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Zidane nimmt Ramos in Schutz

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Für Real Madrid ist der zweite Platz in LaLiga nach der 2:3-Pleite gegen Sevilla (Spielbericht) aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen. Die "Königlichen" haben vor den letzten zwei Spieltagen drei Punkte Rückstand auf Atletico und sind auf einen Ausrutscher des Stadrivalen angewiesen, um doch noch "zweite Kraft" hinter Meister Barcelona zu werden. 

Im Auswärtsspiel gegen Sevilla ließ Real viel von dem Spirit vermissen, der noch am Sonntag im Clasico gegen Barca (2:2) zu sehen war. Besonders Kapitän Sergio Ramos erwischte einen schwarzen Abend. In der 58. Minute vergab der Abwehrchef vom Elfmeterpunkt, in der 84. Minute unterlief ihm ein Eigentor. 

"Solche Dinge passieren. Sergio ist unser Kapitän und er weiß, dass es solche Spiele gibt. Er ist sehr fokussiert und hat gut gespielt, vor allem in der zweiten Hälfte", stärkt Trainer Zinedine Zidane Ramos den Rücken. 

In der Nachspielzeit trat der Kapitän noch einmal zum Penalty an und verwertete diesmal. Am 2:3-Endstand änderte das aber nichts. 

"Ich glaube, dass uns auf den letzten 30 Metern einiges gefehlt hat, wir haben nichts zustande gebracht", analysiert Zidane. Der Franzose musste auf Cristiano Ronaldo, der sich im Clasico am rechten Sprunggelenk verletzt hatte, ebenso verzichten wie auf den an der Schulter angeschlagenen Isco und den gesperrten Gareth Bale. Freiwillig verzichtete Zidane auf Toni Kroos, Luka Modric, Keylor Navas, Marcelo und Raphael Varane - allesamt Stammspieler.

Zidane weist Kritik an Aufstellung zurück

Kritik an seinen Entscheidungen wies der Coach nach dem Spiel zurück. "Alle Spieler, die ich habe, haben es verdient zu spielen, und manchmal haben einige eine Pause verdient", sagt Zidane und verwies auf das Champions-League-Finale gegen Liverpool. "Wir haben ein Finale zu spielen am 26. Mai, und bei allem, was die Leute denken, der Trainer bin immer noch ich. Ich bin es, der die Entscheidungen trifft."

Im Rennen um Platz ist Real nun auf Ausrutscher von Atletico Madrid angewiesen. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone hat drei Punkte Vorsprung, jedoch auch die schlechtere Tordifferenz. Die "Königlichen" treffen noch zu Hause auf Celta Vigo und auswärts in der letzten Runde auf Villarreal, das am Mittwoch 1:5 in Barcelona unterging. Atletico tritt in Getafe an sowie drei Tage nach dem Europa-League-Finale gegen Salzburg-Bezwinger Olympique Marseille (16. Mai) gegen Eibar.

Sevilla kämpft indes noch um einen Europacup-Platz. Mit dem Sieg gegen Real rücken die Andalusier auf Platz sieben der Tabelle vor, zwei Punkte vor Getafe. Bleibt es dabei, darf der diesjährige Champions-League-Viertelfinalist im Sommer in der Europa-League-Qualifikation antreten. Im Derby gegen den verhassten Lokalrivalen Betis hat Sevilla am Samstag nun die Chance, zumindest Platz sieben abzusichern.

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