Edin Dzeko: ÖFB-Team erwartet "Mammutaufgabe"

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Im ersten Versuch hat es auswärts nicht geklappt, auch vor dem zweiten Nations-League-Duell mit Bosnien-Herzegowina stellt sich für das ÖFB-Team die Frage: Wie kann man Edin Dzeko stoppen?

"Er trifft in der Champions League, wie er will. Er trifft für Bosnien, wie er will. Er trifft in der Serie A, wie er will. Das wird nicht leicht. Wenn er im Sechzehner den Ball und die Schuss-Chance hat, ist es wahrscheinlich ein Tor", verdeutlicht Innenverteidiger Martin Hinteregger, der folgerichtig ein logisches Rezept parat hat:

"Deswegen gibst du dem Dzeko im Sechzehner nicht den Ball."

Gregoritsch: "Außergewöhnliche Quote"

55 Tore in 97 Länderspielen stehen für Dzeko zu Buche. Zuletzt avancierte er nicht nur in Zenica mit dem Goldtor beim 1:0 im Heimspiel gegen Österreich zum Matchwinner, sondern sorgte mit einem Doppelpack auch für den 2:0-Erfolg im Heimspiel gegen Nordirland.

Während es in der Serie A bei der AS Roma in dieser Spielzeit mit zwei Toren in elf Einsätzen noch nicht nach Wunsch läuft, netzte er in der Champions League in vier Partien bereits fünf Mal.

Ein Stürmer mit einer annähernd ähnlichen Ausbeute geht dem Nationalteam fraglos ab, wie auch ÖFB-Stürmer Michael Gregoritsch zugeben muss: "Die Quote, die Dzeko schon seit Jahren in Liga, Champions League und Nationalteam hat, ist außergewöhnlich. Das ist einfach ein Ausnahmekönner, vor dem Tor ist er ein wirklich sehr guter Spieler."

Vor allem ist der 32-Jährige dann da, wenn es darauf ankommt: "Beim Spiel in Bosnien war er eigentlich 70 oder 80 Minuten nicht zu sehen und dann trifft er. Dieses Mal gilt es eben zu versuchen, ihn 90 Minuten lang auszuschalten. Dann bin ich optimistisch, dass wir das Spiel gewinnen können."

Hinteregger: "Wie bei Lewandowski"

Diese Aufgabe kommt nicht nur, aber natürlich besonders der ÖFB-Hintermannschaft zu, in welcher Hinteregger nach dem Ausfall von Abwehrchef Sebastian Prödl noch mehr Verantwortung übernehmen muss.

"Es gibt viele andere Stürmer, die wendig sind, sich viel bewegen, viel für das Spiel machen und dann auch zu Toren kommen. Aber bei Dzeko ist es halt extrem, wenn er im Sechzehner den Ball hat. Das ist wie bei Robert Lewandowski."

Martin Hinteregger

Für den Augsburg-Legionär sind Duelle wie jenes mit Bosniens Superstar eine spezielle Herausforderung: "Dzeko spielt schon seit Jahren auf Weltklasse-Niveau, daher ist es nichts Alltägliches, womit man Woche für Woche in der Bundesliga konfrontiert ist. Das wird eine Mammutaufgabe, ihn in Schach zu halten."

Hinteregger hat schon mehrere Duelle mit großen Stürmer-Namen hinter sich, Dzeko reiht er dabei ganz weit vorne ein. "Jeder Weltklasse-Stürmer hat andere Stärken, aber ich denke, es ist klar, dass jeder von ihnen vor allem eine Stärke hat: Tore schießen", meint der 26-Jährige und charakterisiert Dzeko wiefolgt:

"Bei Dzeko hat man in Bosnien gesehen: Wenn er im Sechzehner nur irgendwie die Chance hat, ein Tor zu machen, dann macht er das. Er braucht wenige Chancen für Tore. Es gibt viele andere Stürmer, die wendig sind, sich viel bewegen, viel für das Spiel machen und dann auch zu Toren kommen. Aber bei ihm ist es halt extrem, wenn er im Sechzehner den Ball hat. Das ist wie bei Robert Lewandowski. Bei dem ist es auch ein Tor, wenn er im Sechzehner die Chance hat. Deswegen muss man im Strafraum noch konzentrierter und enger dabei sein."

Lazaro: "Bosnien auf Dzeko zu reduzieren, wäre extrem falsch"

Nachsatz: "Und man muss die Mitspieler bitten, dass sie so verteidigen, dass keine brauchbaren Bälle in den Sechzehner gespielt werden."

Einer dieser Mitspieler ist Valentino Lazaro, der Dzeko als "sehr wichtigen Mann" bezeichnet. Im Auswärtsspiel habe man gesehen, dass jedes Mal etwas passieren könne, wenn der Goalgetter am Ball sei.

Dennoch warnt der Hertha-Legionär davor, sich zu sehr auf Dzeko zu fokussieren: "Bosnien nur auf Dzeko zu reduzieren, wäre extrem falsch. Sie haben auch ein Mittelfeld, das sehr schnell spielen kann, sehr schnell die Bälle hinter die Abwehr kriegt. Auch auf den Flügeln waren sie extrem gut. Sie haben einfach eine gute Mischung, gegen die wir versuchen müssen, ein Rezept zu finden."

Textquelle: © LAOLA1.at

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