Keine Genugtuung bei Marcel Koller

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Das ÖFB-Team hat seinem scheidenden Teamchef Marcel Koller mit dem 3:2-Sieg gegen Serbien einen würdigen Abschied vom Happel-Stadion bereitet.

Die Vorgänge rund um die Trennung vom Schweizer, dessen mit Jahresende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, sorgten bei einigen Teamspielern für Kritik. Auch Koller selbst ließ durchblicken, dass er über das Verhalten von ÖFB-Präsidiumsmitgliedern nicht gerade glücklich war.

Dennoch verspüre er nach dem Sieg über Serbien keine Genugtuung, betont der 56-Jährige. "Ich freue mich einfach."

Ein bitterer Nachgeschmack aber bleibt: Obwohl am Freitag augenscheinlich war, dass Österreichs Nationalteam den Serben zumindest ebenbürtig ist, reist die Auswahl aus dem Balkan-Staat wohl zur WM nach Russland, während die ÖFB-Mannschaft die Gruppe als Vierter abschließt.

"Ich habe immer gesagt, dass Serbien, Wales, Irland und wir praktisch gleich gut sind. Wir haben Niederlagen kassiert, die nicht nötig gewesen wären, und hatten oft nicht das Quäntchen Glück", erklärt Koller.

Diesmal jedoch war Fortuna auf der Seite der Österreicher, wie der ÖFB-Teamchef zugibt. "Wir haben aber auch ein sehr gutes Spiel gezeigt. Die Mannschaft hat gut harmoniert und das gebracht, was wir im Training geübt haben."

Ein Manko war wieder einmal die fehlende Effizienz vor dem gegnerischen Tor. "Wir hatten viele Möglichkeiten, haben aber zu wenig Tore erzielt. Die Chancen muss man früher nützen", kritisiert Koller.

Koller: "Werde meinen Weg weiter verfolgen"

Am Montag im letzten WM-Quali-Spiel gegen Moldawien in Chisinau gibt Koller wohl seine Abschiedsvorstellung, dass er trotz Vertragslaufzeit bis Jahresende im Testspiel am 14. November voraussichtlich gegen Uruguay noch im Wiener Prater auf der Bank sitzt, ist unwahrscheinlich.

"Es war eine wunderschöne Zeit hier. Jetzt hat man eben entschieden, dass man auseinandergeht, aber ich werde meinen Weg weiter verfolgen", sagt der Schweizer.

Die Vorbereitung auf sein 54. und wohl letztes Länderspiel mit der österreichischen Nationalmannschaft wird wie schon vor dem Duell mit Serbien von anderen Themen überlagert sein, schließlich steht am (heutigen) Samstag die Entscheidung über den ÖFB-Sportdirektor-Posten an. "Es war schwierig in dieser Woche, man hat stündlich auf neue Schlagzeilen gewartet. Das war nicht optimal", meint Koller.

Textquelle: © LAOLA1.at

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