Endstand
5:1
1:0 , 4:1
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Rangnick und die Kinderaugen

Wie die Zocker dem ÖFB-Team nach der Pause geholfen haben und warum Rangnick an die Türkei erinnert.

Rangnick und die Kinderaugen Foto: © GEPA

Ein 5:1-Heimsieg gegen Ghana. So kann man schon mal ins WM-Jahr 2026 starten.

"Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass das Spiel so läuft, hatte ich sofort unterschrieben. Perfekt!", sagt ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick.

Dem österreichischen Nationalteam ist es gelungen, die große Euphorie ins neue Jahr zu transportieren.

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"Ein richtig toller Abend", sagt Rangnick. Doch der Coach warnt auch: "Wir haben die Türkei auch schon mal 6:1 geschlagen und sind danach gegen sie bei der EM trotzdem bitter ausgeschieden. Wir können das schon richtig einschätzen."

Probleme vor der Pause

Das Resultat glänzt, Gold war aber nicht alles. "Es war nicht die große Spannung in der ersten Halbzeit", gibt Marcel Sabitzer zu.

Marco Friedl ergänzt: "In der ersten Hälfte hatten wir nicht immer perfekte Lösungen."

Vor allem die Defensive wirkte nicht immer ganz sattelfest. Rangnick moniert: "Es gab zwei, drei Kontersituationen, da sind wir Eins-gegen-Eins gelaufen. Das war ein bisschen zu riskant." Die erste Hälfte sei "sehr zach" gewesen, so der Deutsche ganz österreichisch.

Und dann ging's rund

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Nach der Pause bejubelte das ÖFB-Team vier Treffer
Foto: ©GEPA

Mit einem 1:0 ging’s in die Pause. Danach ging es aber dann rund. Einige Einwechselspieler brachten frischen Wind, darunter Paul Wanner, Carney Chukwuemeka, Marko Arnautovic und Patrick Wimmer.

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Friedl erkennt: "In der zweiten Hälfte haben wir individuell gute Lösungen gefunden, hatten viele Spieler am Platz, die Zocker waren." Nicolas Seiwald meint: "Wir haben es klarer gespielt, hatten im offensiven Drittel mehr Tempowechsel drinnen."

"Wir haben Spielfreude gezeigt", freut sich Rangnick. Das habe er schon bei seiner Kabinenansprache vor der Partie thematisiert.

Die Kinder im Stadion

"Ich habe noch nie so viele Kinder gesehen wie heute. Das lag natürlich auch an der früheren Anstoßzeit. Aber beim Reinfahren mit dem Bus habe ich so viele strahlende Kinderaugen gesehen. Und gerade diese kindliche Spielfreude, die habe ich einfach auch den Jungs mit auf den Weg gegeben. Die wollte ich sehen und ich glaube, das war in der zweiten Halbzeit zu spüren. Ich glaube, auch die Kinder hatten großen Spaß heute", so der Teamchef.

Michael Gregoritsch grinst: "Wenn man Tore macht und in einen Flow kommt, macht das immer Spaß."

Oft wurde die mangelnde Effizienz des ÖFB-Teams bekrittelt. Diesmal war das ganz anders. Elf Torschüsse, sieben davon aufs Tor, fünf davon ins Tor.

"Die Effizienz war heute kein Thema. Wir haben unsere Chancen genutzt. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient", jubelt Seiwald.

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