Gegner für Perez! Real wählt erstmals seit 2006 einen Präsidenten
Enrique Riquelme reichte seine Kandidatur fristgerecht ein, womit es erstmals seit 20 Jahren zu Präsidentschaftswahlen bei Real Madrid kommen wird.
Bei Real Madrid kommt es zu Präsidentschaftswahlen!
Was für einen Fußballverein auf den ersten Blick üblich wirken mag, war bei Real lange Zeit nicht der Fall. Die "Königlichen" machten ihrem Spitznamen in den vergangenen 20 Jahren nämlich alle Ehre, denn seit 2006 wurde keine Wahl zum Vereinsoberhaupt abgehalten.
Seit dem Ende von Perez' erster Amtszeit gab es keinen Gegenkandidaten mehr für die Wahl des Präsidenten. Mit Montag änderte sich dies: Enrique Riquelme (37) erfüllte alle Anforderungen und reichte seine Kandidatur fristgerecht ein, teilt Real mit. Gewählt wird voraussichtlich schon am 7. Juni.
Krasse Voraussetzungen für die Kandidatur
Um überhaupt als Präsidentschafts-Kandidat bei Real Madrid zugelassen zu werden, müssen drei Bedingungen erfüllt werden:
20 Jahre lang Mitglied bei Real Madrid
10 bis 15 Prozent des Klub-Umsatzes als Eigenkapital hinterlegen
Akzeptierung des Wahlvorstands als Kandidat
Obwohl der Milliardär und Unternehmer alle Voraussetzungen erfüllt, werden ihm nur Außenseiterchancen zugeschrieben, denn eine Mehrheit der Real-Fans gilt als Befürworter von Perez.
Darüber hinaus bleiben Riquelme nur zwei Wochen Zeit für den Wahlkampf. Die größten Unterschiede: Der 37-Jährige spricht sich gegen eine Privatisierung des Klubs aus, während Perez zehn bis 15 Prozent der Anteile an Investoren öffnen will. Darüber hinaus hat Riquelme das Ziel, Real wieder demokratischer zu führen als in den letzten Jahren.