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Rangnick: "Werden wohl das beste Spiel meiner Amtszeit brauchen"

Auf Österreich wartet mit Argentinien die wohl größte Prüfung bei dieser WM-Endrunde. "Against all odds" will man dennoch überraschen.

Rangnick: "Werden wohl das beste Spiel meiner Amtszeit brauchen" Foto: © IMAGO / DeFodi Images

Es sind die großen Spiele, in denen Geschichten geschrieben werden!

Für Österreich steht am Montag in Arlington das zweite Spiel bei dieser Weltmeisterschaft auf dem Programm (ab 19 Uhr im LIVE-Ticker >>>).

Und die Aufgabe könnte größer wohl kaum sein: Mit Argentinien wartet der amtierende Weltmeister, angeführt von Lionel Messi, der sich mit fast 39 Jahren noch immer in Topform befindet.

Entgegen aller Wahrscheinlichkeiten?

Auch wenn beide Teams mit einem Sieg ins Turnier gestartet sind, scheint die Rollenverteilung vor dem Duell klar. Doch Teamchef Ralf Rangnick sieht genau darin eine Chance.

"Wir spielen 'against all odds'. Und 'against all odds' ist möglich, dass wir eben vielleicht auch für eine Überraschung sorgen. Und das halte ich für möglich, weil wir reden immer noch über eine Mannschaftssportart", erklärte Rangnick vor der Partie.

Entscheidend wird es sein, auf welchem Niveau wir spielen.

Ralf Rangnick über die eigene Leistung.

Im Vorfeld lag der Fokus, wenig verwunderlich, auch auf Messi. Den für Rangnick "wohl besten Spieler der Geschichte". Doch Argentinien sei "weit mehr als nur Messi. Sie sind überall individuell stark besetzt."

Das ist auch einer der Gründe, warum es gegen Argentinien "die wohl vielleicht beste Leistung meiner Amtszeit brauchen wird", so Rangnick.

Fokus auf dem eigenen Auftritt

Der Deutsche erwartet von Argentinien die gewohnte Spielweise – dominant, ballsicher und mit schnellen vertikalen Angriffen. Umso wichtiger werde es sein, dagegenzuhalten: "Entscheidend wird es sein, auf welchem Niveau wir spielen."

Dabei dürfen auch die eigenen Stärken nicht zu kurz kommen: "Wir haben die Möglichkeit, über unseren eigenen Auftritt, über unsere Strategie, über unseren Stil, wie wir spielen, gepaart mit der nötigen Energie und dem Mut, das Spiel eben auch auf unsere Seite zu ziehen. Und darauf wird es ankommen."

Der Fokus liegt dabei vor allem auf den eigenen Qualitäten: Intensität, Mut und ein klarer Plan. "Wir müssen taktisch auf sehr hohem Niveau spielen. Wir brauchen Energie und Mut", legte der Teamchef die Messlatte hoch.

Jubiläum für Sabitzer

Jubiläum für Sabitzer
Marcel Sabitzer wird gegen Argentinien sein 100. Länderspiel absolvieren.
Foto: ©GEPA

Für Marcel Sabitzer ist es ebenfalls ein besonderer Abend: Der Mittelfeldspieler bestreitet gegen den dreifachen Weltmeister sein 100. Länderspiel für Österreich (Hier nachlesen >>>).

Die Anspannung ist vor dem zweiten WM-Auftritt beim 32-Jährigen spürbar: "Es ist ein großes Spiel für uns, mit einer großen Chance. Die Rahmenbedingungen sind gut und wir sind hier, um das Spiel zu gewinnen. Die Vorfreude ist riesig, die Anspannung aber auch", so der Mittelfeldspieler vor seinem Jubiläumsspiel.

Pünktlich zur Weltmeisterschaft befindet sich der mittlerweile 32-Jährige in der Team-Form seines Lebens. In den letzten 12 Spielen lieferte Sabitzer 13 Torbeteiligungen, 2026 war er in jedem Länderspiel an einem Treffer direkt beteiligt.

Das soll bestmöglich auch gegen den Titelverteidiger so weitergehen: "Das Trainerteam und die Mannschaft geben mir viel Vertrauen. Ich war immer überzeugt von meiner Qualität", so der Offensivspieler.

Im ersten Spiel war mehr Druck auf dem Kessel. Dort hat jeder erwartet, dass wir gewinnen.

Marcel Sabitzer über die Erwartungen.

Druck? "Jetzt ist es anders"

Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Jordanien kann Österreich etwas befreiter in die Partie gehen.

Mit einem Sieg wäre die K.o.-Phase fix, mit einem Remis würde es sehr gut aussehen und selbst bei einer Niederlage hätte man weiterhin alles in der eigenen Hand.

"Im ersten Spiel war mehr Druck auf dem Kessel. Dort hat jeder erwartet, dass wir gewinnen. Und das war auch unser Anspruch. Jetzt ist es anders. Es ist ein großes Bonusspiel, wo wir performen wollen und am besten drei Punkte holen", blickt Sabitzer nach vorne.

Ungewohnte Anstosszeit

Eine kleine Herausforderung bringt lediglich die frühe Anstoßzeit mit sich.

In Arlington wird bereits um 12 Uhr mittags gespielt. Für viele Spieler eine eher ungewohnte Situation: "Die Anstoßzeit ist sicherlich etwas ungewöhnlich, aber ich habe das im vergangenen Jahr bei der Klub-WM schon erlebt. Da muss einfach jeder seinen eigenen Rhythmus finden. Genug Schlaf und gutes Essen ist das Wichtigste", so Sabitzer.

Der Plan steht: Argentinien möglichst wenige Räume im Umschaltspiel geben – und Messi nicht zur Entfaltung kommen lassen.

Dafür stehen auch alle Spieler zur Verfügung. Selbst Stefan Posch ist nach seinem Kieferbruch mit Spezialmaske einsatzbereit.

Und zusätzliche Motivation? Die braucht es vor einem Spiel wie diesem ohnehin nicht.

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