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Endstand
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Bitterer Ausfall: ÖFB-Frauen gegen Deutschland ohne Kapitänin

Sarah Puntigam fällt für das zweite Duell mit Deutschland aufgrund einer Gehirnerschütterung aus. Eine Spielerin von Austria Wien wird nachnominiert.

Bitterer Ausfall: ÖFB-Frauen gegen Deutschland ohne Kapitänin Foto: © GEPA

Die österreichische Frauen-Nationalmannschaft muss für das Match gegen Deutschland in der WM-Qualifikation am Samstag auf Kapitänin und Rekordspielerin Sarah Puntigam verzichten.

Die Mittelfeldspielerin fällt nach einer leichten Gehirnerschütterung im ersten Spiel gegen die Deutschen am Dienstag für das Retourmatch in Ried aus. "Punti ist jemand, den man eigentlich nicht ersetzen kann", betonte ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl. Der Ausfall der ÖFB-Rekordspielerin sei das Tüpfelchen auf den ohnehin vorhandenen Verletzungsproblemen.

Schriebl nominierte dafür eine Debütantin nach. Die 22-jährige Tatjana Weiss von Austria Wien stößt erstmals zum Team.

Für die ÖFB-Frauen geht es gegen die klaren Favoritinnen aus Deutschland nach dem 1:5 in Nürnberg vor wenigen Tagen um Wiedergutmachung. In der Tabelle liegt man nach drei Spielen noch punktlos am letzten Platz, Deutschland führt diese nach drei Siegen aus ebenso vielen Spielen vor Norwegen und Slowenien an.

Acht Niederlagen in acht Duellen

Die jüngste klare ÖFB-Niederlage war die achte im achten direkten Duell. Nach zuvor engeren Auseinandersetzungen wurden diese zuletzt mit einem 4:0, 4:1, 6:0 und 5:1 zur leichten DFB-Beute.

"Ich bin trotzdem positiv gestimmt, dass wir diesmal was Zählbares mitnehmen können", sagte Offensivspielerin Julia Hickelsberger-Füller, deren Engagement beim türkischen Tabellenzweiten Galatasaray Istanbul im Sommer trotz noch gültigem Vertrag für ein weiteres Jahr wohl enden dürfte. Sie selbst soll in ihrem 50. Länderspiel Offensivakzente setzen.

"Wir wollen in erster Linie gut verteidigen und das Spiel lange offen halten. Unsere Nadelstiche nach vorne müssen wir effektiver und konsequenter setzen als zuletzt", verlautete die 26-Jährige. An der Verbesserung des letzten Passes und Abschlusses habe man in den vergangenen Tagen gearbeitet.

"Wir sind wieder der Underdog, der Druck liegt auf ihrer Seite. Es kann sein, dass in deren Kopf das 5:1 mehr ist, zumal sie die Spiele doch eindeutig gewonnen haben. Vielleicht stellen sie sich auf ein einfaches Spiel ein. Das werden wir nicht zulassen", sagte Hickelsberger-Füller.

Bessere Leistung bei Standards nötig

Schriebl versuchte in der Arbeit mit den ÖFB-Spielerinnen darauf den Fokus zu legen, was man richtig gut gemacht habe. In der ersten Hälfte hatte man mit einer kompakten Fünferkette nicht viele DFB-Chancen zugelassen.

"Wenn wir wie in der ersten Hälfte unser Spiel durchziehen, bleiben wir dann hoffentlich länger gut im Spiel und nutzen hoffentlich auch besser unsere Umschaltsituationen und Chancen", gab Schriebl preis. Wichtig sei es zudem, die Standardsituationen der Deutschen besser wegzuverteidigen. Im "Hinspiel" waren zwei Gegentreffer daraus resultiert.

Die Heimstätte der SV Ried wird mit der internationalen Maximalkapazität von 4.300 Fans gefüllt sein, damit tritt die ÖFB-Auswahl erst zum zweiten Mal in der Geschichte in einem ausverkauften Heimstadion an.

"Das kann morgen ein toller Energiebooster werden, den wir auch brauchen gegen so einen starken Gegner", sagte Schriebl. Darüber erfreut ist auch Hickelsberger-Füller. "Besser in einem kleinen Stadion, das ausverkauft ist, spielen, als in einem großen, wo man das Gefühl hat, dass es halbleer ist."

Schweigeminute vor Anpfiff

DFB-Teamchef Christian Wück ließ ebenfalls offen, ob er mehrere Änderungen vornehmen wird. Fehlen könnte neben Kapitänin Julia Gwinn auch Innenverteidigerin Rebecca Knaak wegen muskulärer Probleme. "Von der Qualität ändert sich bei ihnen dann aber nicht viel", meinte Schriebl.

Sein Gegenüber hofft auch auf eine Steigerung. "Wir wollen in den Basics einfach souveräner und stabiler werden. Zu den Basics gehören ein gutes Passspiel, der erste Kontakt, die Orientierung, Wissen, wo der Gegner ist, wo meine Mitspielerinnen stehen. Das möchte ich morgen am besten dann auch schon sehen", sagte Wück.

Vor dem Anpfiff wird es eine Gedenkminute für den bei einem tragischen Unfall verstorbenen Ex-ÖFB-Teamtormann Alexander Manninger geben. Zudem wird die ÖFB-Truppe mit Trauerflor spielen. "Es ist ein Megaverlust und fällt mir schwer, darüber zu sprechen. Wir beide haben seit Kindesbeinen an in Salzburg gespielt und wir haben in der Region auch noch regelmäßig Treffen, wo viele aus der damaligen Zeit zusammenkommen", sagte der 47-jährige Schriebl. Manninger wurde nur 48 Jahre alt.

Der Artikel wurde um 18:00 Uhr umfassend aktualisiert.

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