Endstand
1:0
0:0 , 1:0
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Der torgefährliche Herr Boateng

Kein anderer Stürmer in der Liga strahlt so viel Torgefahr aus wie der Austrianer. Das sagt die Statistik. Und trotzdem hatte er bisher eine schwierige Saison.

Der torgefährliche Herr Boateng Foto: © GEPA

Aufatmen beim FK Austria Wien.

Nach zuletzt fünf sieglosen Bundesliga-Spielen in Folge bejubeln die Veilchen in der 30. Runde einen 1:0-Sieg gegen den TSV Hartberg und somit auch den ersten Heimsieg seit Mitte Februar.

Einmal Raguz, einmal Boateng

Zum zweiten Mal in der laufenden Meisterschaft wechselte FAK-Coach Stephan Helm seinen späteren Matchwinner ein. Beim 2:1 gegen den GAK in der 13. Runde war es Marko Raguz, diesmal Kelvin Boateng.

"Matchwinner? Das klingt großartig", freut sich der Ghanaer, "vor den Fans zu feiern, hat sich sensationell angefühlt."

Ein schwieriger Start am Verteilerkreis

Boateng kam im Sommer von der Vienna an den Verteilerkreis, war aber alles andere als fit und verpasste prompt auch die ersten Runden.

Die Startelf war im Herbst in weiter Ferne, immerhin gelang ihm in der Schlussminute des Pflichtspieljahres 2025 gegen den SK Sturm das erste Tor im violetten Trikot.

Doch auch der Start ins Frühjahr war verpatzt, ein Mittelhandknochenbruch setzte ihn länger außer Gefecht.

Eggesteins Ausfall als Chance

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Boateng vertrat Eggestein in der Startelf
Foto: ©GEPA

"Er hatte im Laufe der Saison Pech", fasst es Helm zusammen. Doch rechtzeitig zum Ausfall Johannes Eggesteins wurde "Boa" wieder fit.

Und für ihn galt, was für alle Ergänzungsspieler gilt. "Wenn eine Chance da ist, müssen sie für die Mannschaft da sein – das wird bei uns großgeschrieben", sagt Helm.

Boateng startete gegen Rapid, zwei Mal gegen Salzburg und gegen Sturm. Immerhin erzielte er in diesen vier Partien zwei Tore.

Logisch aber auch, dass der Weg wieder auf die Bank führt, sobald Goalgetter Eggestein wieder fit ist. Aber Boateng weiß: "Ich komme immer besser in Form."

Ein sehenswertes Tor

Das stellte er mit einem Tor gegen Hartberg unter Beweis. Weiter Ball von Philipp Wiesinger, der Stürmer nimmt den Ball mit der Schulter an, dreht sich und lupft den Ball über Goalie Tom Ritzy Hülsmann hinweg ins Tor. Und all das in Bedrängnis zweier Hartberger. Ein sehenswertes Tor.

"Macht er überragend!"

Johannes Eggestein

"Den Ball so zu verarbeiten, so beweglich zu sein und das dann technisch so auszuführen, das war außergewöhnlich gut. Er hat es einfach aussehen lassen", schwärmt Helm. "Macht er überragend", ergänzt Eggestein.

Ob er sich dieses Tor in den kommenden Tagen ein paar Mal ansehen werde? "Ja, um mich gut auf das Derby vorzubereiten. Das wird mich motivieren und mir Selbstvertrauen geben", grinst der 26-Jährige.

Jede Menge Torgefahr

Vier Tore hat der Stürmer nun auf dem Konto. Spannend ist eine andere Statistik. Pro 90 Einsatzminuten kommt kein anderer Bundesliga-Spieler auf einen so hohen xG-Wert – arbeitet sich also Chancen in so hoher Qualität heraus – 0,74 Tore pro 90 Minuten sind von ihm statistisch zu erwarten.

Eine andere Statistik ist nicht minder erstaunlich. 0,64 Tore pro 90 Minuten erzielt der Ghanaer in dieser Bundesliga-Saison. Nur Petar Ratkov, inzwischen bei Lazio, mit 0,72 und Sturms Otar Kiteishvili (0,69) haben bessere Werte.

Helm freut sich: "Boa hat in den letzten Spielen einen Schritt gemacht. Es ist nicht immer nur das, was man im Stadion sieht. Es findet ganz viel Arbeit hinter den Kulissen statt. Er hat in den letzten Wochen wirklich hart gearbeitet."

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