Routinier kritisiert Werder-Spitze: "Fragwürdige Dinge passiert"
Mitchell Weiser schießt am Samstag im Sky-Interview gegen die Vereinsführung des SV Werder Bremen und stellt auch seine Zukunft an der Weser in Frage.
Mit 28 Punkten ist der SV Werder Bremen in dieser Bundesliga-Saison alles andere als abgesichert. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt lediglich zwei Punkte.
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Mit Daniel Thioune setzt Bremen aktuell bereits auf den dritten Trainer innerhalb des letzten Jahres, nachdem Ole Werner im Mai 2025 gehen musste und Horst Steffen im Februar 2026.
Die prekäre Lage erleichtert auch die Kaderplanung nicht unbedingt. So zögert Mitchell Weiser unter anderem aktiv mit einer Vertragsverlängerung.
Weiser: "Diese Entscheidungen waren für mich etwas fahrlässig"
"Wir hatten schon Gespräche. Es ist aber so, dass im letzten Sommer viele Dinge passiert sind, die für mich fragwürdig waren", kritisiert Weiser am Samstag im "Sky"-Interview die Entlassung von Ole Werner, der mittlerweile RB Leipzig trainiert.
"Ich warte daher auf Signale, dass wir wieder in die Richtung gehen, in der wir mit Ole Werner waren. Neben der Entlassung von Ole sind auch wichtige Entscheidungen im Kader getroffen worden. Es sind Spieler gegangen, denen wir jetzt nachtrauern. Diese Entscheidungen waren für mich etwas fahrlässig", schließt Weiser seine Spitze Richtung Vereinsführung ab.
Geschäftsführer Fritz kontert
Die Antwort von Clemens Fritz, Geschäftsführer Profifußball des SV Werder Bremen, lässt nicht lange auf sich warten. Gegenüber der "DeichStube" meint er: "Es wäre mir lieber gewesen, wenn er zuerst zu mir gekommen wäre und mit mir darüber gesprochen hätte. Ich unterstelle ihm aber nichts Böses."
"Unsere Beweggründe kennt Mitch, die habe ich ihm vor ein paar Wochen erklärt – deshalb ist seine Aussage für mich unverständlich", so Fritz.
Zudem lässt Fritz verlautbaren, dass sich der 31-jährige Außenverteidiger, der der aktuell am Kreuzband verletzt ist und seit 2021 in Bremen spielt, auf ein persönliches Gespräch einstellen könne.