Derbyvorspiel: Ethikkomitee prüft Aktion um brennenden LASK-Schal
Der Präsident der SV Ried geriet vor dem wegen Nebels abgesagten Cup-Halbfinale mit einem diskreditierenden Video in die Schlagzeilen. Nun muss er sich vor dem Ethikkomitee verantworten.
Im Vorfeld des wegen Nebels abgesagten Cup-Halbfinal-Derbys zwischen der SV Ried und dem LASK war es zu mehreren Provokationen gekommen.
Zunächst hatte ein Mitarbeiter provokant auf eine Ticketanfrage eines LASK-Fans reagiert (zum Nachlesen >>>), dann sorgte ein Video, das Ried-Präsident Thomas Gahleitner mit einem brennenden LASK-Schal zeigte, für Aufregung (zum Nachlesen >>>).
Während die erste Aktion als vergleichsweise harmlose Stichelei abgetan werden kann, hat die Aktion des Ried-Präsidenten ob ihrer Brisanz das Ethikkomitee der Bundesliga auf den Plan gerufen.
Ried scherzt über Vorfall
Am Dienstag, einen Tag vor dem neu terminisierten Duell gegen den LASK, muss sich Gahleitner in Wien vor dem Ethikkomitee verantworten. Das geht aus einem Bericht der "Krone" hervor. Das Gremium prüft, inwieweit Grundwerte - wie Seriosität, Glaubwürdigkeit und Fairness - verletzt wurden.
Mit Sanktionen hat Gahleitner offenbar nicht zu rechnen, so die "Krone". Ihm droht "nur" eine Verwarnung.
Wie aus dem Umfeld zu vernehmen ist, dürfte den Vorfall bei der SV Ried ohnehin kaum jemand so richtig ernst genommen haben. Die "Krone" berichtet von Vorfällen, die diesen Eindruck erwecken: So soll Gahleitner zum 38. Geburtstag spaßeshalber einen Feuerlöscher geschenkt bekommen haben. Selbst ein Ried-Vorstandsmitglied hatte kürzlich beim Gespräch bezüglich Fans und Pyrotechnik gemeint: "Der Pyromane bei uns ist aber ein anderer."