Spanien vs. Argentinien: Test mit Final-Charakter

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Am Dienstagabend treffen im Wanda Metropolitano zu Madrid mit Spanien und Argentinien (ab 20:45 Uhr kostenlos im LAOLA1-Liverstream) zwei Mitfavoriten auf den WM-Titel 2018 aufeinander.

Für die Teams ist es die letzte Standortbestimmung gegen einen hochklassigen Gegner vor dem Start der Großveranstaltung im Juni.

Beide Auswahlen sind auf jeder Position, teilweise mehrfach, mit absoluter Weltklasse gesegnet, trotzdem liegt der Fokus vor dem Testlauf mit WM-Charakter naturgemäß hauptsächlich auf zwei Namen: Lionel Messi und Andres Iniesta.

Spielt der (noch) Unvollendete?

"Wir wollen uns immer mit den Besten messen, also wenn Messi spielt, umso besser", erklärt Spaniens Offensivakteur und Konkurrent bei Real Madrid Lucas Vazquez.

Der Einsatz von Lionel Messi stand aber noch vor kurzem auf der Kippe. Am Montag konnte der Kapitän der "Albiceleste", die am Gelände von Real Madrid trainiert, wieder am Training teilnehmen. Adduktorenprobleme bremsten den 30-Jährgen zuletzt aus und hinderten ihn an einem Auftritt beim 2:0-Testsieg über Italien.

"Messi hat einen Revolver am Kopf"

Es sickerte aber bereits durch, dass der Barcelona-Star gegen Spanien wieder in die Mannschaft rücken wird und fit genug ist, um gegen seine Wahlheimat anzutreten.

Messi nach dem verlorenen Finale 2016 gegen Chile.
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Argentiniens Coach Jorge Sampaoli hofft, dass sein Superstar rechtzeitig zur Hochform aufläuft, denn auch er weiß wie viel Druck beim Großturnier auf "La Pulga" lastet: "Messi hat einen Revolver am Kopf und der heißt Weltmeisterschaft."

Es gibt Ausnahmen. Doch die großen Namen der Fußballgeschichte werden auch wegen ihrer Erfolge auf Nationalteam-Ebene gefeiert. Allen voran der dreifache Weltmeister Pele (1958, 1962, 1970), aber auch Maradona (WM 1986), Ronaldinho (WM 2002) oder jüngst Cristiano Ronaldo (EM 2016) holten die wichtigen internationalen Titel.

Messi will keine Ausnahme sein. Wie sehr ihn nicht gewonnene Titel kränken , zeigt nicht zuletzt sein temporärer Rücktritt aus dem Nationalteam, nach den verlorenen Endspielen bei der WM 2014 und den Südamerika-Meisterschafen 2015 und 2016. Zwar ruderte er keine zwei Monate später wieder zurück, macht sich und der Mannschaft aber enorm viel Druck und will wieder abdanken, sollte es 2018 nicht zum Titel reichen.

Iniesta auf Abschiedstournee

Spanien hingegen ist immer mehr auf dem Weg zu alter Stärke. Nach dem 1:1 im jüngsten Testspiel gegen Deutschland war Spaniens Presse voll des Lobes für beide Seiten - vor allem aber für Andres Iniesta.

Dass der Mann mit lebenslangem Vertrag bei Barcelona seine Nationalteam-Karriere nach der WM in Russland weiterführt ist quasi ausgeschlossen. Sollte Spanien das Endspiel oder das Spiel um Platz drei erreichen, hat der 33-Jährige noch maximal zehn Spiele für "La Furia Roja" im Terminkalender.

Natürlich will der "Man of the Match" der Endspiele von 2010 und 2012 den Abschluss seiner unglaublich erfolgreichen internationalen Karriere mit dem erneuten Gewinn des größten Titels krönen.



Bremst die Erwartungshaltung: Reals Lucas Vazquez.
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Doch soweit will zumindest einer seiner Mitspieler noch nicht denken:

"Sind wir realistisch: Wir haben ein fantastisches Team mit einigen der besten Spieler, aber es ist sinnlos zu diskutieren, ob wir der Favorit sind oder nicht. Das Einzige was wir tun können, ist hart zu arbeiten, zu wissen, wo unsere Stärken liegen und sicherstellen, dass wir in der bestmöglichen Verfassung anreisen. Dann können wir es versuchen und die WM gewinnen", bremst Vazquez die Erwartungshaltung.

Gewinnen beide Teams ihre Gruppe oder werden Zweiter (Spanien gegen Portugal, Marokko, Iran/Argentinien gegen Island, Kroatien, Nigeria) können sich die Wege bereits im Viertelfinale kreuzen. In jedem anderen Fall kann es erst im Endspiel zum nächsten Duell kommen.

Wie die Generalprobe für das mögliche WM-Finale 2018 verläuft, könnt ihr am Dienstag ab 20:45 Uhr kostenlos im LAOLA1-Livestream verfolgen!


Textquelle: © LAOLA1.at

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