alternativen?", fragte der 41-Jährige und bemängelte, dem Verband fehle derzeit "ein bisschen die Souveränität".

"Braucht auch einen Gegenpol"

Auch das Vorgehen der DFB-Spitze rund um Präsident Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke, die zu Gesprächen mit Klopp in die USA reisen wollen, sieht der Ex-Bayern-Star skeptisch.

Der geplante Trip wirke auf ihn "ein bisschen hektisch". Man müsse aufpassen, "dass man auch einen Gegenpol hat", so Schweinsteiger.

Darüber hinaus warnte der Weltmeister davor, sämtliche Hoffnungen auf Klopp zu setzen.

Zwar könne der frühere Liverpool-Coach wichtige Impulse geben, doch die Probleme des deutschen Fußballs seien damit nicht automatisch gelöst.

"Wir liegen am Boden"

"Wir liegen am Boden", wird Schweinsteiger deutlich. Klopp sei für ihn "das Pflaster, wenn er die Wunde heilt". Ob diese jedoch vollständig verheile, sei fraglich.

Dafür müsse der DFB in den kommenden Jahren vor allem intensiv mit der nächsten Spielergeneration arbeiten. Seinen Appell an den Verband formulierte Schweinsteiger deutlich: Der DFB solle "ein bisschen tiefer stapeln".

Als kurzfristiges Ziel nannte er zunächst die Rückkehr in die Runde der letzten acht bei einer Weltmeisterschaft. "Mal ein Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft zu erreichen, das wäre schon wieder gut", so der 41-Jährige.

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