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Euphorie soll anhalten: Norwegen will sich in K.o.-Phase "rudern"

Die Skandinavier könnten mit einem Sieg gegen den Senegal alles klar machen - dasselbe gilt für Frankreich gegen den Irak. Jordanien und Algerien haben Druck.

Euphorie soll anhalten: Norwegen will sich in K.o.-Phase "rudern" Foto: © IMAGO / Anadolu Agency

Vizeweltmeister Frankreich und Norwegen können in Gruppe I der FIFA Weltmeisterschaft den vorzeitigen Aufstieg ins Sechzehntelfinale der Fußball-WM fixieren.

Während die Franzosen am Montagabend (23.00 Uhr im Liveticker) gegen Außenseiter Irak nach dem Auftakt-3:1 gegen Senegal nachlegen wollen, peilen die Norweger gegen Senegal (02.00 im Liveticker) den nächsten Sieg nach dem 4:1 gegen Irak an.

In der Österreich-Gruppe J treffen die punktelosen Teams aus Jordanien und Algerien (05.00 im Liveticker) aufeinander.

Guter Start der Norweger sorgt für Begeisterung

Norwegen kann wie auch die Franzosen schon vor dem für Freitag angesetzten direkten Duell den Aufstieg fixieren. Die Begeisterung bei den Skandinaviern ist nach 28-jähriger WM-Absenz durch den 4:1-Auftaktsieg über den Irak noch gewachsen.

Das Massen-Rudern als Anfeuerungshit wurde sogar schon im norwegischen Parlament praktiziert. Nicht zuletzt deswegen werden sich Erling Haaland und Co. am Dienstag in New Jersey gegen den Senegal wieder in die Riemen legen.

Haaland treffsicher

Haaland hat mit seinem Doppelpack gegen die Iraker gleich in seinem überhaupt ersten WM-Match zu Norwegens WM-Rekordtorschützen Kjetil Rekdal (je ein Treffer 1994 und 1998) aufgeschlossen. 1994 ebenso in den USA waren mit Alf-Inge Haaland, Göran Sörloth und Erik Thorstvedt die Väter dreier aktueller norwegischer WM-Stützen dabei.

Ein Gruppen-Out wie damals ist freilich schon jetzt kaum noch möglich. Das Team zeigt Geschlossenheit, stellte es sich doch einheitlich gegen Kritik aus der Heimat an Kapitän Martin Ödegaard nach dessen Leistung gegen die Iraker.

Versorgungsprobleme beim Senegal

Die Vorbereitung der Senegalesen nach dem 1:3 gegen Frankreich war laut Medienberichten alles andere als störungsfrei. Demnach bestellen sich Sadio Mane und Kollegen ihr Essen, da es aus Kostengründen keinen eigenen Team-Koch gibt.

Sportlich waren die Westafrikaner in der ersten Hälfte gegen die Franzosen nahe an der Führung, gegen die Norsker ist eine bessere Chancenverwertung vonnöten. Selbst bei einer weiteren Niederlage wäre das Aufstiegsziel Senegals aber noch nicht ganz abgehakt, umso mehr als es beim Gruppen-Showdown noch gegen Außenseiter Irak geht.

Franzosen wollen solide weitermarschieren

Superstar Kylian Mbappe hat sich beim WM-Auftakt bereits warmgeschossen. Mit zwei Treffern führte der Real-Madrid-Torjäger die Equipe Tricolore zum wichtigen Auftaktsieg gegen Senegal. Nun will der Mitfavorit seinen Rhythmus halten und sich für höhere Aufgaben einspielen.

Denn gegen den Irak in Philadelphia sind die Rollen mehr als nur klar verteilt, der Weltmeister von 2018 will zum vierten Mal in Serie seine ersten beiden Spiele bei einer WM gewinnen.

Irak droht frühes Aus

Die Iraker benötigen unterdessen ein Fußballwunder, sonst droht das Aus in der Gruppenphase bei der ersten WM-Teilnahme seit 40 Jahren. Beim 1:4 gegen Norwegen hielt das Team aus dem Nahen Osten aber besser mit, als es das Ergebnis erahnen ließ.

Die Mannschaft von Trainer Graham Arnold zeigte vor allem offensiv gute Ansätze, war aber nicht effizient genug. Erneut ruhen die Hoffnungen auf Stürmer Aymen Hussein.

© GEPA
Mbappe will auch gegen den Irak wieder jubeln

Jordanien-Algerien als Spiel mit Druck auf beiden Seiten

Die ÖFB-Auswahl wird wenige Stunden nach dem Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Argentinien genau auf das Duell zwischen Jordanien und Algerien in San Francisco blicken. WM-Neuling Jordanien droht nach dem 1:3 gegen Rot-Weiß-Rot das frühzeitige Ausscheiden, aber auch Algerien steht nach dem 0:3 gegen die Argentinier bereits unter Druck.

Die favorisierten Afrikaner von Trainer Vladimir Petkovic wollen gegen Jordanien anschreiben und damit vermeiden, bei der fünften WM-Teilnahme erstmals die ersten beiden Spiele zu verlieren.

Im Fokus wird auch Algeriens Tormann Luca Zidane stehen. Der Sohn von Zinedine Zidane hatte bei den ersten beiden Gegentoren gegen Argentinien nicht gut ausgesehen. Sollte Algerien gegen Jordanien gewinnen, ist die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick zumindest fix Gruppendritter.

Argentinien-Tormann Emiliano Martinez hatte nach dem Spiel gegen die Wüstenfüchse, das Lionel Messi mit einem Dreierpack geprägt hatte, nur Lob für den Gegner übrig. "Algerien ist ein richtig gutes Team", erklärte der Weltmeister-Torhüter. "Ich glaube, dass sie gegen Österreich und gegen Jordanien gewinnen werden."

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