Advocaat lässt Zukunft nach WM-Aus mit Curaçao offen
Nach dem Vorrunden-Aus will sich Dick Advocaat noch nicht zu seiner Zukunft äußern. Die Spieler sprechen sich für einen Verbleib des 78-jährigen aus.
Trainer Dick Advocaat hat seine Zukunft nach dem Aus bei der Fußball-WM mit Curaçao offengelassen.
"Darüber habe ich mir noch keine Minute Gedanken gemacht. Ich habe mich auf die WM fokussiert und wollte das maximale Ergebnis. Vielleicht, wenn ich den Raum verlasse", sagte der 78-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 0:2 gegen die Elfenbeinküste (zum Spielbericht >>>)
Der Niederländer trainiert den Karibikstaat seit Jänner 2024 - mit einer kurzen Unterbrechung von Februar bis Mai heuer.
Room und Co. setzten sich erst für ihn ein
Die Spieler des WM-Neulings haben sich nach Platz vier in der Gruppenphase für einen Verbleib des Trainers ausgesprochen. "Ich will, dass er weitermacht, aber es ist seine Entscheidung. Er hatte eine lange, wunderschöne Karriere. Wir müssen ihm jetzt erst einmal ein wenig Freiraum geben. Aber natürlich wollen wir mit ihm weiterarbeiten", sagte Torhüter Eloy Room, der mit seinen 15 Paraden im zweiten Spiel gegen Ecuador Heldenstatus in Curaçao erlangte.
Für Abwehrspieler Juriën Gaari wäre es "enttäuschend", sollte Advocaat sich für einen Rücktritt entscheiden.
"Er hat eine gute Energie, auch wenn er schon etwas älter ist. Wir haben eine gute Beziehung zu ihm. Wir sind sehr stolz auf ihn, was er mit uns erreicht hat", sagte Gaari und schob hinterher: "Bei diesem Trainer wissen wir nie, ob er weitermacht oder nicht".
Rücktritt vom Rücktritt
Advocaats Amtszeit bei Curaçao verlief in der Tat etwas ungewöhnlich. Der frühere Bondscoach war Anfang des Jahres zunächst aus familiären Gründen zurückgetreten, um mehr Zeit mit seiner erkrankten Tochter verbringen zu können.
Wenige Wochen später kehrte der Niederländer jedoch überraschend auf die Trainerbank zurück, um die Mannschaft bei der ersten WM der Verbandsgeschichte zu betreuen.