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Japan will gegen Brasilien K.o.-Runden-Fluch brechen

Brasilien ist großer Favorit im Sechzehntelfinale, man sei aber gewarnt: Das letzte Aufeinandertreffen der beiden ging an Japan.

Japan will gegen Brasilien K.o.-Runden-Fluch brechen Foto: © IMAGO / AFLOSPORT

Es war ein Warnschuss, der Carlo Ancelotti noch einmal die Schwierigkeit seiner Aufgabe als Teamchef Brasiliens vor Augen geführt hat.

Im Oktober kollabierte die Selecao in Tokio trotz 2:0-Führung, kassierte beim 2:3 gegen Japan drei Gegentreffer in 20 Minuten.

Unter ganz anderen Voraussetzungen kommt es am Montag (19.00 Uhr/ORF 1 und im Ticker >>>) im WM-Sechzehntelfinale zum Wiedersehen. Unangenehm bleibt die Erinnerung für den immer besser ins Turnier findenden Rekordweltmeister allemal.

"Vielleicht sind sie gerade deshalb noch motivierter", mutmaßte Japans Teamchef Hajime Moriyasu mit Blick auf den damaligen Achtungserfolg. "Wir werden gegen eine brasilianische Mannschaft spielen, die sehr auf den Sieg aus ist. Ich freue mich darauf."

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Sein Team schien bereit für eine große Rolle bei dieser WM, hat jedoch zahlreiche prominente Ausfälle zu verkraften. Dennoch blieben die "Blue Samurai" in der Gruppenphase gegen Schweden (1:1), Tunesien (4:0) und die Niederlande (2:2) ungeschlagen.

Lange Durststrecke bei WM

Japan ist zum achten Mal in Serie bei der WM dabei und hat seit 1998 viermal die Gruppenphase überstanden. Danach war aber stets in der ersten K.o.-Runde Schluss.

Die Brasilianer würden zwar "perfekt" spielen und er habe "großen Respekt", sagte Japans Coach. "Aber dennoch glauben wir, dass wir eine Chance auf den Sieg haben."

Über Ancelotti sagte Moriyasu, dass er ihn bewundere, auch wegen der großen Siege in der Champions League. Der Italiener habe keine leichte Aufgabe übernommen, "aber er liefert Ergebnisse".

Brasilien (noch) "nicht perfekt"

Die passten beim Rekordweltmeister auch im bisherigen Turnier. Einem mühevollen 1:1 gegen Marokko folgten souveräne 3:0-Siege gegen die schwächer eingeschätzten Teams aus Schottland und Haiti.

Während die Nation bereits wieder leise von der ersehnten Hexa, dem seit 2002 auf sich warten lassenden sechsten WM-Titel träumt, führt Trainer-Routinier Ancelotti seine Stars pragmatisch wie einst bei Real Madrid.

Seinen Lieblingsspieler Vinicius Junior lässt der Italiener scheinen, und die Reizfigur zahlt es bisher mit spielfreudigen Darbietungen und bereits vier WM-Toren zurück.

"Wir sind nicht perfekt. Wir können uns noch verbessern. Zum Beispiel unser Tempo am Ball. Da können wir schneller sein", sagte Ancelotti nach dem Abschluss der Gruppenphase.

"Aber ich bin zufrieden, denn die Mannschaft hat sich seit dem ersten Spiel stark verbessert. Jetzt geht es in die K.o.-Runde." Nun sei Resilienz gefragt, so Ancelotti. Der Sieger bekommt es im Achtelfinale mit der Elfenbeinküste oder Norwegen zu tun.

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