Sieben ÖFB-Kicker involviert: Deutscher Abstiegskrimi steht an
Der 1. FC Heidenheim darf noch auf den Klassenerhalt hoffen. Vor dem letzten Spieltag sind die letzten drei Teams ungeschlagen.
An den 1. FC Heidenheim glaubte nicht mal mehr Cheftrainer Frank Schmidt. "Es fällt verdammt schwer, daran zu glauben, nach so vielen Spielen ohne Sieg", machte der Coach Ende Februar nach einer 0:2-Pleite bei Werder Bremen klar.
Die Lage damals erschien tatsächlich aussichtslos. Mit 14 Punkten waren die Heidenheimer abgeschlagen auf dem letzten Platz, acht Zähler fehlten auf den Relegationsplatz.
Drei Teams punktegleich
Der FCH erlebte darauf eine Wiederauferstehung. Gerade in den letzten Partien präsentierte sich die Schmidt-Elf bärenstark. Der Lohn: Nach dem 3:1-Sieg in Köln gibt man die rote Laterne an St. Pauli weiter, ist nun punktgleich mit Wolfsburg.
Die Lage im Abstiegskampf bleibt extrem spannend. Drei Teams kämpfen um ein Ticket für die Relegation. Jede Menge ÖFB-Legionäre sind involviert. Bei Heidenheim könnte Mathias Honsak - im Vorjahr noch Relegationsheld - eingreifen. Paul Tschernuth wird als dritter Mann eher nicht zum Zug kommen.
Wimmer im Showdown als Einziger gesetzt
Ein ähnliches Schicksal teilt Wolfsburgs Zweiertormann Pavao Pervan, gesetzt ist hingegen Patrick Wimmer.
Bei St. Pauli warten Jannik Robatsch (vorwiegend bei St. Pauli II) und Simon Spari (Dreiertormann/vorwiegend bei St. Pauli II) trotz der einen oder anderen Kadernominierung noch auf ihr Debüt. Auch der lange verletzte David Nemeth kam diese Saison ebensowenig für die Profis zum Zug.
Am letzten Spieltag kommt es zum Showdown zwischen St. Pauli und Wolfsburg.
Die Mannschaft rund um die ÖFB-Legionäre Patrick Wimmer und Pavao Pervan benötigt einen Sieg, um mit hoher Wahrscheinlichkeit die Klasse zu halten. Ein Remis würde nur dann reichen, wenn Heidenheim zeitgleich gegen Mainz nicht gewinnt.
Doch selbst ein Sieg könnte unter besonderen Umständen zu wenig sein: In diesem Fall müsste der 1. FC Heidenheim zusätzlich die schlechtere Tordifferenz wettmachen.
Aktuell weist Heidenheim eine Tordifferenz von -29 (41:70) auf, Wolfsburg steht bei -26 (42:68). Der FCH müsste also drei Tore aufholen und zugleich mehr Treffer erzielen als die „Wölfe“. Möglich wäre das etwa bei einem 4:0-Heimsieg gegen Mainz, wenn Wolfsburg parallel mit 0:1 in Hamburg verliert.
St. Pauli muss gewinnen
St. Pauli wiederum muss unbedingt gewinnen, um Wolfsburg noch zu überholen. Sollte allerdings auch Heidenheim siegen, bräuchte St. Pauli einen höheren Erfolg als der FCH.
In der Tordifferenz liegen die beiden Klubs derzeit gleichauf. Heidenheim hat allerdings deutlich mehr Tore erzielt (41 gegenüber 28).
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Klar ist aber auch: Der Sieger der drei Teams ist am Ende noch nicht gerettet, es warten zwei Relegationsspiele gegen den Dritten der 2. Deutschen Bundesliga. Elversberg, Hannover oder Paderborn warten.