Arnautovic nach WM-Aus emotional: "Schon genug geweint"
Die WM-Reise ist für das ÖFB-Team vorbei. Nach dem Schlusspfiff überwiegt die Trauer über das Ausscheiden.
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Österreich scheitert im WM-Sechzehntelfinale an Europameister und Mitfavorit Spanien und muss nach dem 0:3 in Los Angeles die Heimreise antreten.
Im ersten K.o.-Spiel einer Weltmeisterschaft seit 1954 hielt Alexander Schlager das ÖFB-Team mit mehreren starken Paraden zunächst im Spiel.
Doch die Überlegenheit der "Furia Roja" zeichnete sich früh ab und wurde in der 36. Minute belohnt, als Mikel Oyarzabal zur hochverdienten Führung traf.
"Sie sind besser als wir"
Auch Marcel Sabitzer musste gegenüber "ServusTV" die Klasse des Gegners anerkennen: "Man muss sagen, sie sind besser als wir. Ich denke, wir haben in den ersten 20 Minuten ganz gute Momente. Aber in so Kleinigkeiten - letzter Pass, letzte Aktion - siehst du, dass ein bisschen die Qualität fehlt. Da ist der Unterschied. Ich denke, es ist heute ein verdienter Sieg für Spanien."
Auch Marko Arnautovic schließt sich an: "Gratulation an Spanien. Wir haben es versucht. Spanien ist ein überragender Gegner. Leider hat es nicht geklappt. Wir können dennoch stolz auf uns sein."
Österreich fand gegen starke Spanier keine Mittel
Die iberische Star-Truppe ließ sich auch nach der Pause nicht aus dem Konzept bringen.
Österreich fand offensiv kaum Mittel und brachte keinen einzigen Schuss auf das spanische Tor. Die beste Möglichkeit hatte Joker Sasa Kalajdzic in der 61. Minute. Sein Kopfball ging über das Tor.
Entsprechend zufrieden zeigte sich Spaniens Teamchef Luis de la Fuente nach dem Schlusspfiff: "Es war das wichtigste Spiel. Wir haben darauf hingearbeitet. Wir haben in allen Aspekten abgeliefert."
Auch Teamchef Rangnick zollt der Leistung der Spanier viel Respekt ab: "Sie sind nicht umsonst der amtierende Europameister und es würde mich nicht wundern, wenn sie der zukünftige Weltmeister sind."
Arnautovic tritt im ÖFB-Team ab
Für die ÖFB-Auswahl endet damit die erste Weltmeisterschaft seit 1998 bereits im Sechzehntelfinale.
Es war zugleich das letzte Länderspiel von Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze Marko Arnautovic. Der 37-Jährige zeigte sich nach dem Schlusspfiff tief enttäuscht: "Es war das letzte Mal. Katastrophe. Ich habe schon genug geweint."
Trotz des schmerzhaften Abschieds blickt Arnautovic auch mit Stolz auf die letzten Wochen zurück: "Das größte Highlight meiner Karriere war, dass ich mit meinem Land, mit Österreich hier bei der Weltmeisterschaft gespielt habe."
"Massen bewegt in Österreich"
Auch bei Marcel Sabitzer überwog unmittelbar nach dem Spiel die Enttäuschung: "Wir haben sicher wieder Massen bewegt in Österreich, die Leute können sich mit uns identifizieren. Aber so kurz nach dem Spiel bin ich nur enttäuscht, weil unser Ziel war es weiterzukommen. Das haben wir verpasst und das müssen wir neidlos anerkennen."