In der Nachspielzeit trat der Kapitän noch einmal zum Penalty an und verwertete diesmal. Am 2:3-Endstand änderte das aber nichts.
"Ich glaube, dass uns auf den letzten 30 Metern einiges gefehlt hat, wir haben nichts zustande gebracht", analysiert Zidane. Der Franzose musste auf Cristiano Ronaldo, der sich im Clasico am rechten Sprunggelenk verletzt hatte, ebenso verzichten wie auf den an der Schulter angeschlagenen Isco und den gesperrten Gareth Bale. Freiwillig verzichtete Zidane auf Toni Kroos, Luka Modric, Keylor Navas, Marcelo und Raphael Varane - allesamt Stammspieler.
Zidane weist Kritik an Aufstellung zurück
Kritik an seinen Entscheidungen wies der Coach nach dem Spiel zurück. "Alle Spieler, die ich habe, haben es verdient zu spielen, und manchmal haben einige eine Pause verdient", sagt Zidane und verwies auf das Champions-League-Finale gegen Liverpool. "Wir haben ein Finale zu spielen am 26. Mai, und bei allem, was die Leute denken, der Trainer bin immer noch ich. Ich bin es, der die Entscheidungen trifft."
Im Rennen um Platz ist Real nun auf Ausrutscher von Atletico Madrid angewiesen. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone hat drei Punkte Vorsprung, jedoch auch die schlechtere Tordifferenz. Die "Königlichen" treffen noch zu Hause auf Celta Vigo und auswärts in der letzten Runde auf Villarreal, das am Mittwoch 1:5 in Barcelona unterging. Atletico tritt in Getafe an sowie drei Tage nach dem Europa-League-Finale gegen Salzburg-Bezwinger Olympique Marseille (16. Mai) gegen Eibar.
Sevilla kämpft indes noch um einen Europacup-Platz. Mit dem Sieg gegen Real rücken die Andalusier auf Platz sieben der Tabelle vor, zwei Punkte vor Getafe. Bleibt es dabei, darf der diesjährige Champions-League-Viertelfinalist im Sommer in der Europa-League-Qualifikation antreten. Im Derby gegen den verhassten Lokalrivalen Betis hat Sevilla am Samstag nun die Chance, zumindest Platz sieben abzusichern.