ALEXANDER SCHLAGER
90 Minuten
Österreichs größter Gewinner dieser WM - es wäre nach diesen Glanzleistungen kein Wunder, wenn der Salzburger doch noch den Sprung raus aus Österreich schaffen würde. Gegen Spanien war er nicht nur einmal Österreichs letzter Retter. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er einer der größten Profiteure der "Arsenal-Regel", die Torhüter nach Ecken besonders schützen soll, ist - so gesehen vor Cucurellas nicht gegebenem Tor. Schlussendlich konnte er bei allen drei Treffern nichts ausrichten. Der beste Spieler im ÖFB-Trikot an diesem Tag.
STEFAN POSCH
85 Minuten, Gelb
Es war schlicht nicht die WM des Steirers. Im ersten Spiel gleich einen Kieferbruch zugezogen, danach einfach nicht der Alte. Das spanische Spiel ging ihm oftmals zu schnell, die ersten beiden Tore fielen über seine Seite: Beim 1:0 ließ er sich rauslocken und fehlte dann am Flügel, vor dem 2:0 verlor er den entscheidenden Zweikampf. Nicht vergessen darf man aber seine starke Rettungsaktion gegen Olmo in Halbzeit eins. Kurz nachdem er Gelb sah, wurde er für die Schlussphase ausgewechselt.
KEVIN DANSO
90 Minuten
Etwas Licht, aber auch viel Schatten beim Steirer, der diesmal wieder den Vorzug gegenüber Lienhart bekam. Viel zu oft nicht nah an den gefährlichen spanischen Offensivleuten dran, aber auch die ein oder andere gute Rettungsaktion war dabei. Seine wenigen progressiven Pässe kamen fast nie an.
DAVID ALABA
90 Minuten
Es wäre sehr schade, wenn es das für ihn im ÖFB-Team gewesen sein sollte. Sollte es so kommen, war das ein mehr als würdiges Ende einer ganz großen Nationalteam-Karriere. Der Kapitän dirigierte und hielt seine Abwehr zusammen, so gut es eben ging. Beim 0:1 etwas zu weit weg von Oyarzabal, dafür in der Schlussphase ganz stark auf der Linie gegen Yamal gerettet.
KONRAD LAIMER
90 Minuten
Das vielleicht undankbarste Spiel seiner Karriere. Nach einem leichten Abtasten wurde er in Halbzeit eins zu Yamals persönlichem Spielball: zwei Gurkerl, ständig überlaufen - eigentlich so gut wie immer das Nachsehen im Duell mit dem Youngster. Nach Seitenwechsel kämpfte sich der Bayern-Legionär in die Partie rein und hatte auch die ein oder andere gute Idee nach vorne. Vor dem 3:0 fehlte die Energie, um gegen Assistgeber Cucurella rauszurücken.
NICOLAS SEIWALD
45 Minuten
Zur Pause ausgewechselt - das passierte unter Rangnick noch gar nicht und spricht für sich. Das Spiel begann für den Leipzig-Legionär mit einem Ausrutscher, der durchaus böse enden hätte können. Danach mit ein paar guten Ballgewinnen, aber sonst nicht viel Licht.
XAVER SCHLAGER
45 Minuten
Leider war auch der vierte WM-Auftritt keiner, bei dem sich der nun offiziell vereinslose Oberösterreicher für einen Top-Transfer empfehlen konnte. Gleich zu Beginn ein schrecklicher Ballverlust, dann etwas gefestigter und mit einigen Balleroberungen, ehe er zur Pause raus musste.
ROMANO SCHMID
60 Minuten
Wenn Österreich in Halbzeit eins so etwas wie Offensivaktionen zustande brachte, dann immer mit seiner Beteiligung. Je länger das Spiel dauerte, desto weniger gelang ihm jedoch - als rechter Mittelfeldspieler nach Seitenwechsel schließlich kaum mehr - etwas. Nach einer guten Stunde ausgetauscht.
PAUL WANNER
90 Minuten
Lang, lang lief das Spiel an ihm vorbei. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit mit den ersten gelungenen Ballaktionen. Nach Pausenwechsel von der Zehn auf die Sechs zurückgezogen und dort kaum zu sehen. Zugutezuhalten ist ihm, dass er sich diesmal äußerst engagiert im Defensivspiel zeigte und dabei viele Meter zurücklegte - wenngleich ihm vor Baenas Flanke zum 2:0 etwas die Entschlossenheit in der Zweikampfführung fehlte.
MARCEL SABITZER
90 Minuten
Einer der Spieler, die sich am wenigsten vorzuwerfen haben. Viel wichtige "Drecksarbeit" in der Defensive erledigt, in der Offensive immer wieder mit guten Flanken von links zur Mitte. Leider war einmal Gregoritsch zu klein, einmal Kalajdzic zu sehr in Rücklage und einmal Posch etwas zu unentschlossen. Alles gelang aber auch freilich ihm nicht.
MICHAEL GREGORITSCH
60 Minuten
Ganz schwieriges Spiel für ihn bis zu seiner Auswechslung. Oft mit weiten Bällen gesucht - nicht zuletzt bei seiner größten Chance nach 18 Minuten, als er knapp zu klein für Sabitzers Flanke war. Überhaupt wenig am Ball - und wenn, dann wurde es sogar eher für das österreichische Tor gefährlich, als er vor Yamals Großchance kurz vor der Pause so ungewollt wie ideal per Kopf auflegte.
CARNEY CHUKWUEMEKA
ab der 46. Minute
Seine Einwechslung sollte etwas Spielwitz ins rot-weiß-rote Spiel bringen, tatsächlich blieb er bei seinen gar nicht so seltenen Dribblingversuchen aber meistens hängen. Einer der wenigen österreichischen Abschlüsse ging auf seine Kappe, die Schussposition nach einer schönen Kombination war allerdings ungünstig.
FLORIAN GRILLITSCH
ab der 46. Minute
Kam ins Spiel, um Österreich dringend benötigte Ballsicherheit zu geben - und leistete sich sofort einen horrenden Ballverlust. Für eine Gurke von Yamal revanchierte er sich noch mit einem guten Ballgewinn gegen den Youngster, dafür spielte er vor dem 0:2 einen Pressball in Cucurellas Beine. Auf kreativer Ebene ging nichts auf.
SASA KALAJDZIC
ab der 60. Minute
Fast ließ er Österreich kurz hoffen. Bei Sabitzers Flanke passte eigentlich alles, außer seine Positionierung zum Ball. Es wäre aber auch schon fast etwas zu kitschig gewesen, wenn schon wieder der erste Ballkontakt drinnen gewesen wäre. Kurz vor Schluss hatte er noch eine gute Pass-Idee für Chukwuemeka bei dessen Abschluss.
MARKO ARNAUTOVIC
ab der 60. Minute
Sein letzter rot-weiß-roter Tanz. Das Bemühen war ihm auf keinen Fall abzusprechen - das sah man nicht zuletzt daran, mit welcher Wucht er in ein Duell mit Spaniens Schlussmann Simon ging. Bei Chukwuemekas Abschluss kurz vor Ende schön mit der Ferse verlängert, sonst leider kaum am Ball.
ALEXANDER PRASS
ab der 85. Minute
zu kurz eingesetzt