"Er hatte im Laufe der Saison Pech", fasst es Helm zusammen. Doch rechtzeitig zum Ausfall Johannes Eggesteins wurde "Boa" wieder fit.
Und für ihn galt, was für alle Ergänzungsspieler gilt. "Wenn eine Chance da ist, müssen sie für die Mannschaft da sein – das wird bei uns großgeschrieben", sagt Helm.
Boateng startete gegen Rapid, zwei Mal gegen Salzburg und gegen Sturm. Immerhin erzielte er in diesen vier Partien zwei Tore.
Logisch aber auch, dass der Weg wieder auf die Bank führt, sobald Goalgetter Eggestein wieder fit ist. Aber Boateng weiß: "Ich komme immer besser in Form."
Ein sehenswertes Tor
Das stellte er mit einem Tor gegen Hartberg unter Beweis. Weiter Ball von Philipp Wiesinger, der Stürmer nimmt den Ball mit der Schulter an, dreht sich und lupft den Ball über Goalie Tom Ritzy Hülsmann hinweg ins Tor. Und all das in Bedrängnis zweier Hartberger. Ein sehenswertes Tor.
"Macht er überragend!"
"Den Ball so zu verarbeiten, so beweglich zu sein und das dann technisch so auszuführen, das war außergewöhnlich gut. Er hat es einfach aussehen lassen", schwärmt Helm. "Macht er überragend", ergänzt Eggestein.
Ob er sich dieses Tor in den kommenden Tagen ein paar Mal ansehen werde? "Ja, um mich gut auf das Derby vorzubereiten. Das wird mich motivieren und mir Selbstvertrauen geben", grinst der 26-Jährige.
Jede Menge Torgefahr
Vier Tore hat der Stürmer nun auf dem Konto. Spannend ist eine andere Statistik. Pro 90 Einsatzminuten kommt kein anderer Bundesliga-Spieler auf einen so hohen xG-Wert – arbeitet sich also Chancen in so hoher Qualität heraus – 0,74 Tore pro 90 Minuten sind von ihm statistisch zu erwarten.
Eine andere Statistik ist nicht minder erstaunlich. 0,64 Tore pro 90 Minuten erzielt der Ghanaer in dieser Bundesliga-Saison. Nur Petar Ratkov, inzwischen bei Lazio, mit 0,72 und Sturms Otar Kiteishvili (0,69) haben bessere Werte.
Helm freut sich: "Boa hat in den letzten Spielen einen Schritt gemacht. Es ist nicht immer nur das, was man im Stadion sieht. Es findet ganz viel Arbeit hinter den Kulissen statt. Er hat in den letzten Wochen wirklich hart gearbeitet."