Altach mental angekratzt? "Glaube nicht, dass..."
Drei Tage nach der Niederlage im ÖFB-Cupfinale geht es für die Vorarlberger in der Liga um den Klassenerhalt.
von Jonas Pamperl
Die Altacher haben das Highlight dieser Saison hinter sich.
Nur wenige Tage später wird es aber nicht weniger spannend für den SCR Altach. In der Qualigruppe der ADMIRAL Bundesliga muss man in der 30. Runde gegen Schlusslicht WAC ran.
Europacup oder Abstieg - beides möglich
Nach dem verlorenen ÖFB-Cupfinale gegen den LASK ging es bereits um diese Partie. Schließlich lebt auch jetzt noch die Chance auf den Europacup. "Ja, aber es lebt auch die Chance, dass wir absteigen", brachte Patrick Greil die knifflige Lage auf den Punkt.
Die Vorarlberger liegen derzeit mit 23 Punkten auf Platz zwei der Qualigruppe, haben nur vier Punkte Vorsprung auf den WAC. Also ist die Rechnung bei noch drei offenen Spielen klar: Ein Sieg gegen die Wölfe, und Altach bleibt fix in der Liga.
Bei einer Niederlage würde man wieder tief in den Abstiegskampf gezogen werden. "Es ist in alle Richtungen leider oder Gott sei Dank alles möglich", meinte Greil, der am Montag wohl einsatzbereit sein wird. Im Finale wurde er zwar ausgewechselt, verletzt hat er sich dabei aber nicht: "Alles gut, es waren nur Krämpfe."
Ausgeruhte Wölfe
Es dürfte allerdings kein leichtes Unterfangen gegen den Tabellenletzten werden. Zum einen, weil die Mannschaft von Thomas Silberberger gegen den GAK ein Lebenszeichen von sich gab. Und zum anderen, weil die "Wölfe" deutlich ausgeruhter sein werden als Altach.
Während sich der WAC acht Tage ausruhen konnte, hat Altach nach dem Cupfinale über 120 Minuten nur zwei Tage dafür Zeit.
"Wir müssen sofort regenerieren, alle Maßnahmen in Bewegung setzen", betonte Cheftrainer Ognjen Zaric, denn: "Wir haben die Chance, drei Wochen vor Schluss den Klassenerhalt zu schaffen."
"Wir bekommen das mental in den Griff"
Damit das gelingt, muss sich der SCRA nicht nur körperlich erholen, sondern auch mental. Die Enttäuschung saß tief nach dem 2:4 gegen den LASK.
"Wir müssen das heute mal sacken lassen, vielleicht auch noch morgen. Ab Sonntag gilt voller Fokus auf den WAC", erzählte Kapitän Lukas Jäger am Freitag nach der Finalniederlage.
Greil ist guter Dinge, dass die Mannschaft im Kopf stark ist: "Ich glaube, dass wir das mental in den Griff bekommen. Zuerst schauen wir auf unseren Körper. Aber ich glaube nicht, dass wir vom Mentalen her eine Truppe sind, die am Montag Probleme haben."