Die Warnung ist bei seinen Schützlingen angekommen. Michael Gregoritsch meint: "Sie spielen richtig, richtig guten Fußball. Das ist nichts, wo wir hingehen und wie die Deutschen 7:1 drüberfahren. Das wird ein sehr schweres Spiel. Wir müssen hundertprozentig an unsere Obergrenze kommen, damit wir das Spiel auf unsere Seite ziehen."
Rangnick erwartet einen Gegner "mit Dreier- oder Fünferkette, mit einem sehr kompakten mannschaftlichen Verhalten, immer darauf aus, dem Gegner die Räume extrem eng zu machen und dann schnell umzuschalten. Sie sind darauf aus, den Gegner anzulocken, um dann in freie Räume reinkontern zu können".
Das große Thema Restverteidigung
Das letzte Testspiel gegen Tunesien hat genau dort eine Schwäche des ÖFB-Teams aufgedeckt. Die Restverteidigung ließ vor allem vor der Pause sehr zu wünschen übrig, immer wieder entstanden bei schnellen Gegenstößen des Gegners brenzlige Situationen.
"Das war eines der Themen, das sich in den letzten Wochen durch die Einheiten und Videobesprechungen gezogen hat. Darauf haben wir großen Wert gelegt", verrät der Teamchef.
"Wir müssen richtig Spaß haben an dem, was da am Platz passiert"
Vor allem in den letzten drei Trainingseinheiten lag der Fokus auf der Restverteidigung. Rangnick ist mit dem Gesehenen zufrieden: "Wenn wir das so auf den Platz bringen, wie es im Training ausgesehen hat, mache ich mir keine Sorgen."
Spaß mit dem Ball
Doch auch das Spiel mit dem Ball wird entscheidend werden. "Ich schätze mal, sie werden nicht 90 Minuten vorne hoch attackieren. Wir werden eher den Ball haben", weiß Xaver Schlager.
Das seien dann die schwierigen Spiele. "Der Gegner wartet nur auf deine Fehler und du darfst dir keine erlauben. Oft ist das sehr kompliziert. Es ist wichtig, dass wir Ruhe bewahren, gut im Gegenpressing sind und versuchen, das 1:0 zu machen. Wenn wir einem Rückstand hinterherlaufen würden, wäre die ganze Sache noch verzwickter, weil sie sich dann noch mehr auf Umschaltmomente verlassen. Das dürfen wir nicht zulassen", so Schlager.
Deshalb fordert Rangnick auch: "Wir brauchen die nötige Spielfreude und Lockerheit. Wir müssen richtig Spaß haben an dem, was da am Platz passiert."