Fair-Play-Eklat! Wirbel um "unfairen" Uruguay-Treffer
Uruguay-Kicker Vinas brach wegen eines Angriffs seines Teams eine Hilfsaktion für einen Gegenspieler ab. Kritik ist nun die Folge.
Eine kuriose Szene hat beim WM-Spiel zwischen Uruguay und Kap Verde für Aufregung gesorgt.
Beim Spielstand von 0:1 half Uruguays Stürmer Federico Vinas Gegenspieler Telmo Arcanjo, der von einem Krampf geplagt am Boden lag.
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Als Vinas jedoch sah, dass sich seine Mannschaft gerade eine aussichtsreiche Torchance herausspielte, ließ er den Kap-Verde-Spieler einfach liegen und lief mit in den Strafraum.
Genau bei diesem Angriff fiel das Tor zum 1:1 durch Maxi Araujo.
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Ausgerechnet Fair-Play-Guru als Teamchef
"Mein Gegenspieler brauchte mich. Aber mein Team brauchte mich noch mehr", rechtfertigte Vinas nach dem Spiel sein Verhalten.
Kap Verdes Trainer Bubista wollte das nicht so stehen lassen. "Ich war verärgert über diese Szene", sagte er. "Denn Marcelo Bielsa (Uruguays Trainer) lebt uns in jeder Pressekonferenz und in jedem Spiel Fair Play vor. Von ihm haben wir alle gelernt, was Fair Play bedeutet."
Bielsa wurde 2019 mit dem Fair-Play-Preis der FIFA ausgezeichnet. Er hatte seine damalige Mannschaft Leeds United angewiesen, ohne Gegenwehr ein Tor des Gegners Aston Villa zuzulassen. Leeds hatte unmittelbar zuvor getroffen, als ein Villa-Spieler verletzt am Boden lag.
Nach dem WM-Spiel in Miami fragte Bubista seinen Trainerkollegen nach eigenen Angaben sofort, warum er diesmal nichts unternahm. Eine Antwort erhielt er offenbar nicht.