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"Holzfällen" soll für Xaver nicht reichen

Xaver Schlager freut sich auf einen inzwischen selten gewordenen "ersten Moment" und nimmt sich dann auch gerne zurück.

"Holzfällen" soll für Xaver nicht reichen Foto: © GEPA

274 Seiten hat der Roman "Holzfällen" von Thomas Bernhard. Es gibt dickere Wälzer.

Der Klassiker der jüngeren österreichischen Literatur ist das einzige Buch, das Xaver Schlager mit in die USA genommen hat.

"Ich hoffe, ich komme nicht durch"

"Ich hoffe, ich komme nicht durch, weil das heißen würde, wir sind lange hier und ich habe es ausgelesen", grinst der 28-Jährige.

"Eine Erregung", nannte Bernhard die Gattung dieses Werks. Das trifft gewissermaßen auch auf den Gemütszustand Schlagers, des ganzen ÖFB-Teams, praktisch des ganzen Landes zu.

Der Wow-Moment

Die erste WM-Teilnahme seit mehr als einem Vierteljahrhundert steht vor der Tür.

Schlager sagt: "Man arbeitet das ganze Leben darauf hin, dass man da dabei sein darf. Jetzt ist das gegeben. Natürlich spürt man Druck, aber das ist mehr Vorfreude."

"Je älter man wird, desto weniger erste Momente erlebt man"

"Dieser Wow-Moment, etwas zu erleben, das man normal nicht erlebt. Alles, was man im Leben zum ersten Mal erlebt, ist besonders. Je älter man wird, desto weniger erste Momente erlebt man", ist dem Niederösterreicher bewusst.

Und vor jeder neuen Sache sei eben eine gewisse Nervosität bemerkbar. "Aber es ist eine positive Anspannung", versichert er.

Gedanken an die verpasste EURO 2024

Der Mittelfeldmotor hat die EURO 2024 wegen eines Kreuzbandrisses verpasst.

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Unermüdlich im Mittelfeld
Foto: ©IMAGO / Branislav Racko

"Als ich gewusst habe, dass ich da nicht spielen kann, war die WM das große Ziel. Es war damals hart, deswegen bin ich umso dankbarer, dass ich jetzt da bin", erklärt der 51-fache Internationale.

In seinem "Landgasthaus Dorfrichter" in St. Valentin wird es übrigens für die Spiele gegen Argentinien und Algerien ein Public Viewing geben.

Ungewisse Zukunft

Dass der Besitzer dann am Rasen zu bestaunen sein wird, davon ist auszugehen. Weitaus unsicherer ist, wo er in der kommenden Saison kickt.

Schlager hat seinen Vertrag bei RB Leipzig nicht verlängert, sucht nach vier Jahren in Ostdeutschland eine neue Aufgabe.

Das Team im Vordergrund

Es entspricht aber nicht dem Naturell Schlagers, die Weltmeisterschaft gezielt als Bühne nützen zu wollen, dafür ist er viel zu sehr Teamplayer.

"Je besser das Team performt, desto besser performst du als Einzelspieler. Heutzutage wird viel auf Einzelspieler geachtet, aber ich bin schon noch so erzogen worden, dass das Team das Wichtigste ist", stellt er klar.

Seine Herangehensweise: "Wenn ich mich in einem Spiel zurücknehmen muss und wir gewinnen, ist mir das lieber als ich falle auf und wir verlieren."

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