Foda: "Gut, Janko in der Hinterhand zu haben"

 

"Der Fußball schreibt immer wieder neue Geschichten", muss selbst Franco Foda schmunzeln.

Mit Guido Burgstaller fällt dem ÖFB-Teamchef erneut ein Stürmer aus, die Antwort des Deutschen auf die Nachnominierungs-Frage lautet erneut Marc Janko.

"Ich habe Marc ja schon im Oktober nach dem Dänemark-Spiel mitgeteilt, dass er auf keinen Fall auf Urlaub fahren darf. Das hat er auch nicht getan. Ich habe mit ihm telefoniert, er wird heute Abend um 22:35 Uhr in Wien landen und dann zur Mannschaft stoßen", erklärt Foda, der dem Routinier Respekt zollt:

"Es zeugt von Charakter, dass er auch kurzfristig bereit ist, zum Nationalteam zu kommen. Ich habe immer gesagt, dass er wichtig ist. Es ist gut, wenn man so jemanden in der Hinterhand hat. Im Fußball passieren manchmal kurzfristige Dinge. Da muss man schnell reagieren und das haben wir getan."

Janko, der beim Oktober-Lehrgang für den verletzten Michael Gregoritsch eingesprungen war und nach einem Jahr Pause sein Comeback im Nationalteam gefeiert hat, reagierte auf Twitter mit dem ihm eigenen Humor auf seine erneute Nachnominierung:

Fodas Erwartungen

Welche Erwartungen Foda an den 35-Jährigen für die beiden entscheidenden Nations-League-Duelle mit Bosnien-Herzegowina und Nordirland hat?

"Er hat natürlich die ganze Woche nicht mit der Mannschaft trainiert, kann auch am Abschlusstraining nicht teilnehmen. Er wird morgen Früh noch mit uns trainieren. Es ist trotzdem wichtig. Ich habe mich entschieden, ihn kurzfristig einzuberufen, weil wir ja auch am Sonntag noch ein Spiel haben. Es ist immer gut, dann noch einen Stürmer in petto zu haben."

Genügend Alternativen im Angriff?

Darüber, wie viele geeignete Stürmer-Alternativen dem ÖFB-Coach zu den fixen Kadermitgliedern Arnautovic, Gregoritsch und Burgstaller zur Verfügung stehen, lässt sich getrost streiten. Dass Janko den Zuschlag bekam, löste schon im Oktober Diskussionen aus. Die LAOLA1-Analyse zeigt auf, wie dünn die Stürmer-Decke hinter den etablierten Angreifern ist.

Darauf angesprochen, ob seiner Meinung nach genügend Alternativen nachdrängen, weicht Foda aus und konzentriert sich auf seine im Kader befindlichen Stürmer:

"Ich habe ja Stürmer an Bord. Gregoritsch hat in Augsburg schon einige Tore erzielt, und auch wenn er hier vielleicht kein Tor erzielt hat in den letzten Spielen, ist er jemand, der sehr viel für die Mannschaft arbeitet. Er macht viele Laufwege für die Truppe. Das ist mir persönlich auch wichtig. Ich messe Stürmer nicht nur an Toren, sondern es gibt auch andere Aufgaben - defensive Aufgaben und für die Mitspieler freie Räume zu schaffen. Insofern sind wir gut aufgestellt. Aber Marc ist von seiner Präsenz noch einmal ein anderer Spielertyp. Er hat viel Erfahrung und wird der Mannschaft auch gut tun."

Bringt Burgstaller-Ausfall Pläne durcheinander?

Gregoritsch wies unter der Woche schon darauf hin, dass Burgstaller und er etwa Defensivarbeit für Arnautovic übernehmen würden. Burgstaller kann diesmal nicht mitwirken. Wie sehr dies die Pläne von Foda für die beiden Länderspiele durcheinanderbringt?

"Ich hatte schon auch die Überlegung, mit Guido zu spielen, aber jetzt ist er kurzfristig ausgefallen. Er hatte ja schon in den letzten Wochen immer wieder Probleme im Adduktorenbereich. Er ist aber trotzdem angereist und hat es versucht. Leider gab es in den letzten Tagen keine Besserung, deshalb ist er heute abgereist."

Textquelle: © LAOLA1.at

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