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100x Sabitzer im ÖFB-Team: Anders als Alaba und Co.

Der BVB-Profi steigt gegen Argentinien in den elitären 100er-Klub auf. Als erster Nicht-Wiener. Doch noch etwas unterscheidet ihn von seinen Vorgängern.

100x Sabitzer im ÖFB-Team: Anders als Alaba und Co. Foto: © GEPA / IMAGO

Von den 12.500 Anwesenden am Innsbrucker Tivoli hatte wohl niemand eine Ahnung, was er da gerade gesehen hatte.

Das 0:0 im Testspiel gegen Rumänien am 5. Juni 2012 war wahrlich kein Leckerbissen, sondern eher zum Vergessen gewesen.

Doch in der 65. Spielminute hatte sich – im Nachhinein betrachtet – Historisches ereignet: Guido Burgstaller ging aus dem Spiel, Marcel Sabitzer kam und bildete fortan eine Offensive mit Patrick Bürger, Marko Arnautovic und Andreas Ivanschitz.

Innsbruck ist ein besonderer Platz

Gerade einmal 18 Jahre, zwei Monate und 19 Tage war der damalige Admiraner alt, als ihm Teamchef Marcel Koller zum Länderspiel-Debüt verhalf.

In seinem fünften Länderspiel – abermals in Innsbruck – traf er beim 1:1 gegen Island erstmals. "Innsbruck wird deshalb immer einen besonderen Platz haben", sagt er.

Rund zwei Dutzend Österreicher waren bei ihrem ersten A-Team-Einsatz jünger, in der Neuzeit nur Yusuf Demir, Valentino Lazaro und David Alaba.

"100 Länderspiele bedeuten, dass man über viele Jahre konstant auf hohem Niveau spielen muss."

Marcel Sabitzer

13 Jahre, zwei Wochen und 3 Tage später wird Sabitzer zum 100. Mal für das ÖFB-Team auflaufen.

"Das ist schon etwas sehr Besonderes. Als Kind hat man Ziele und Träume. Manche erreicht man relativ schnell, aber 100 Länderspiele bedeuten, dass man über viele Jahre konstant auf hohem Niveau spielen muss. Man braucht Leistung, Gesundheit und Trainer, die auf einen setzen", weiß der Mittelfeldspieler.

Der erste Red-Bull-Kicker im 100er-Klub

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Längst ein Führungsspieler
Foto: ©IMAGO / Icon Sportswire

Nach Andreas Herzog, Aleksandar Dragovic, Marko Arnautovic und David Alaba steigt der 32-Jährige als fünfter Kicker in den elitären 100er-Klub auf. Als erster Nicht-Wiener.

Und noch etwas unterscheidet ihn von den anderen: Sabitzer ist der erste Red-Bull-Fußballer, dem dieses Kunststück gelingt.

Mehr als nur ein "Presser"

In sieben Saisonen bei Salzburg und Leipzig hat er den Rangnick'schen Spielstil verinnerlicht. Pressing ist Teil seiner DNA geworden, würde der Teamchef sagen.

Doch Sabitzer ist nicht nur eine Anlauf-Maschine, sondern ein exzellenter Fußballer obendrein. Deshalb konnte er auch außerhalb der Welt von Red Bull reüssieren – beim FC Bayern, bei Manchester United, bei Borussia Dortmund.

Der kleine Junge wurde zum Führungsspieler

"Am Anfang, als er gekommen ist, war er mein kleiner Junge. Jetzt ist er auch schon älter. Wir haben eine Top-Beziehung, auch außerhalb des Platzes. Wir wissen alle, wie wichtig er für uns ist", sagt Marko Arnautovic über ihn.

Längst ist Sabitzer fixer Bestandteil der Führungsriege des ÖFB-Teams.

Während Arnautovics Zeit im A-Team nach der WM beendet sein dürfte und auch David Alaba wohl nicht mehr allzu lange dabei sein wird, ist Sabitzers Abgang von der großen Bühne noch lange nicht absehbar.

"Die Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben", sagt er.

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